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Die CP-Querschläger - Kolumne

Systemhaus-Club der Milliardäre

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Der CP-Querschläger kommentiert das Wachstum der großen Systemhäuser.

Um die Größten, Schönsten und Teuersten zu beklatschen, war und ist Düsseldorf sicher ein passender Ort. Vielleicht noch München, aber da sind um diese Jahreszeit andere Stars gefragt. Gleich vier Umsatzmilliardäre gab es deutschlandweit zu verzeichnen, und wer in die Top 20 will, braucht unter 200 Millionen Euro erst gar nicht anzutreten.

Der CP-Querschläger kommentiert das Wachstum der großen Systemhäuser.
Der CP-Querschläger kommentiert das Wachstum der großen Systemhäuser.
Foto: Alhovik - shutterstock.com

Bei all den Rekordjagden zur Umsatzumschichtung von On-Premises- zu Cloud-Lösungen scheint die „German Vorsicht“ vergessen. Dabei ist beispielsweise die viel beworbene „German Cloud“ von Microsoft und Telekom bereits PRGeschichte, angeblich wegen zu geringer Nachfrage. Deren Sub-Provider schmieden bereits neue Allianzen mit deutschen oder zumindest europäischen Rechenzentren, wobei auch hier keine absolute Sicherheit garantiert werden kann, denkt man etwa an die Aktivitäten des britischen GCHQ oder den alle demokratische Bedenken ignorierenden Bundestrojaner.

Lesetipp: Channel meets Cloud am 28. Februar 2019 in München

Und während die Milliardäre weiter von der globalen Cloud in der Hand von Google, AWS oder Microsoft schwärmen, sind es vor allem mittelstandsorientierte, herstellerunabhängige Beratungshäuser, denen die weltweiten Zugriffsmöglichkeiten der staatlichen oder wirtschaftlichen Cyber-Kriminellen nicht vollends egal sind.

Liegt da der Unterschied im Geschäftserfolg? Sind hier Hasardeure in Sachen Daten am Werk, ähnlich den Spekulanten am Finanzmarkt? Wie verantwortungsvoll kann die Auslagerung einer ERP-Software in die Cloud sein, wenn ein Tochterunternehmen des deutschen SAP-Konzerns in den USA mit der NSA zusammenarbeitet und der Kontakt zu Geheimdiensten scheinbar zum Geschäftsmodell gehört?

Wie verflochten sind die deutschen Töchter von Vinci, Microsoft, Apple, RSA oder etwa Dell EMC mit deren Regierungen? Wer pusht in Lobbyorganisationen wie Eco oder Bitkom die Themen Cloud und Digitalisierung? Und was passiert mit dem Systemhaus, wenn die Claims abgesteckt sind?

Lesetipp: Das sind die besten Managed Service Provider 2018

Mein Fazit: Die größte Gefahr der Digitalisierung besteht darin, sich von ihr treiben zu lassen. Ohne transparente Kontrolle über die Datenflüsse in der Cloud kann sie zur Gefahr für Demokratie und Gesellschaft werden.

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Kolumnist „Querschläger“ ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz. Alle Kommentare des CP-"Querschlägers" finden Sie im "Querschläger"-Archiv. (rw)