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Mustersperre vergessen?

So knacken Sie Ihr Handy

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Arne Arnold arbeitet seit über 15 Jahren bei der PC-WELT als Redakteur in den Bereichen Software und Internet. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Sicherheit für Endanwender bei PC und Mobil-Geräten.
Wer das Muster für die Bildschirmsperre seines Handys vergessen hat, muss sein Gerät nicht immer gleich komplett zurücksetzen und dabei alle Daten vernichten. Denn mit den folgenden Tricks hebeln Sie die Mustersperre einfach aus.

Sie haben sich auf Ihrem eigenen Smartphone ausgesperrt? Ab Android 5.0 lässt sich dieses Problem ziemlich einfach lösen. Mit Googles Dienst Android Geräte-Manager (Android Device Manager) können nicht nur verlorene oder gestohlene Androiden aufgespürt oder aus der Ferne gelöscht werden. Auch wenn Sie keinen Zugriff mehr auf ihr eigenes Smartphone haben, hilft der Sicherheitsdienst von Google weiter.

Voraussetzung ist, dass Sie den Android Geräte-Manager auf Ihrem Smartphone auch nutzen und aktiviert haben. Das können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Smartphones überprüfen. Dort finden Sie unter "Geräteadministratoren" den Eintrag "Android Geräte-Manager". Aktivieren Sie diesen Eintrag, falls dies noch nicht bereits geschehen ist.

Fortan können Sie nun von jedem Browser aus auf den Android Geräte-Manager Dienst auf der Google-Seite zugreifen. Dazu loggen Sie sich dort mit dem gleichen Google-Konto ein, welches Sie auch in Verbindung mit Ihrem Smartphone nutzen. Auf der Website des Android Geräte-Managers wird Ihnen nun unter anderem der Standort des Geräts verraten. Das ist praktisch, wenn Sie Ihr Smartphone mal verloren haben und nicht wissen, wo es liegt.

Per Klick auf "Klingeln lassen" macht sich Ihr Smartphone akustisch bemerkbar. Diese Funktion eignet sich dafür, um etwa ein innerhalb der Wohnung verbummeltes Gerät aufzuspüren. Gegen Diebe ist die Klingelfunktion dagegen eher weniger nützlich, denn die Lautstärke des Klingelns kann zwar von ihnen nicht geändert werden, dafür genügt aber ein Betätigen des Einschalt-Knopfes des Geräts, um das Klingeln aus der Ferne sofort zu unterbrechen.

Über "Löschen" können Sie alle (persönlichen) Daten auf dem Smartphone löschen und das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Das lässt sich nicht mehr rückgängig machen!

Die Funktion "Sperren" hilft Ihnen weiter, falls Sie mal beispielsweise die aktuell auf dem Gerät verwendete Mustersperre oder das Passwort vergessen haben. Hier können Sie nämlich einfach ein neues Passwort eingeben. Der aktuelle Sperrbildschirm wird dann durch eine neue Passwortsperre ersetzt. Um die Sperre aufzuheben, müssen Sie auf dem Smartphone nun nur noch das neue Passwort eingeben.

Hinweis: Der folgende Text bezieht sich auf das Umgehen der Mustersperre bei Smartphones mit älteren Android-Versionen (unter 5.0)

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Als Zugangssperre fürs Android-Smartphone ist die Mustersperre sehr beliebt. Der Schutz, den diese Sperre bietet, ist schon recht hoch. Umso ungünstiger ist es, wenn Sie bei Ihrem Smartphone dieses Muster vergessen haben. Was dann natürlich immer funktioniert, ist das Zurücksetzen des Handys auf die Werkseinstellungen. Doch gehen dabei alle Daten und Einstellungen verloren. Damit es bei Ihnen im Notfall nicht so weit kommen muss, liefern wir die beiden besten Tipps zum Knacken der eigenen Handy-Mustersperre. Eine dritte Methode funktioniert sogar nicht nur bei der Mustersperre, sondern auch dann, wenn Sie eine PIN oder ein Passwort vergeben haben oder die Gesichtserkennung eingeschaltet ist.

Übrigens: Viele Nutzer haben die Abfrage der SIM-PIN aktiviert. Es ist die Persönliche Identifikations-Nummer der SIM-Karte. Sie wird bei einem Neustart des Handys fällig. Sollten Sie diese PIN vergessen haben, hilft die PUK (englisch: Personal Unblocking Key) weiter. Sie haben diese Nummer von Ihrem Telefon-Provider bekommen und finden Sie in Ihren Unterlagen. Haben Sie diese nicht zur Hand, helfen manche Provider telefonisch. Diese PIN-Sperre ist aber gänzlich unabhängig von den oben bereits genannten Sperren.

Mustersperre per Gmail-Passwort umgehen

Mit Tricks lässt sich die Mustersperre bei Android umgehen.
Mit Tricks lässt sich die Mustersperre bei Android umgehen.

Die einfachste Methode, die Mustersperre zu umgehen, funktioniert mit dem Passwort für das verwendete Google-Konto. Damit entsperren Sie das Handy ersatzweise zur Mustersperre.

Voraussetzung: Ihr Google-Konto muss auf dem Smartphone eingerichtet sein. Das hat man meist zu beginn der Handy-Nutzung erledigt. Zudem müssen Sie das Passwort für dieses Google-Konto wissen. Haben Sie es vergessen, lässt es sich aber meist am PC über https://accounts.google.com zurücksetzen.

Tipp: Das Zurücksetzen des Google-Passworts geht per Browser besonders einfach, wenn Sie in Ihrem Google-Account eine alternative Mailadresse angegeben haben. Auch das können Sie über https://accounts.google.com erledigen. Es lohnt sich also, eine zweite Adresse vorsorglich einzutragen.

Einige Android-Systeme verlangen zudem, dass das Handy nicht nur per Wlan mit dem Internet verbunden ist, sondern auch über das Mobilfunknetz.

So geht’s: Geben Sie fünf Mal ein falsches Muster ein. Dieses muss immer ein komplettes Muster mit mindestens vier berührten Punkten sein. Dann bietet Android den Befehl „Muster vergessen“ an, über den Sie zur Eingabe Ihrer Google-Mailadresse und dem dazugehörigen Passwort gelangen. Haben Sie den Log-in hinter sich, landen Sie direkt bei den Einstellungen von Android, in denen die Bildschirmsperre nun auf „Streichen“, also einfaches zur Seite Wischen, eingestellt wurde.

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