Spielregeln für die Pressearbeit

Bernhard Kuntz ist Inhaber der Marketing- und PR-Agentur Die PRofilBerater sowie freier Journalist in Darmstadt.
Ein regelmäßiger Kontakt zur Presse kann ein wichtiges Instrument im Marketingköcher eines Unternehmens sein - vorausgesetzt man beachtet einige Regeln.

Viele Unternehmen betrachten die Pressearbeit als zusätzliches Verkaufsinstrument und sind enttäuscht, wenn nach Erscheinen eines Artikels oder einer Pressemitteilung nicht pausenlos das Telefon klingelt und sich die Aufträge am Fax stapeln. Diese Erwartung ist illusorisch, denn PR verkauft nichts. Pressearbeit hat die Aufgabe die richtigen Botschaften an die Medien zu übermitteln. Daraus resultierende Presseveröffentlichungen können Ihrem Vertrieb aber das Verkaufen erleichtern, indem sie potentiellen Kunden unter anderem vermitteln,

• dass Ihr Unternehmen existiert

• über Produkte und Leistungen informiert

• welche Qualitätsmaßstäbe das Unternehmen ansetzt.

Ein weiterer Irrtum, dem viele Unternehmen aufsitzen: Sie betrachten Presseveröffentlichungen als billigen Anzeigenersatz. Entsprechend sind ihre Pressetexte gestaltet. Sie gleichen Werbebriefen und enthalten so viele Worthülsen, dass die eigentliche Information nicht beim Medium ankommt. Formulierungen wie "innovativ" oder "einzigartig" bringen die meisten Redakteure sehr schnell dazu, die Pressemitteilung in den Papierkorb zu werfen.

Wenn Sie sich der Grenzen der Pressearbeit bewusst sind, kann diese ein wirkungsvolles Werkzeug für Ihr Marketing sein - sofern Sie folgende Tipps beachten:

1. Betrachten Sie die Redakteure der Zeitungen als Kunden. Schließlich wollen Sie ihnen etwas "verkaufen" - Ihren Text, Ihre Neuigkeit. Gehen Sie entsprechend mit ihnen um.

2. Liefern Sie ihnen das, was sie benötigen: Hintergrundinformationen, Einblick in die Firmenpraxis, "knackige" Zitate, Bilder.

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