Pressearbeit bei Beratern und Dienstleistern

So bauen Sie Bekanntheit und Image auf



Renate Oettinger war Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitete als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche waren Wirtschaft, Recht und IT. Zu ihren Kunden zählten neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer. Am 29. Januar 2021 ist Renate Oettinger verstorben.

Auf wessen Seite stehen Sie?

Anders wäre die Situation, wenn Sie einen Artikel zum Thema "Mit welchen (fiesen) Tricks Bankmitar-beiter Kunden Verträge aufschwatzen" verfassen würden. Dieses Manuskript könnten Sie den Redak-teuren der Ratgeberseiten der Illustrierten und Tageszeitungen anbieten. Und es würde mit hoher Wahrscheinlichkeit publiziert, da diese stets auf der Suche nach knackigen Verbrauchertipps sind.

Eventuell könnten Sie sogar die Redakteure von Verbrauchersendungen im Fernsehen für das Thema erwärmen und erreichen, dass Sie als Experte ins Studio eingeladen werden, um die "schmutzigen Tricks" der Banken zu entlarven. Vermutlich würden Sie sich hiermit aber einen Bärendienst erweisen, wenn Ihre Kunden Banken sind. Denn welche Bank arbeitet gern mit einem Berater zusammen, der seine Zielkunden öffentlich an den Pranger stellt?

Noch ein Beispiel. Angenommen Sie wären als Steuerberater auf das Thema "Steuerliche Optimierung von Unternehmensbilanzen" spezialisiert. Dann könnten Sie entsprechende Artikel fast allen Fachzeitschriften anbieten – unabhängig davon, in welcher Branche sie zuhause sind. Geringe Chancen hätten Sie aber, solche Artikel in Endverbrauchermedien zu platzieren. Erneut mit einer Ausnahme: Sie stellen das Thema sozusagen auf den Kopf und schildern in Ihrem Artikel, mit welchen "faulen Tricks" sich Unternehmer vor dem Steuerzahlen drücken, während die "armen Endverbraucher" finanziell geschröpft werden.

Einen solchen Artikel könnten Sie gewiss in einigen Tageszeitungen und Illustrierten veröffentlichen. Denn solche "Skandal"-Geschichten kommen bei den meisten Endverbrauchermedien gut an – sprechen sie doch den "Normalbürgern" aus dem Herzen. Ob Sie jedoch mit solchen Artikeln als Steuerberater die Sympathie von Firmen gewinnen würden, daran kann man zweifeln.

Kontakt und Infos: Bernhard Kuntz ist Inhaber der PR- und Marketing-Agentur die PRofilBerater, Darmstadt (www.die-profilberater.de). Er ist u.a. Autor der Bücher "Warum kennt den jeder? - Wie Sie als Berater durch Pressearbeit Ihre Bekanntheit steigern und leichter lukrative Aufträge an Land ziehen" und "Die Katze im Sack verkaufen: Wie Bildung und Beratung mit System vermarkten - offline und online".

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