T-Online-Chef Holtrop legt seine Bezüge offen

20.05.2003
Von amerikanischen Dimensionen sind die deutschen Spitzengehälter noch weit entfernt. Dennoch müssen sich Top-Manager hierzulande in jüngster Zeit immer wieder Selbstbedienungsmentalität vorwerfen lassen. Um der Diskussion um seine Person den Wind aus den Segeln zu nehmen und für Transparenz zu sorgen, hat sich T-Online-Chef Thomas Holtrop entschlossen, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung seine Bezüge offen zu legen. Demnach erhält er ein Jahres-Fixgehalt von 700.000 Euro und einen variablen Anteil, der je nach Erreichen der Ziele bis zu noch einmal 700.000 Euro ausmachen kann. Ferner verfügt er über 2.500 T-Online-Aktien und 235.188 Aktienoptionen, deren Ausübung sich aber erst lohne, wenn das Papier bei einem Kurs von über 10,35 Euro liege. Der Schutz der Daten und der Persönlichkeit sowie Transparenz und Glaubwürdigkeit seien ihm wichtig, so der Chef der Telekom-Tochter. Eine Obergrenze für Top-Gehälter wie von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries vorgeschlagen, lehnt er jedoch als zu bürokratisch ab. „Damit mindern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit", so Holtrop. Ob eine Offenlegung der Manager-Bezüge wie von Teilen der Öffentlichkeit gefordert ausreiche, einer Selbstbedienungsmentalität entgegenzuwirken, ist für ihn zudem fraglich: „Wenn das Fehlverhalten nicht aus dem Inneren des Unternehmens heraus sanktioniert wird, wird die äußere formale Hülle nicht viel ausrichten." (kh)

Von amerikanischen Dimensionen sind die deutschen Spitzengehälter noch weit entfernt. Dennoch müssen sich Top-Manager hierzulande in jüngster Zeit immer wieder Selbstbedienungsmentalität vorwerfen lassen. Um der Diskussion um seine Person den Wind aus den Segeln zu nehmen und für Transparenz zu sorgen, hat sich T-Online-Chef Thomas Holtrop entschlossen, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung seine Bezüge offen zu legen. Demnach erhält er ein Jahres-Fixgehalt von 700.000 Euro und einen variablen Anteil, der je nach Erreichen der Ziele bis zu noch einmal 700.000 Euro ausmachen kann. Ferner verfügt er über 2.500 T-Online-Aktien und 235.188 Aktienoptionen, deren Ausübung sich aber erst lohne, wenn das Papier bei einem Kurs von über 10,35 Euro liege. Der Schutz der Daten und der Persönlichkeit sowie Transparenz und Glaubwürdigkeit seien ihm wichtig, so der Chef der Telekom-Tochter. Eine Obergrenze für Top-Gehälter wie von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries vorgeschlagen, lehnt er jedoch als zu bürokratisch ab. „Damit mindern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit", so Holtrop. Ob eine Offenlegung der Manager-Bezüge wie von Teilen der Öffentlichkeit gefordert ausreiche, einer Selbstbedienungsmentalität entgegenzuwirken, ist für ihn zudem fraglich: „Wenn das Fehlverhalten nicht aus dem Inneren des Unternehmens heraus sanktioniert wird, wird die äußere formale Hülle nicht viel ausrichten." (kh)