Chancen und Risiken durch Web 2.0

Reseller müssen Social Media erst lernen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.

Nachfrage nach Verlinkungen steigt

Multimedia-Agenturen, wie nakedToast, die sich auf Webseiten-Design, Online-Marketing-Lösungen und Flash-Werbemittel spezialisiert haben, beobachten den wachsenden Trend ebenfalls: "Unsere Kunden fragen bei einem Webseiten-Relaunch vermehrt nach Social Media-Verknüpfungen. Wir unterstützen Sie dabei zum Beispiel mit einer Facebook-Gruppe", erklärt der Geschäftsführer Sami Barasi.

"Das kann sehr erfolgreich sein. Bei einer Pferdewebseite, die wir für einen Kunden erstellt haben, haben wir auch eine Facebookgruppe angelegt. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich rund 1.000 Mitglieder angeschlossen, die über die dortigen Informationen dann auch zu der neuen Kundenwebseite gefunden haben", so Barasi. Und auch nakedToast selbst nutzt das Web 2.0: "Wir sind auf Twitter und Facebook aktiv, um unsere aktuellen Projekte bei unseren Freunden und Kunden anzuteasern oder zu Veranstaltungen einzuladen."

Die Werbe- und Kommunikations-Agentur Schiebe Preil Bayer hat ihren Webauftritt sogar gänzlich auf Social Media ausgerichtet. "Wir haben es quasi auf die Spitze getrieben. Unsere eigene Domain gibt es so klassisch nicht mehr, sondern wir stellen alles bei Flickr, bei YouTube, bei Facebook ein. Pressearbeit und Nachrichtenverbreitung erledigen wir über Twitter. Das ist zusätzlich auch noch sehr pflegeleicht, da man z.B. kein Content Management System braucht, sondern einfach die Ressourcen nutzt, die andere bereitgestellt haben", erläutert Claudio Preil das Prinzip gegenüber pressetext.

Web 2.0 ist nicht mehr zu stoppen

Um Social Media wird man künftig nicht mehr so leicht drumherum kommen. Für Markus Dreesen ist klar: "Jedes Unternehmen muss sich damit beschäftigen, auch wenn beschlossen wird, dem Trend nicht zu folgen, weil, es eine Zielgruppe hat, bei der die reine face-to-face-Kommunikation ausreicht.

Aber beschäftigen sollte man sich schon damit. Es gibt Zielgruppen, vor allem die jüngeren, da ist man einfach schon ein Outsider, wenn man nicht auf Social-Media-Plattformen vertreten ist. Es ist für jeden, der irgendwie mit Kunden in Kontakt kommen möchte eigentlich ein Muss. Aber meine Philosophie dabei ist, dass es nicht nur ein Muss ist, sondern zusätzlich so viele neue Möglichkeiten bietet." (pte/rw)

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