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Der Markt im Bereich SaaS boomt

Softwareanbieter: Auf in die Cloud – mit Partner

29.10.2018
Anzeige  Mietmodelle lösen das Lizenzgeschäft ab – wer nicht den Anschluss und seine Kunden verlieren möchte, wandelt sich vom Software-Hersteller zum SaaS-Anbieter und geht in die Cloud.

Der Markt für Business-Software ist in Bewegung: Klassische Lizenzprodukte auf Datenträgern, die lokal auf Client-Rechnern installiert werden, wandern langsam in die Nische und werden zunehmend ersetzt durch Software-as-a-Service (SaaS). Hierbei arbeitet die Anwendung beim Softwareanbieter in der Cloud und wird via Internet und Webbrowser von Unternehmen genutzt. Vorreiter dieses Vertriebsmodells war Salesforce mit seinem CRM-System, inzwischen vertreiben alle großen Anbieter wie Microsoft oder Adobe ihre Software-Produkte auch als Aboversion aus der Cloud.

Das SaaS-Geschäft boomt. Mit Software-as-a-Service zum Erfolg.
Das SaaS-Geschäft boomt. Mit Software-as-a-Service zum Erfolg.
Foto: Telekom

Win-Win-Situation für Anwender und Anbieter

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Umstellung auf das SaaS-Modell bringt große Marktchancen mit sich. Softwarehäuser, die diesen Weg einmal eingeschlagen haben, profitieren von diversen Vorteilen. So müssen ausgetestete Versionen lediglich auf den eigenen Cloudservern ausgerollt werden, Prozesse für Versand oder Download entfallen. Anwender verfügen im Vergleich zum Lizenzkauf darüber hinaus stets über aktuelle Software und nutzen Abo-Modelle, die ihnen eine bedarfsgerechte und kostengünstige Nutzung der Software erlauben. Angebote mit geringen monatlichen Abo-Preisen statt hohen Einmalzahlungen erleichtern Interessenten den SaaS-Einstieg. Weiterhin kommen SaaS-Modelle für Unternehmen jeder Größe infrage - für Softwarehäuser ergibt sich so die Chance, ihren Kundenstamm zu erweitern. Regelmäßige Umsatzströme ermöglichen ihnen zudem eine weitaus bessere Kosten- und Gewinnplanung.

Cloud-Eigenbetrieb kann teuer werden

Eigene Cloud-Computing-Ressourcen aufzubauen, ist indes aufwändig und rechnet sich in der Regel nicht. Die Kosten für laufende Administration, Wartung und Pflege, permanentes Release-Management, Patches, Updates und Backups können schnell zu einem teuren und intransparenten Rechenzentrumsbetrieb führen. Hitachi-CTO Jürgen Krebs rechnet es in einem Gastbeitrag auf Cloudcomputing Insider am Beispiel einer Storage-Lösung vor: "Im Vergleich zur Speicherung bei einem externen Cloud-Dienstleister wird die Performance teuer erkauft: Mit 25 bis 35 Cent pro Gigabyte und Monat muss fast das Zehnfache an Kosten kalkuliert werden, sobald man Themen wie Administration, Wartung und Backups in die Rechnung mit einbezieht."

Neben hohen Kosten kommt das Risiko von Ausfällen, Datenverlusten und Datenschutzproblemen hinzu. Nicht zuletzt deshalb empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Cloud-Anbieter, der Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance gewährleistet.

Neue Entwicklungsprozesse für SaaS einziehen

Um sich vom klassischen Lizenzgeschäft zu verabschieden und zum SaaS-Anbieter zu wandeln, sind jedoch fundamentale Änderungen in der Softwareentwicklung nötig. Was gilt es zu beachten? Der DevOps-Ansatz mit agilen Methoden wie XP, Scrum und Agile löst beispielsweise das klassische Wasserfall- oder V-Modell ab, Skriptsprachen wie Javascript ersetzen die gewohnten Programmiersprachen. Statt Versionierung und Release-Management gilt das Prinzip "Continuous Development and Continuous Integration". So wird es möglich, Software kontinuierlich weiterzuentwickeln und auf aktuelle Marktanforderungen flexibel zu reagieren, ohne ein nächstes Release abwarten zu müssen.

Darüber hinaus gilt es für die Softwareanbieter, neue Aspekte der IT-Sicherheit zu beachten. So müssen sie nun Lösungen anbieten für die Authentifizierung im Rahmen des User-Managements und den Schutz vor Datenverlusten bei einer Multi-Tenant-fähigen Public-Cloud-Lösung mit vielen gleichzeitigen Zugriffen. Zudem sind die DSGVO und Grundsätze wie 'Privacy by Design' und 'Privacy by Default' zu beachten.

Cloud-Anbieter auf Herz und Nieren prüfen

Die Public Cloud erlaubt Softwareanbietern, ihren Kunden eine leicht skalierbare und trotzdem kostengünstige Lösung zu liefern. Einige Provider nutzen selbstentwickelte, proprietäre Werkzeuge, andere dagegen setzen auf Open-Source-Software (OSS). Manche Kunden scheuen den so genannte Vendor-Lock-in durch Nicht-Standard-Lösungen. Sie befürchten, dass Prozesse, Konfigurationen und Skripte zu stark an die proprietäre Cloud angepasst sind, sodass der Wechsel zu einem anderen Provider nur mit hohem Anpassungsaufwand möglich ist.

Daher vertrauen sie für den Betrieb ihrer SaaS-Anwendungen den eher aus dem OSS-Umfeld bekannten Tools wie Cloud Foundry, Openshift, Kubernetes oder Docker, deren Einsatz portable Lösungen erlaubt. Deshalb sollten Softwareanbieter den Cloud-Partner und seine Schnittstellen, Datenformate und Applikationslogiken genauestens unter die Lupe nehmen - empfiehlt unter anderem die europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit ENISA.

Gemeinsam noch besser werden: Mit einem Partner in die Cloud.
Gemeinsam noch besser werden: Mit einem Partner in die Cloud.
Foto: Telekom

Partner unterstützt mit Technologie- und Vermarktungs-Know-how

Mithilfe von Partnerprogrammen erfahrener Cloud-Anbieter, die auf proprietäre Werkzeuge verzichten, lässt sich auch für kleine, regionale und mittelgroße Softwarehäuser der Weg in die Cloud leichter bewältigen. Mit SoftwareBoost hat beispielsweise die Telekom kürzlich ein neues Partnerprogramm aufgelegt. Softwarehäuser, die sich dafür qualifizieren, erhalten unter anderem ein Startguthaben von bis zu 250.000 Euro für IaaS- und PaaS-Leistungen aus der OpenSource-basierten Open Telekom Cloud, der Public Cloud der Telekom. Darüber hinaus begleiten Cloud-Experten die Transformation bis zum Start des SaaS-Betriebs und leisten technische und organisatorische Beratung und Unterstützung, unter anderem durch Webex-Konferenzen und Vor-Ort-Termine. Zudem bringt die Telekom ihr Vermarktungs-Know-how ein und unterstützt die Partner etwa durch gemeinsame Auftritte bei Veranstaltungen und Präsentationen. Softwarehäuser mit einem spannenden digitalen Geschäftsmodell können sich für das Partnerprogramm bewerben.

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