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Smart Home und Home Control

Smart Home - Aufklärung ist das A und O

Martin Vogel, Director Electronics, Home & Garden, Brand Relations bei eBay in Deutschland, verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Handelsumfeld und in der Elektronikbranche. Seit mehr als zehn Jahren ist der Diplom-Kaufmann für eBay in verschiedenen Positionen tätig. Zuvor war er im Produktmanagement beim Otto E-Commerce-Portal discount24 und bei Media-Saturn beschäftigt. Seine langjährige Erfahrung macht ihn zum Experten für neue Handelskonzepte, E-Commerce und den damit verbundenen Ausbau neuer Absatzwege für Handelsunternehmen und Markenhersteller.
Smart Home und Home Control sind brandaktuelle Themen. Nicht nur für die Endverbraucher, sondern auch für den Handel ein spannender Trend, der großes Potenzial birgt.

Neue Technologien verändern unsere Lebensweise kontinuierlich. Da ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die Innovationen auch unser Zuhause erobern. Die intelligente Vernetzung ausgewählter Haushalts- und Unterhaltungsgeräte über eine zentrale Steuerung ermöglicht es, alle Räume und verbundenen Geräte in den eigenen vier Wänden bequem und direkt über eine Fernbedienung, ein Tablet oder das Smartphone zu bedienen. Eine Entwicklung, die bereits in vielen Haushalten Einzug hält.

Die Möglichkeiten, Heizung, Licht, Jalousien und weitere Geräte über mobile Geräte zu bedienen werden zunehmen.
Die Möglichkeiten, Heizung, Licht, Jalousien und weitere Geräte über mobile Geräte zu bedienen werden zunehmen.
Foto: Stanisic Vladimir - shutterstock.com

Spätestens seit Siri, Cortana und Co. sind darüber hinaus auch intelligente Spracherkennungen und Lautsprecherassistenten jedem ein Begriff. Dabei werden Lautsprecherassistenten auch außerhalb des Smartphones bald einen erheblichen Teil des "Smart Home" ausmachen und sich in unseren Wohnbereichen wiederfinden. Vernetzte Lautsprecher reagieren auf direkte Sprachbefehle, beantworten beispielsweise Fragen zur aktuellen Verkehrslage und können die Technik im vernetzten Zuhause problemlos, zentral und automatisiert steuern. Auch die Marktentwicklung sieht vielversprechend aus: Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkoms können sich bereits 39 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren vorstellen, digitale Sprachassistenten wie Google Home zu nutzen.

Chancen und Hürden für Verbraucher

Das Interesse an Smart-Home-Lösungen wächst bei den Endverbrauchern kontinuierlich. Laut Bitkom sollen bis 2020 circa 1,5 Millionen deutsche Haushalte smarte Lösungen für sich entdeckt haben. Dabei sind die Anwendungsgebiete sehr vielfältig: Von der Sicherung des Hauses, über die Steuerung der Wohnungs- und Haustechnik wie Temperatur oder Beleuchtung bis hin zum Entertainment. Die Smart-Home-Anwendungen versprechen mehr Wohnkomfort, steigern Energieeffizienz und bringen mehr Sicherheit - die Automatisierung vereinfacht den Alltag. Was spricht also gegen die smarten Technologien?

Gründe für eine anfängliche Zurückhaltung sind häufig

  • Wissenslücken bezüglich der unterschiedlichen Lösungen

  • die Angst von der Technik abhängig zu sein

  • Sicherheits- und Datenschutzbedenken.

Anwender befürchten häufig Einschränkungen ihrer Privatsphäre, da sie durch den Einsatz vernetzter Geräte persönliche Daten freigeben und sie sich häufig nicht vorstellen können, wie diese verarbeitet und verschlüsselt werden. Besonders bei Lautsprecherassistenten haben viele Verbraucher die Sorge, sie könnten permanent "belauscht" werden. Dass die vernetzten Lautsprecher jedoch erst auf bestimmte Sprachbefehle und Schlüsselwörter reagieren und Hersteller hohe Standards an Datenschutz und Datensicherheit einhalten, ist vielen nicht bekannt.

Für Händler und Markenhersteller sollte es deshalb die oberste Priorität sein, die Sorgen und Bedenken der Kunden aufzulösen, indem sie mit Fachexpertise und guter Beratung den Käufern zur Seite stehen und ihre Kunden zum Thema aufklären. So macht es beispielsweise wenig Sinn, smarte Produkte unterschiedlicher Anbieter zu installieren, da häufig andere Bedienungsoberflächen als App mitgeliefert werden und die Geräte dann nicht mehr miteinander kompatibel sind.

Vom Trend profitieren

Die Analysefirma Gartner prognostiziert, dass der Umsatz mit Geräten, die sich mit Nutzern unterhalten und als persönliche Assistenten agieren, bis 2020 auf 2,1 Milliarden Dollar steigen wird. Ein Markt mit starkem Wachstumspotential, den auch Händler und Markenhersteller für sich nutzen sollten, indem sie neues Inventar in ihr Produktportfolio aufnehmen.

Wichtig ist dabei nur, dass die Händler den Verbrauchern alle relevanten Informationen und individuelle Lösungen an die Hand geben. Um mit dem eigenen Sortiment nun auch eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen, sollten sie über die verschiedensten Vertriebswege gehen - vom eigenen Online-Shop über das stationäre Geschäft bis hin zu Online-Marktplätzen. Was viele nicht wissen: Verbraucher nutzen zuallererst Marktplätze, um online nach Produkten zu suchen und sich zu informieren. Damit rangieren laut einer Pitney Bowes Umfrage vom August 2016 Marktplätze mit 62 Prozent noch vor Suchmaschinen mit 43 Prozent oder Social Media mit 19 Prozent. Teilweise werden sogar eigens für Smart Home entwickelte Schaufenster angeboten, um die Ware für Käufer gebündelt auf einer zentralen Plattform anzubieten. Es ist also allgemein ratsam, sich im Multichannel-Umfeld breit aufzustellen, um auch die unterschiedlichsten Käufergruppen ansprechen zu können und vom Trend zu profitieren.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen: Smart-Home-Technologien sind auf dem Vormarsch. Nach anfänglicher Skepsis in Sachen Datenschutz wird die erste Zurückhaltung durch den großen Mehrwert an Komfort, Sicherheit und Ressourcenverbrauch wettgemacht. Die smarten Trends sind ein lukrativer Zukunftsmarkt und werden die Wohnbereiche weiter digitalisieren.

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