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Das Weihnachtsgeschäft im Onlineshop

So bereiten Sie sich auf die stressige Zeit vor

Wiljo Krechting ist Manager Public Relations bei der shopware AG
Wer in den letzten Wochen offenen Auges durch den Supermarkt gegangen ist, wird sie unweigerlich gesehen haben: Die ersten Vorboten für Weihnachten, die sich in Form von Schoko-Nikoläusen und Spekulatius präsentieren. Das sollte auch alle Shop-Betreiber wachrütteln.

Die wichtigste Zeit des Jahres steht bevor. Mit den folgenden Tipps gehen Sie gut vorbereitet in die Saison.

Für das Weihnachtsgeschäft sollte der Shop nicht nur über die eigene Website sichtbar sein. Jetzt heißt es, Präsenz auf den einschlägigen Portalen zu zeigen.
Für das Weihnachtsgeschäft sollte der Shop nicht nur über die eigene Website sichtbar sein. Jetzt heißt es, Präsenz auf den einschlägigen Portalen zu zeigen.
Foto: Africa Studio - fotolia.com

Produkte

Identifizieren Sie jetzt Trendartikel und überprüfen Sie, ob Produktbeschreibungen, Texte und Bilder zutreffen und ansprechend sind. Achten Sie dabei auf Kunden­seg­mentierung: Was wünschen sich Trendsetter zu Weih­nachten? Gibt es auch besondere Produkte für Senioren etc.? Zur Recherche kön­nen sehr gut die Social Networks genutzt werden, vor allem Facebook und Pinterest.

Wählen Sie für den Multichannelvertrieb außerdem Produkte aus, die Sie über andere Vertriebskanäle wie zum Beispiel ebay, Amazon oder Rakuten anbieten können.

Wenn möglich, integrieren Sie eine Geschenk-Ratgeber-Funktion, über die zum Beispiel Geschen­ke für bestimmte Zielgrup­pen wie für Ehefrau/Ehe­mann oder Geschäfts­partner vor­geschlagen werden. Nutzen Sie auch hierbei eine Kun­den­seg­men­tierung.

Promotions

Konzipieren Sie jetzt Ihre Weihnachts-SEM-Kampagnen (Keywords, Anzeigen...). Wichtige Keywords für Weihnachten sind Kombi­nationen rund um Gutschein(e), Geschenk(e), Geschenkidee(n).

Beziehen Sie insbesondere die sozialen Medien wie Facebook in Ihre Kampagnen ein. Arbeiten Sie dabei mit klaren Incentives für die jeweiligen Network-Mitglieder. Bereiten Sie sich gegebenenfalls darauf vor, an beliebten Aktionen wie dem Cyber Monday oder dem Schnäppchenfreitag teilzunehmen.

Überlegen Sie, ob zum Beispiel bei besonders hohen Weihnachtsbestellungen ein Goodie, zum Beispiel in Form eines hochwertigen Christbaumschmucks oder einem 1a Weihnachtsmann, bei­gelegt werden kann - oder auch allen Bestellungen eine Grußkarte. Wenn ja, müssen diese Produkte zeitnah bestellt oder gedruckt werden.

Beachten Sie bei allem, was Sie tun, dass über 40 Prozent der Käufer heute über mobile Endgeräte shoppen. Deshalb muss sichergestellt sein, dass der Shop responsive und für mobile Endgeräte optimiert ist.

Prozesse

Optimieren Sie die Zahlarten und das Risiko­management. So lange noch Zeit ist, sollten Sie das Logistik- und Retouren­manage­ment testen. Zu Weihnach­ten muss der Kunden­service einfach klappen. Verschicken Sie Versand­benachrichti­gun­gen an Kunden, denn das Sen­dungstracking ist insbesondere im Weih­nachtsgeschäft wichtig. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Personal für den Versand haben.
Außerdem sollten Sie transparent mit Versandmöglichkeiten, Widerrufsrecht etc. umgehen.
Denken Sie auch über verlängerte Rückgabefristen in der hektischen Vor- und Nachweihnachtszeit nach.

Gleichzeitig muss die Kundenkommunikation in der Weihnachtszeit trotz des vermehr­ten Stresses optimal klappen. Planen Sie deswegen so viele Kundenservice-Kapa­zi­tä­ten ein wie möglich, um im Dialog mit den Kunden angemessene Reaktionen und Reaktions­zeiten gewährleisten zu können.

Falls es eine Kundenbewertungs-Funktion gibt: Fahren Sie jetzt eine Aktion per Mailing und On-Site, um Bewertungen einzuwerben. Das können sie gegebenenfalls mit einem Gewinnspiel oder ähnlichen Verstärkern hinterlegen. Hierzu kann insbesondere auch Facebook genutzt werden. Das Ziel ist, für das Weihnachtsgeschäft möglichst flächendeckend Bewertungen im Shop zu haben.

Technik

Eliminieren Sie Anwendungen in Ihrem Shop, die unnötige Performance kosten. Das Weihnachtsgeschäft ist jetzt das Wichtigste, und unnötig lange Ladezeiten kosten Kunden.
Klären Sie im Vorfeld mit Ihrem Hoster, wo eventuelle Bottlenecks im System sind. Diese gilt es nach der Identifizierung auszuschalten.

Für die komplette Zeit des Weihnachtsgeschäft gilt, keine Live-Änderungen im Shop mehr zu machen. Das Risiko, dass etwas schiefgeht, ist zu groß, und gerade im Weihnachtsgeschäft bedeuten Ausfallzeiten mitunter enormen Umsatzausfall. Für den Fall, dass doch etwas schiefgeht, sollte beim Hoster oder in der hauseigenen Entwicklung ein fester Ansprechpartner bestimmt werden, mit dem man direkt Kontakt aufnehmen kann.

Nutzen sie verfügbare Caches im Shop und achten Sie möglichst vor dem Ansturm darauf, dass diese "warm" sind.

Wenn Sie den Shop schon länger betreiben, kann man Statistiken aus den Vorjahren betrachten, um zu sehen, zu welchen Zeiten im Weihnachtsgeschäft für gewöhnlich Peaks auftauchen. Für diese Zeiten solltet Ihr Euch ganz besonders bereithalten. (bw)