Drucklösungen auf der CeBIT

Samsung kreuzt Drucker mit Smartphone

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Der koreanische Elektronikkonzern Samsung will das Lösungsgeschäft vorantreiben. Auf der CeBIT hat das Unternehmen seine offene Entwicklerplattform XOA vorgestellt.

Auf den ersten Blick wirkt der große Farblaser-Multifunktionsdrucker von Samsung, als hätte jemand ein Tablet auf dem Gerät liegengelassen. Wer das Tablet mitnehmen will, merkt allerdings schnell, dass es als Bedienpanel fest an der 60-Seiten-Maschine angebracht ist.

KiHo Kim, Head of Printing Solutions Business Division, Samsung Electronics, stellt auf der CeBIT die Multifunktionsmaschine der MX7-Reihe vor.
KiHo Kim, Head of Printing Solutions Business Division, Samsung Electronics, stellt auf der CeBIT die Multifunktionsmaschine der MX7-Reihe vor.

Doch nicht nur der Look ähnelt einem Tablet-PC. Das ins Hoch- oder Querformat drehbare Panel dient nicht nur zur Bedienung des Multifunktionssystems. Es ist auch Schnittstelle für Drucklösungen, die für das Android-System des Panels programmiert sind und direkt darauf abgelegt werden können. Darüber hinaus bietet die von Samsung entwickelte offene Schnittstelle XOA (eXtensible Open Architecture) die Möglichkeit nicht nur eigene Lösungen, sondern auch Hard- und Software-Lösungen von Drittanbietern über die Systeme der MX7-Serie zu steuern.

Lösungen für KMUs

Für kleinere und mittlere Unternehmen hat Samsung auf Grundlage der XOA-Architektur das Lösungspaket "Business Core Printing Solutions" (BCPS) geschnürt, das aus professionellen Output- und Dokumentenmanagement-Lösungen besteht, die keine Server-Infrastruktur benötigen.

Auf der CeBIT hat der Konzern nun die erweiterten und aktualisierten BCPS-Lösungsmodule gezeigt: Ein wesentliches Update hat das Modul "SmarThru Workflow Lite" erfahren. Mit ihm lassen sich Dokumente erfassen, einscannen und standortübergreifend teilen. Die Software unterstützt jetzt auch Scan to Sharepoint 2007, 2010 und 2013. Das heißt, Anwender legen Dokumente direkt in der jeweiligen Sharepoint-Bibliothek ab. Die neue Funktion ermöglicht es nun, Dokumente ohne weitere manuelle Zwischenschritte zu erfassen und abzulegen.

Die zweite Neuerung im BCPS-Angebot ist insbesondere für kleinere Unternehmen interessant, die A4-Drucker und -Multifunktionssysteme von Samsung im Einsatz haben. Die Business Core Printing Solutions unterstützen jetzt auch Drucker, die über die XOA-Web-Schnittstelle verfügen. Diese ist in vielen Geräten enthalten, die als Arbeitsplatz- oder Abteilungs-Geräte genutzt werden. Künftig lassen sich die Business Core Printing Solutions auch über diese Drucker und Multifunktionssysteme steuern. So kann beispielsweise das Multifunktionssystem an einem Arbeitsplatz mit hohem Publikumsverkehr mit einem Kartenleser ausgestattet werden, um zu verhindern, dass Unbefugte das Gerät nutzen.

Laut Samsung soll das erweiterte Lösungsangebot ab April 2015 verfügbar sein.

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