Denkanstöße für standfeste Offliner

Sieben Tipps gegen E-Commerce

16.07.2012
Scheinbar unaufhaltsam verbreitet sich das E-Commerce Virus. Während rührige Elektromarkt-Betreiber mühevoll in Sachen "Beratungsqualität und Servicekultur Standards setzen" (O-Ton Saturn), wandern die Kunden wegen ein paar lausigen Euro Preisersparnis in Scharen ins Internet. Und auch die Innenstädte bekommen die Folgen des E-Commerce-Booms zu spüren: Handelsmarken, die sich mit Kräften seit Jahrzehnten darum bemühen, ihren Kunden einen gleichbleibenden Service zu bieten, wird unbarmherzig die Kalte Schulter gezeigt. Dass viele alteingesessene Händler inzwischen die Last auf sich nehmen, den Konsumenten mit wohltuend-sachlichen Info-Seiten zu Facebook und ins WWW zu folgen, wird von den Kunden auch nicht honoriert. Stattdessen vertrauen sie ihr Geld lieber Amazon, Zalando und Co. an - allesamt Online-Jungspunde ohne erprobtes Geschäftsmodell.
"Stop E-Commerce" - ob es so einfach ist?
"Stop E-Commerce" - ob es so einfach ist?

Scheinbar unaufhaltsam verbreitet sich das E-Commerce Virus. Während rührige Elektromarkt-Betreiber mühevoll in Sachen "Beratungsqualität und Servicekultur Standards setzen" (O-Ton Saturn), wandern die Kunden wegen ein paar lausigen Euro Preisersparnis in Scharen ins Internet. Und auch die Innenstädte bekommen die Folgen des E-Commerce-Booms zu spüren: Handelsmarken, die sich mit Kräften seit Jahrzehnten darum bemühen, ihren Kunden einen gleichbleibenden Service zu bieten, wird unbarmherzig die Kalte Schulter gezeigt. Dass viele alteingesessene Händler inzwischen die Last auf sich nehmen, den Konsumenten mit wohltuend-sachlichen Info-Seiten zu Facebook und ins WWW zu folgen, wird von den Kunden auch nicht honoriert. Stattdessen vertrauen sie ihr Geld lieber Amazon, Zalando und Co. an - allesamt Online-Jungspunde ohne erprobtes Geschäftsmodell.

Für alle überzeugten Offline-Händler, die dieser Klage aus tiefstem Herzen zustimmen, bietet der E-Commerce-Blog Handelskraft nun insgesamt sieben "Tipps gegen E-Commerce":

  1. Keinesfalls mit dem Onlinehandel kooperieren (kein Multichannel!)

  2. Nicht dem Online-Trend hinterherrennen

  3. Verändern Sie nichts an Ihrem Geschäft

  4. Verbieten Sie Kunden die Nutzung von Smartphones im Laden

  5. Unterbieten Sie die Online-Preise

  6. Verraten Sie ja nicht zu viel über sich im Internet

  7. Boykottieren Sie Social Media

Die ausführlichen "Tipps gegen E-Commerce" gibt es hier zu lesen.

Dass hinter den Anti-E-Commerce-Maßnahmen von Handelskraft so etwas wie Ironie stecken könnte, deutet allerdings die Urheberschaft des Blogbeitrags an: Verfasserin Cornelia Greiner ist Marketing-Mitarbeiterin der Jenaer E-Commerce-Agentur dotSource. Der Weblog Handelskraft wird seit 2007 von dem Unternehmen betrieben. dotSource beschäftigt rund 70 Mitarbeiter, erzielte 2011 einen Umsatz von 3,8 Millionen Euro und wird vom Bundesverband Digitale Wirtschaft zu den wichtigsten E-Commerce Agenturen in Deutschland gezählt. Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Shopsysteme Magento und Intershop sowie den Bereich Social Commerce. Zu den Referenzen von dotSource zählen Kunden wie Otto, Plus.de, HSE24 und Jenoptik.

Wer die "Tipps gegen E-Commerce" von Handelskraft als Denkanstoß nutzen will, sollte diese also lieber nicht ganz wörtlich nehmen, sondern sich eher über die Positionierung seines Unternehmens in einer sich wandelnden Handelswelt Gedanken machen. (mh)

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