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Die CP-Querschläger - Kolumne

Schnellere Daten braucht das Land

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Unternehmen wollen günstig kommunizieren - mit ihren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern. Welche IT-Ausstattung dazu nötig ist, erklärt der CP-Querschläger.

Allein die Deutsche Telekom will 2019 weitere 19.000 Geschäftskunden mit schnellem Anschluss ans Internet ausstatten und bald den 500.000sten Glasfaser-Kilometer verlegen. Gut für die mittelständische Wirtschaft auf dem Land - nicht nur im Bereich UCC. Vor allem die Systemhäuser, Provider und Cloud-Distributoren brauchen endlich das schnelle Internet überall, damit die Versprechen des Schneeballsystems Digitalisierung noch eine Zeit lang gehalten werden können.

Unternehmen wollen günstig kommunizieren - mit ihren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern. Welche IT-Ausstattung dazu nötig ist, erklärt der CP-Querschläger.
Unternehmen wollen günstig kommunizieren - mit ihren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern. Welche IT-Ausstattung dazu nötig ist, erklärt der CP-Querschläger.
Foto: ProStockStudio - shutterstock.com

Ohne schnelle Leitungen kommt die Akzeptanz für UCC ins Stocken, und die Cloud stößt an ihre Grenzen, die Zufriedenheit sinkt, der Hype ebbt ab und damit auch die erhofften Provisionen der Systemhäuser und MSPs. Die Investoren fürchten um ihre Rendite und der öffentliche Druck auf die Wahlversprechen der Regierung wächst. Das Positive am Lobbyismus ist ja, wenn die einschlägigen Verbände Druck auf ihre Regierungs- und Oppositionskontakte ausüben, tut sich auch etwas.

Und kaum haben die professionellen Dauerwahlversprecher ihre Neuland-Rhetorik auf das durch Aktivismus geprägte Tagesgeschäft umgestellt, vermelden Industriegebiete auf dem Lande, dass sich dort tatsächlich etwas bewegt. Während Minister blühende Cloud-Landschaften versprechen und glauben, mit jährlich einer Milliarde Euro bis 2025 zu den KI-Weltmächten aufschließen zu können, investiert allein die Telekom 2018 das Fünffache dieses Betrags nur in den Ausbau des Glasfasernetzes. Das zur Wahrnehmungsdifferenz zwischen Politik und IT-Wirtschaft - von der Wirklichkeit und den tatsächlichen Bedürfnissen der Klientel ganz zu schweigen.

Unternehmen wollen günstig kommunizieren, mit ihren Mitarbeitern, den Kunden und mobil. Außerdem müssen Daten übertragen werden: Dokumente, Steuerbefehle, Video, alles gleichzeitig, einfach, sicher und störungsfrei. Das hinzubekommen ist die Aufgabe für eine ITK-Branche, die angeblich "den Kunden im Fokus" hat, und nicht die Realisierung von Allmachtfantasien einzelner Politiker, Staaten oder globaler Konzerne.

Mein Fazit: Nach wie vor ist der Umstieg auf UCC davon abhängig, ob die technischen Voraussetzungen überhaupt gegeben sind, ob die Vorteile den Aufwand rechtfertigen und ob die nötige Sicherheit tatsächlich erreicht wird.

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Kolumnist "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz. Alle Kommentare des CP-"Querschlägers" finden Sie im "Querschläger"-Archiv. (rw)