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28.07.2017 - 

Kombinierte Soft- und Hardware zum Schutz des Alleinarbeiters

Sicherheit auf Knopfdruck

Freier Journalist und Marketing Consultant bei der Sprengel und Partner GmbH aus Nisterau im Westerwald 
Überfälle, Einbrüche oder spontane Gewalttaten: Ob im Job, in der Freizeit oder im ganz normalen Alltag; Wir alle sind häufig situationsbedingten Gefahren ausgesetzt. Doch wie schützt man sich wirksam dagegen?

Achtsam sein allein reicht nicht immer aus, um sich wirksam abzusichern. Vor allem Menschen, die alleine unterwegs sind, oder Alleinarbeiter zum Beispiel an Tankstellen etc. sind im Ernstfall auf schnelle Hilfe angewiesen. Das Westerwälder Unternehmen VDQ Business Solutions hat daher ein Stück Sicherheit zum Mitnehmen und auf Knopfdruck entwickelt - und das in einer ungewöhnlichen Kombination von Hard- und Software.

Lebensretter in Knopfform

Die Idee ist eigentlich einfach: Der SOS-Notruf-Button ist ein kleiner Knopf, etwa so groß wie eine Ein-Euro-Münze. Er kann an der Kleidung angebracht oder am Arbeitsplatz generell integriert werden. Die zugehörige App kann auf fast jedem beliebigen Android-Smartphone installiert werden. Mit ihr lässt sich der Button über das Smartphone konfigurieren. Je nach Situation und Einstellung kann der Benutzer über den Knopf einen Alarm auslösen, der direkt vom Handy aus gesendet wird. Der Knopf ist also eine Art unauffälliger Fernzünder für die Notruffunktion der App. Da der zu informierende Kontakt sowie die Art der Kontaktaufnahme völlig frei definiert werden können, ist diese Kombination sehr flexibel einsetzbar.

Der SOS-Notruf-Button von VDQ kann auch dem Waldarbeiter das Leben retten.
Der SOS-Notruf-Button von VDQ kann auch dem Waldarbeiter das Leben retten.
Foto: I T A L O - shutterstock.com

Das Software-Unternehmen VDQ hat bereits einige Erfahrung in der Entwicklung professioneller Apps. Im eigenen App-Store vertreibt VDQ Software, die auf Wunsch auch gleich zusammen mit der passenden Hardware erworben werden kann. Die Zielgruppe dieser Lösungen sind vorwiegend Firmen, die zum Beispiel in den Bereichen Flottenmanagement, Personen- und Objektschutz, Logistik oder Facility-Management tätig sind.

Vom Wachmann zum Altenpfleger

Auch der SOS-Notruf-Button war zunächst für diese Zielgruppen gedacht. Mitarbeiter von Wach- oder Sicherheitsdiensten können den unscheinbaren Knopf nutzen, um während eines Rundganges schnell und unkompliziert eine Sprachverbindung zur Leitstelle ihres Unternehmens aufzubauen. Die Verbindung wird direkt über die Freisprechfunktion gestartet, so können die Kollegen unmittelbar in eine Situation hineinhören.

Eine weitere Möglichkeit für den professionellen Einsatz ist, den Button nicht mit einem Smartphone, sondern mit einer fest installierten Box zu koppeln. Diese kann zum Beispiel in den einzelnen Räumen eines Pflegeheimes angebracht werden. Löst ein Gast oder ein Patient den Alarm über seinen Knopf aus, sehen die Pfleger in der Leitstelle des Heimes sofort, über welche Box der Alarm aufgenommen und weitegeleitet wurde. So lässt sich der Notfall blitzschnell lokalisieren. Diese Lösung wird zum Beispiel auch in großen Einkaufszentren genutzt. Die Mitarbeiter einzelner Geschäfte sind dann mit den SOS-Notruf-Buttons ausgerüstet. Kommen Sie in eine bedrohliche Situation, lösen sie den Alarm aus. Der Sicherheitsdienst sieht sofort, wo der Alarm ausgelöst wurde und kann eingreifen.

Einsatz auch im privaten Bereich sinnvoll

Der unscheinbare Knopf lässt sich zum Beispiel mit einer Klammer, einem Magneten oder einer Nadel an der Kleidung befestigen und hat nur eine einzige Schaltfläche. Je nachdem, wie häufig diese betätigt wird, löst sie verschiedene Alarmtypen aus. Bei der Koppelung mit einem Smartphone gehören dazu zum Beispiel der bereits erwähnte Sprachanruf mit Freisprechfunktion oder das Versenden eines vorher definierten SMS-Textes inklusive GPS-Standortdaten an beliebig viele Kontakte.

Diese flexiblen Einsatzmöglichkeiten machen den SOS-Notruf-Button auch für den privaten Bereich interessant. Er ist als privater Ersatz für Notrufarmbänder, wie sie gerne von Pflegediensten eingesetzt werden, denkbar, kann ebenso von Joggern und Radfahrern verwendet werden und für junge Menschen den Heimweg von der Disco sicherer machen. VDQ hat sich daher entschieden, diese Lösung auch für Privatpersonen verfügbar zu machen. In der privaten Variante kommt bisher ausschließlich die Koppelung mit einem Android-Smartphone in Frage. VDQ plant aber bereits, das System weiterzuentwickeln. (rw)