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SSD versus HDD

SSD mit starkem Preis-Leistungsverhältnis

16.11.2017
Solid State Drives (SSD) erobern zunehmend den angestammten Platz von klassischen Festplatten (Hard Disk Drives, HDD). HDDs laufen als magnetische Speicher mit aufwändiger Mechanik, SSDs kommen hingegen als Halbleiterspeicher ohne bewegliche Teile mit weniger Platz aus. Ein Vergleich zeigt die Stärken und Schwächen beider Technologien auf.

Die Verkaufszahlen für SSDs nehmen laut dem Marktforschungsinstitut IHS Markit seit Jahren kontinuierlich zu, während der Absatz von HDDs rückläufig ist. Den Analysten zufolge dürften die weltweiten SSD-Verkäufe im kommenden Jahr die Zweihundertmillionen-Grenze überschreiten und bis 2021 auf etwa 350 Millionen anwachsen. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Verkaufszahlen dann in etwa so hoch sein wie die von HDDs. Beide Technologien werden somit auch in den kommenden Jahren den Speichermarkt bestimmen, wenngleich der Aufwärtstrend der SSD vom Abwärtstrend der HDD begleitet sein dürfte.

Zwar bedienen beide Technologien in etwa denselben Markt und haben sehr große Überschneidungen im Anwendungsbereich. Technologisch unterscheiden sie sich jedoch grundlegend. Bei der HDD werden Daten über einen beweglichen, berührungslosen Schreib-/Lesekopf durch Magnetisierung auf eine rotierende Scheibe geschrieben beziehungsweise von ihr gelesen. Die mechanischen Elemente wurden zwar in der Vergangenheit verfeinert und weiterentwickelt, wegen ihrer Empfindlichkeit gegen Stöße, Wärme und Feuchtigkeit haben HDDs aber insbesondere bei mobilen Geräten gewisse Schwächen.

Aktuelle HDDs bestehen aus mehreren Scheiben, wobei die internen Datenträger über Schnittstellen (aktuell meist SATA) mit dem Computer verbunden sind. HDDs, die den Standard SATA III unterstützen, leisten eine Schreib-/Lesegeschwindigkeit von bis zu 550 MB/s und bieten eine permanente Verfügbarkeit. Aufgrund der nicht unbegrenzten Haltbarkeit von Daten eignen sich HDDs nicht als Langzeitspeicher. Gängige Formate für Festplatten sind 2,5 und 3,5 Zoll, es gibt sie zum Einbau wie auch als externe Speicher. Sie bieten eine Speicherkapazität von bis zu 12 Terabyte (TB), die Preise liegen zwischen 30 und 40 Euro je TB bei 3,5 Zoll und zwischen 50 und 60 Euro pro TB bei 2,5 Zoll.

Die Preise nähern sich

Der Preisunterschied zwischen HDDs und SDDs wird häufig als stärkstes Argument für magnetische Festplatten angeführt. Allerdings sinken die SSD-Preise seit Jahren, wodurch diese Technik immer attraktiver wird.

SSDs bieten gute Performance

Ein reiner Preisvergleich wird der Sache aber ohnehin nicht gerecht. SSDs sind die "Shooting Stars" der Speichertechnologie. Sie sind schnell, bieten eine gute Performance, haben ein geringes Volumen und ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Dank ihres kompakten Formats, des niedrigen Stromverbrauchs und ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Stöße eignen sie sich optimal als Ersatz für die Festplatte wie auch für den Einsatz in mobilen Geräten oder als externe Speicher.

SSDs sind elektronische Speichermedien, meist auf Basis von Flash-Chips. Sie haben den Vorteil, dass sie aufgrund des Wegfalls mechanischer Bauteile wie Motoren und Lese-/Schreibkopf robuster gegen Stöße als HDDs sind. Außerdem sind sie weniger temperaturempfindlich als HDDs und sparsamer im Energieverbrauch. Die Zugriffszeiten für zufällige Operationen liegen bei 0,1 ms und weniger. Die IOPS (Input-Output pro Sekunde) der SSD sind damit um ein Vielfaches höher als die der HDD. Auch die Haltbarkeit der Daten liegt, je nach Hersteller, bei bis zu zehn Jahren und somit doppelt so hoch wie in der Regel bei der HDD. Als Langzeitspeicher sind SSDs jedoch damit auch nicht geeignet.

SSDs ersetzen die Festplatte

SSDs gibt es als Einbaumodelle an Stelle der HDDs oder als deren Ergänzung. Außerdem als externe, mobile Speicher, die über USB mit dem Computer verbunden werden. Die Übertragungsgeschwindigkeit hängt bei den Einbauvarianten von den verwendeten Schnittstellen ab. Der de-facto-Standard für SSDs, SATA, leistet in Version I 1,5 GB/s, SATA II 3 GB/s und SATA III 6 GB/s. Zum Einsatz kommt die SATA III-Variante etwa bei der Samsung SSD 850 EVO. Die multifunktionale M.2-Schnittstelle kann Daten sowohl per SATA-Spezifikation (6 GBit/s), als auch über PCIe 3.0 mit vier Lanes (x4) übertragen. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist von dem unterstützen Faktor abhängig. Wird eine M.2-SSD mit dem Computer verbunden, wie beispielsweise die Samsung SSD 960 PRO, kommunizieren SSD und CPU direkt über PCIe 3.0-Interface mit Transferraten von bis zu 3.200 MB/s im Lesemodus. Durch den direkten Transfer zwischen SSDs und CPU auf Basis des NVMe-Protokolls erreichen SSDs wie die Samsung SSD 960 EVO damit einen noch höheren Datendurchsatz als SSDs mit SATA-Schnittstelle. Die Speicherkapazitäten von SSD-Festplatten liegen inzwischen im unteren TB-Bereich. Im vergangenen Jahr stellte Samsung mit 15 TB die weltweit größte SSD-Festplatte im 2,5-Zoll-Format vor.

Portable SSDs sind bis zu 4,9 Mal schneller als externe HDDs

Davon zu unterscheiden sind die inzwischen sehr populären portablen SSDs, die mit bis zu 2 TB (Samsung SSD T5) ebenfalls einen sehr großen Speicherplatz bieten. Sie übertragen Daten über den USB-Standard und erreichen damit Geschwindigkeiten von 540 MB/s (SSD T5) - das ist bis zu 4,9 Mal schneller als viele externe HDDs.

Die Einsatzbereiche von Einbaumodellen und portablen SSDs sind sehr unterschiedlich. Einbaumodelle werden zunehmend standardmäßig in Notebooks und Desktops eingebaut und positionieren sich als Standardspeicher für nahezu alle Anwendungen. Portable SSDs eignen sich aufgrund ihrer geringen Abmessungen und ihrer robusten Bauweise als externe Speicher im mobilen Einsatz von Office-Anwendungen, zum Beispiel bei Selbstständigen oder Mitarbeitern im Außendienst sowie im Consumer-Bereich. Zudem werden sie gerne als Speichererweiterung für kompakte, mobile Geräte verwendet, die aufgrund ihrer Bauart kein Speicherupgrade zulassen.

Fazit

Im Vergleich zwischen HDD und SSD punktet die SSD in vielen Bereichen. Sie hat ihren Siegeszug angetreten und kommt immer stärker in klassischen HDD-Anwendungsbereichen zum Einsatz. Das macht sich bereits an den rückläufigen Verkaufszahlen der HDD und dem zunehmenden Absatz von SSDs bemerkbar. Dank des guten Preis-Leistungsverhältnisses gehört ihnen aller Voraussicht nach die Zukunft.

 

Sausage People

Ein schöner Werbetext. Insgesamt wunderbar nichts-sagend.

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