Test

SSD Corsair P128 CMFSSD-128GBG2D ist Dreifachsieger

06.07.2009
Von  und Martin-Roger Jones
Michael Schmelzle ist seit 1997 Hardware-Redakteur der PC-WELT. Daneben verantwortet der Diplom-Biologe und Buchautor (\u201EPC-Hardware\u201C) Projekte wie die Höllenmaschine und die PC-WELT-PCs.
Rekordverdächtig: Die SSD Corsair "P128 CMFSSD-128GBG2D" räumt gleich drei Auszeichnungen ab. Der PC-Welt-Test der Flash-Festplatte verrät, warum.

Rekordverdächtig: Die SSD Corsair "P128 CMFSSD-128GBG2D" räumt gleich drei Auszeichnungen ab. Der PC-Welt-Test der Flash-Festplatte verrät, warum.

Testbericht

Die Corsair P128 SSD CMFSSD-128GBG2D macht keine halben Sachen: Während sich die SSD-Konkurrenz immer noch ohne Pufferspeicher auf den Markt traut, verbaut Corsair üppige 128 MB Cache. Das macht sich bei der Transferleistung bezahlt. Die Corsair-SSD hebt das Tempo in der Preisklasse bis 300 Euro auf ein neues Leistungsniveau. Insbesondere bei den Praxis-Datenraten von bis zu 95 MB/s konnte das P128-Modell überzeugen. Die Corsair-SSD ist aber nicht nur schnell, sondern auch clever:

Die SSD kann sich selbst regenerieren, wenn Sie sie eine Stunde verschnaufen lassen. Möglich macht das die brandneue Firmware-Version VBM18C1Q, die einen ausgefeilten Algorithmus zur "Auffrischung" der Flash-Zellen mitbringt. Hintergrund: So lange der SSD-Controller Daten in freie Zellen schreiben kann, arbeitet die SSD mit voller Geschwindigkeit. Aber sobald der Controller Daten in bereits beschriebene Flash-Zellen schreibt, muss er zunächst die Daten auslesen. Dadurch verzögert sich der Schreibvorgang.

Dieses Problem verschärft sich, weil der Fragmentierungsgrad von gespeicherten Dateien zunimmt, oder anders ausgedrückt: Die Anzahl der Flashzellen, auf die eine Datei verteilt ist, erhöht sich nach und nach. Deshalb sinkt mit zunehmender Nutzungsdauer vor allem die Schreibleistung einer SSD. Bei der Corsair P128 SSD CMFSSD-128GBG2D etwa sackt die durchschnittliche sequenzielle Schreibrate von knapp 180 MB/s auf rund 110 MB/s ab - die SSD arbeitet also nur noch mit circa 60 Prozent der Ausgangsleistung.

Auf unserer Test-SSD war noch die alte Firmware-Version aufgedruckt.
Auf unserer Test-SSD war noch die alte Firmware-Version aufgedruckt.

Der Auffrischungs-Algorithmus stellt die volle Leistungsfähigkeit der SSD wieder her, indem er die gespeicherten Daten defragmentiert und dem Controller quasi unberührten Speicherplatz zur Verfügung stellt und zuweist. Das geniale an der sprichwörtlichen Frischzellenkur: Sie müssen sich um nichts kümmern. Der Algorithmus startet automatisch, sobald Sie den Computer ausschalten, neu starten und ihn dann eine Stunde im Bereitschaftszustand laufen lassen.

Zur Startseite