Monitor-Einfuhrzölle auf der Kippe

Taiwans WTO-Sieg über die EU

12.07.2010
Taiwans LCD-Panel- und Handy-Hersteller können sich laut "Digitimes" die Hände reiben. Denn aufgrund eines WTO-Urteils muss die EU Einfuhrzölle auf TV-fähige Monitore Handys wieder aufheben.

Taiwans Hersteller großer LCD-Panels und von TV-fähigen Handys können sich laut "Digitimes" die Hände reiben. Denn aufgrund eines WTO-Urteils muss die EU Einfuhrzölle auf TV-fähige Monitore Handys wieder aufheben.

Sollte das wirklich der Fall sein, könnte es um die Zukunft mancher Assemblierungswerke in Europa schlecht bestellt sein. Denn viele Panel- und Display-Hersteller aus Fernost sahen sich nach Einführung der Importzölle gezwungen, in Europa Fabriken zu errichten, um die Zölle zu umgehen. AUO und Chinas Monitorriese TPV haben im Frühjahr 2010 gerade erst ein neues TV- und Monitor-Assemblierungswerk in Polen angekündigt. Auswirkungen auf die Preise wird eine Rücknahme der Einfuhrzölle in der EU natürlich auch haben.

Das von der Europäischen Gemeinschaft mit der WTO 1996 getroffene Information Technology Agreement (ITA) verbietet eigentlich Einfuhrzölle auf IT-Produkte.

2004 hat die EU aber beschlossen, 14 Prozent Einfuhrzoll auf LCD-Panels ab 19 Zoll Bilddiagonale wieder einzuführen, sofern diese über eine HDMI- oder DVI-Schnittstelle beziehungsweise über eine Set-top-Box verfügen.

Aufgrund der neuen WTO-Bewertungsgrundlagen muss die EU voraussichtlich die 14 Prozent auf besagte Bildschirme mit DVI-Port abschaffen, ebenso wie die vorher eingeführten Tarife auf Handys und GPS-Produkte mit TV-Funktion, freut man sich in Taiwan, Sitz vieler Auftragsfertiger mit Foxconn als größtem davon.

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