Privatkundenmarkt + 7,5%

Rekordumsatz mit Internet-Zugängen

25.02.2009
Das Geschäft mit Internet-Zugängen trotzt der Krise. Für 2009 sagt das Marktforschungsinstituts EITO ein Wachstum von 4,2 Prozent voraus.
Für das Geschäft mit Internet-Zugängen sagt das Marktforschungsinstituts EITO 2009 ein Wachstum von 4,2 Prozent voraus
Für das Geschäft mit Internet-Zugängen sagt das Marktforschungsinstituts EITO 2009 ein Wachstum von 4,2 Prozent voraus
Foto: Ronald Wiltscheck

Das Geschäft mit Internet-Zugängen trotzt der Krise. Für 2009 sagt das Marktforschungsinstitut EITO ein Wachstum von 4,2 Prozent voraus. Demnach werden dieses Jahr mit Internet-Zugängen Umsätze von 13,8 Milliarden Euro allein in Deutschland erzielt. Der Umsatz mit privaten Internet-Zugängen wird der Prognose zufolge im laufenden Jahr um 7,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zulegen. Dabei profitiert die Branche von der steigenden Verfügbarkeit breitbandiger Netzanschlüssen via DSL oder Kabel, derzeit verfügen fast 60 Prozent der deutschen Haushalte über einen derartigen Internet-Zugang.

Laut Branchenverband Bitkom müssen Endanwender für ihren Internet-Anschluss immer weniger bezahlen, obwohl die Datenübertragungsraten steigen. So sind 2008 die Tarife für Telefon- und Internetdienste im Festnetz durchschnittlich um 3,4 Prozent gesunken. Kombipakte mit Pauschaltarifen für Telefon und schnelles Internet sind schon für 30 bis 40 Euro monatlich zu haben.

Günstigere Internetzugänge kommen auch den Geschäftskunden zugute, führen in diesem Markt aber zu einem leicht rückläufigen Umsatz. "95 Prozent aller Unternehmen in Deutschland verfügen bereits über einen Internet-Anschluss. Entsprechend gering ist hier das Mengenwachstum", sagt Bitkom-Präsident Scheer. So wechseln Kleinbetriebe oftmals von Mietleitungen zu den preiswerteren DSL-Angeboten. Daher wird der Umsatz mit Datendiensten für Geschäftskunden im Jahr 2009 voraussichtlich um 1,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro fallen.

Nach Bitkom-Berechnungen wächst der gesamte Datenverkehr im Internet jährlich um 50 bis 60 Prozent. Insbesondere das Datenvolumen von privaten Internetnutzern steigt rapide an, da immer mehr Fotos, Videos und Filme in hoch auflösender Qualität im Internet übertragen werden. "Mit der wachsenden Verbreitung von Video- und Filmangeboten wächst das Bedürfnis der Nutzer nach schnelleren Internetzugängen", sagte Scheer. Daher sei neben der Versorgung noch nicht angeschlossener Gebiete ein Ausbau der Breitbandnetze für höhere Geschwindigkeiten notwendig. Allein in Deutschland sind für den Anschluss der Haushalte an ein modernes Glasfasernetz Investitionen in Höhe von bis zu 50 Milliarden Euro notwendig. (rw)

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