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DVB-T2 HD

So geht Antennenfernsehen in HD

Ines Walke-Chomjakov kümmert sich um alles Wissenswerte zu IT-Peripheriegeräten. Zu ihren Spezialgebieten gehören Drucker und 3D-Druck. Weitere Themenbereiche sind Displays und kommende Technologien wie selbstfahrende Autos.
HD-TV über Antenne verspricht DVB-T2 HD. Was Sie vom Standard haben und darüber wissen müssen, verrät Ihnen der Tipp.

Update, 23. März 2016: DVB-T2 HD wird ab dem 31. Mai in ersten Ballungsräumen verfügbar sein. Der Regelbetrieb ist für Anfang 2017 geplant. Weitere aktuelle Infos zu DVB-T2 HD finden Sie in dieser Nachricht. (UPDATE ENDE)

Ab dem 31. Mai 2016 wird in Deutschland das digitale terrestrische Antennenfernsehen (DVB-T) schrittweise durch den Nachfolger DVB-T2 HD ersetzt. Im Laufe des Jahres 2019 werden die alten DVB-T-Transmitter abgeschaltet. Wir erklären, was Sie vom neuen Standard haben und worauf Sie schon jetzt achten sollten.

Nutzen des neuen Standards: DVB-T2 HD macht hochauflösendes Fernsehen (HDTV) über die Antenne möglich. Im Maximum soll der Standard eine Auflösung von 1080p erreichen. Das entspricht 50 Vollbildern in Full-HD, also mit 1920 x 1080 Bildpunkten. Damit liegt er über der Qualität, die derzeit im frei empfangbaren Fernsehen mit 720p (50 Vollbilder pro Sekunde) oder bei den Privaten mit 1080i (50 Halbbilder pro Sekunde) ausgeliefert wird.

Diese Sender werden DVB-T2 HD zeigen: Bei der Übertragung sind derzeit alle Sendeanstalten im Boot: Neben den Öffentlich-Rechtlichen wie ARD und ZDF wollen auch die Privaten wie die Mediengruppe RTL und ProSiebenSat1 vertreten sein. Dazu kommen noch Verkaufssender und diverse Spartenprogramme. Auch die Regionalprogramme der ARD sollen jedenfalls teilweise über DVB-T2 HD zu empfangen sein. Die konkrete Senderanzahl kann sich von Gebiet zu Gebiet unterscheiden. Das hängt von den Belegungsvorgaben der zuständigen Landesmedienanstalten ab. Maximal ist die Rede von rund 60 Kanälen.

Kosten für DVB-T2 HD:Die öffentlich-rechtlichen Sender bleiben wie bereits bei DVB-T frei empfangbar, da sie ja gebührenfinanziert sind. Bei den Privaten verhält es sich ähnlich wie derzeit schon bei der Übertragung per Kabel, Satellit oder IPTV. Sie werden verschlüsselt angeboten und sollen sich gegen eine Gebühr von etwa vier bis fünf Euro pro Monat freischalten lassen.

Voraussetzungen DVB-T2 HD: Sie müssen in neue Empfangsgeräte investieren, denn die alten Receiver können mit DVB-T2 HD nicht umgehen. Der Grund: Die Zusatzgeräte müssen nicht nur fit für DVB-T2 HD sein, sie müssen auch den Kopierschutz HEVC (High Efficiency Video Coding) beherrschen, mit dem die Inhalte komprimiert sind. Bisherige Antennen lassen sich jedoch weiter benutzen. Auch am Fernseher selbst ändert sich nichts, vorausgesetzt er entspricht den Vorgaben von HD-Ready. Dafür muss er eine Mindestauflösung von 720p oder 1080i liefern.

Logo für den Standard DVB-T2 HD
Logo für den Standard DVB-T2 HD
Foto: Deutsche TV-Plattform

Logo für DVB-T2 HD: Die flächendeckende Markteinführung neuer Geräte soll 2016 starten. Startschuss ist die Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli 2016 in Frankreich. Doch bereits ab dem Herbst 2015 sind erste Receiver (Set-Top-Boxen) mit dem neuen Standard im Handel zu finden. Dabei soll das grüne Logo DVB-T2 HD für Orientierung sorgen. Ist es am Gerät zu sehen, beherrscht dieses den neuen Standard.

Aber Vorsicht: Das Logo bedeutet nur, dass die Mindestanforderungen für DVB-T2 HD erfüllt sind. Hierzu zählt nicht der Kopierschutz HEVC. Achten Sie daher zusätzlich unbedingt darauf, dass Ihre Neuanschaffung mit dem Verfahren umgehen kann, damit Sie alle Sender auch empfangen können. Fit für HEVC sind beispielsweise viele Fernseher mit UHD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) – insbesondere die Gerätegenerationen von 2015, da sie für die ultra-hochauflösenden Bilder mit dem Kompressionsverfahren umgehen müssen.

(PC-Welt/ad)