SCO "erfindet" sich neu

08.08.2006
In den letzten zwei Jahren hat sich SCO vor allem als Kläger hervor getan. Doch nun, nachdem IBM aus dem Gerichtsverfahren siegreich hervorgegangen ist, konzentriert sich SCO auf neue Geschäftsfelder.

In den letzten zwei Jahren hat sich SCO vor allem als Kläger hervor getan. Doch nun, nachdem IBM aus dem Gerichtsverfahren siegreich hervorgegangen ist, konzentriert sich SCO auf neue Geschäftsfelder.

Das Unternehmen definiere sich nun neu, so die Aussage der SCO-Geschäftsleitung. Man werde neue Produkte und Services anbieten, neue Partnerschaften angehen. Es gehe dabei um Themen wie eine mobile Applikationsplattform und um das Service Provider-Geschäft.

"Wir befinden uns an einem Wendepunkt", sagte SCO-Chef Darl auf einer internen Veranstaltung. "Wir wollen zurück ins IT-Business". Obwohl man weiterhin Unix-Produkte anbieten wolle, liege nun der Fokus auf neuen mobilen Diensten auf Abonnement-Basis. Das ganze nennt sich Me Inc. und beruht auf der eigen entwickelten Software-Plattform EdgeClick, so der CEO.

"Wir laden unabhängige Softwarehäuser und Anbieter von mobilen Lösungen ein, gemeinsam mit uns neuen Applikationen zu entwickeln", sagte McBride. Es gibt bereits derartige Abkommen mit Palm und Microsoft. SCO ist den Developer-Programmen beider Hersteller beigetreten und möchte Entwicklerwerkzeuge für die Palm Treo 700er Smartphones und für Dotnet basierende PDAs anbieten.

Eines der existierenden Me Inc.-Dienste heißt "Shout". Damit lassen sich Sprachbotschaften gleichzeitig an mehrere Smartphones und PCs versenden. Mit dem "Vote"-Dienst können auf die gleiche Weise Umfragen gestartet werden.

Schon "bald" möchte SCO den "HipCheck"-Service anbieten. Damit sollen sich Windows- und Unix-Server von einem Palm Treo aus steuern lassen. Auch der Zugriff auf Windows-Vista-Clients soll mit HipCheck möglich sein.

Zum schwebenden Verfahren gegen IBM hat sich McBride nicht geäußert. Immerhin erwartet er, dass man sich in einem halben Jahr vor Gericht sehen werde. Das ganze hat SCO bereits 50 Millionen Dollar gekostet, gab der CEO unumwunden zu: "Aber unser Tag wird noch kommen - vor den Geschworenen!" (rw)

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