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Mehr gezielte Attacken

Security-Prognosen von Avast für 2018

Andreas Th. Fischer ist freier Journalist in München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Der Sicherheitsanbieter Avast hat einen umfangreichen Sicherheitsreport veröffentlicht, in dem er die wichtigsten Security-Gefahren für Unternehmen in diesem Jahr beschreibt.

Auch Kriminelle haben maschinelles Lernen und künstliche Intelligenzen (KIs) für sich entdeckt, warnt Avast in seinem Sicherheitsreport für 2018. Der Sicherheitsanbieter geht davon aus, dass in diesem Jahr verstärkt eine Kombination aus neuen und traditionellen Sicherheitsbedrohungen auftreten wird. Darüber hinaus rechnet Avast mit weiteren Massenattacken, Erpresser-Trojanern, vermehrten Angriffen auf das Internet der Dinge, neuer Krypto-Mining-Malware, Attacken auf Blockchain-Dienstleistungen, ausgefeilteren Supply-Chain-Attacken sowie einer Zunahme bei der so genannten dateilosen Malware.

"Cyber-Kriminelle können jetzt auch maschinelle Lerntechnologien nutzen, um die ebenfalls auf selbstlernender Software basierenden Algorithmen der Sicherheitsfirmen zu überlisten." Ondrej Vlcek, CTO & EVP bei Avast
"Cyber-Kriminelle können jetzt auch maschinelle Lerntechnologien nutzen, um die ebenfalls auf selbstlernender Software basierenden Algorithmen der Sicherheitsfirmen zu überlisten." Ondrej Vlcek, CTO & EVP bei Avast
Foto: Avast

"Die wachsende Anzahl von Open-Source-Frameworks für maschinelles Lernen, in Verbindung mit sinkenden Preisen für leistungsstarke Hardware, eröffnen Cyber-Kriminellen neue Möglichkeiten", kommentiert Ondrej Vlcek, CTO & EVP bei Avast. Die Angreifer nutzen nach seinen Angaben nun auch maschinelle Lerntechnologien, um die ebenfalls auf selbstlernender Software basierenden Algorithmen der Sicherheitsfirmen zu überlisten.

"Wir gehen davon aus, dass Internet-Kriminelle künstliche Intelligenz so einsetzen werden, dass sie damit nicht nur Malware-Attacken, sondern auch ausgeklügelte Phishing-Kampagnen durchführen können", so Vlcek. Insgesamt stünden ihnen dafür mehr als 15 frei verfügbare Frameworks zur Verfügung.

Wie das Unternehmen in seinem Report schreibt, gab es bereits mehrere Attacken, bei denen maschinelles Lernen eingesetzt wurde. So sei von SecureWorks ein ausgefeilter Spear-Phishing-Angriff im Nahen Osten entdeckt worden, bei dem ein Chatbot zur Kommunikation mit verschiedenen Opfern via Social-Media-Seiten eingesetzt wurde. In einem anderen Fall sei eine KI genutzt worden, um Phishing-Tweets zu erstellen.

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