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Toner-Imitate

Riskante Schnäppchen: Newbuilt-Kartuschen aus Asien

15.03.2019
Anzeige  Warum billige Tonerkartuschen-Importe Nutzer, Händler und Druckerbetreiber teuer zu stehen kommen.

Jede fünfte Tonerkartusche auf dem deutschen Markt stammt aus China. Nicht nur, dass es sich bei diesen Produkten teilweise um patentverletzende und wettbewerbswidrige Imitate handelt. Vier von fünf asiatischen Newbuilt-Kartuschen enthalten in Deutschland verbotene, gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe. Das fand der europäische Recycler-Dachverband ETIRA gemeinsam mit dem TÜV Rheinland/LGA heraus). Allein dadurch verstoßen schon 80 Prozent der Import-Kartuschen aus Fernost gegen europäisches und deutsches Recht. Konkret fanden sie das gesundheits- und umweltschädliche Flammschutzmittel Decabromodiphenylether (DecaBDE, Die Verwendung dieser Substanz verstößt gegen die Chemikalienverordnung REACH sowie die Richtlinie RoHS (Restrictionof Hazardous Substances), in Deutschland umgesetzt mit der Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung (ElektroStoffV).

"DecaBDE kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Zum großen Glück für die Anwender werden unter Normalbedingungen nur geringe Mengen des Stoffes aus den Tonerkartuschen freigesetzt." Dr. Hubert Ortner, Chefredakteur von DI - Digital Imaging
"DecaBDE kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Zum großen Glück für die Anwender werden unter Normalbedingungen nur geringe Mengen des Stoffes aus den Tonerkartuschen freigesetzt." Dr. Hubert Ortner, Chefredakteur von DI - Digital Imaging
Foto: pticelov - shutterstock.com

DecaBDE ist nicht recyclingfähig, in der Umwelt schwer abbaubar und kann sich in Lebewesen anreichern. Als persistent, bioakkumulierend und toxisch bewertet (PBT-Substanz), zählt DecaBDE offiziell zu den besonders besorgniserregenden Stoffen. Umso bedenklicher, dass in Deutschland jeden Tag geschätzt 3.500 belastete Tonerkartuschen über den Tresen gehen. Welche Risiken damit verbunden sind, beleuchtet Anfang April ein Live-Webcast von Computerwoche und ChannelPartner in Zusammenarbeit mit Digital Imaging und HP.

Ernst zu nehmende Gesundheitsgefahr für Nutzer

DecaBDE gilt als neurotoxisch sowie krebserregend und kann sich laut Bundesumweltamt schädlich auf die embryonale sowie frühkindliche Entwicklung auswirken. Belastete Kartuschen sind also ein echtes Gesundheitsrisiko, zumal sie den EU-Grenzwert für DecaBDE in Kunststoffen um ein Vielfaches überschreiten. Die maximal zulässige Menge liegt bei 1000 mg/kg, festgestellt wurden jedoch Werte bis zu 17.000 mg/kg.

"DecaBDE kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Zum großen Glück für die Anwender werden unter Normalbedingungen nur geringe Mengen des Stoffes aus den Tonerkartuschen freigesetzt", erklärt Dr. Hubert Ortner, Chefredakteur von DI - Digital Imaging. "Das als pauschale Entwarnung oder gar Freibrief zu werten, wäre aber ausgesprochen zynisch - schließlich ist DecaBDE ein starkes Nervengift und wird in den USA sogar als potenziell krebserregend eingestuft!" Mangels rechtlicher Handhabe können asiatische Kartuschen-Hersteller in Deutschland aber nicht belangt werden und kommen ungeschoren davon. So fällt die Produkthaftung letztlich auf die hiesigen Händler, die diese illegale Importware aus Asien in Verkehr bringen.

Live Webcast

Um weitere Einzelheiten rund um die Risiken asiatischer Toner-Imitate zu erfahren, sollten Sie sich den ChannelPartner & Computerwoche Live Webcast am Dienstag den 2. April nicht entgehen lassen.

Erfahren Sie unter anderem:

  • Welche möglichen gesundheitlichen Gefahren in importierten Tonerkartuschen-Imitaten stecken können

  • Welche Risiken Importeure und Händler von Newbuilt-Kartuschen eingehen

  • Wie chinesische Billiganbieter deutsches und europäisches Recht systematisch missachten

  • Welche Konsequenzen durch die Marktaufsicht drohen

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Hoher Recycling-Anteil bei Original-Tonerkartuschen

Was kaum ein Kunde weiß: Billig-Imitate kommen zudem unterm Strich meist deutlich teurer als Originalkartuschen. Wie Digital Imaging in Tests herausfand, sind Newbuilt-Kartuschen mit einer ausgewiesenen 800er Seitenleistung nach 550 Seiten häufig schon leer. Außerdem lässt die Druckqualität oft zu wünschen übrig, weshalb Seiten wiederholt gedruckt werden müssen. Das verbraucht große Mengen an Strom wie auch Papier und kann schon bei kleineren Druckerflotten ordentlich ins Geld gehen. Ganz zu schweigen von der verschlechterten Ökobilanz und dem möglichen Verlust etwaiger Umweltzertifizierungen. Auch das wird im Live-Webcast ein Thema sein.

Die Lösung ist die Nutzung von zertifizierten Original-Verbrauchsmaterialien. Sie garantieren nicht nur qualitativ hochwertige, dokumentenechte Ausdrucke, sondern sind auch besonders nachhaltig: "HP hat für seine Verbrauchsmaterialien seit über 20 Jahren einen eigenen Recyclingkreislauf", so Siegfried Dewaldt, Manager Nachhaltigkeit DACH bei HP Deutschland. "In 80 Prozent der Tintenpatronen und 100 Prozent der Tonerkartuschen setzt HP recyceltes Material ein. HP hat zudem den CO2-Verbrauch seiner Original-Toner und -Tinten im Vergleich zu Nachbauten deutlich reduziert. Somit trägt HP klar zum Erreichen der Umweltziele der Kunden bei."

Hinzu kommt: Newbuilt-Kartuschen machen Drucker serviceanfälliger und können irreparable Schäden verursachen, die zu einer vorzeitigen Neuanschaffung zwingen. Dadurch entpuppt sich der vermeintliche Vorteil von Toner-Schnäppchen schnell als Milchmädchenrechnung. Denn so billig kann eine Import-Kartusche aus Fernost nicht sein, dass sie alle resultierenden Nachteile wettmacht.