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Glasfaser auf dem Land

Telekom kündigt Ausbaupläne für Nordsachsen an

Peter Marwan lotet kontinuierlich aus, welche Chancen neue Technologien in den Bereichen IT-Security, Cloud, Netzwerk und Rechenzentren dem ITK-Channel bieten. Themen rund um Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen bei der Nutzung der neuen Angebote durch Reseller oder Kunden greift er ebenfalls gerne auf. Da durch die Entwicklung der vergangenen Jahre lukrative Nischen für europäische Anbieter entstanden sind, die im IT-Channel noch wenig bekannt sind, gilt ihnen ein besonderes Augenmerk.
Über 43.000 Haushalte und Unternehmen in Nordsachsen können einen Glasfaseranschluss der Deutschen Telekom mit bis zu 1 GBit/s bekommen.

Landrat Kai Emanuel hat der Deutschen Telekom den Zuschlag für den Breitbandausbau im Landkreis Nordsachsen erteilt. Sie erwirbt damit die Konzession, den Ausbau in allen sechs Projektgebieten zu realisieren und wird im zweiten Halbjahr 2018 mit dem Ausbau beginnen.

Im Zuge des Ausbaus wird die Telekom fast 900 km Glasfaser verlegen. Dabei kommt auch das Trenching-Verfahren zum Einsatz. Dafür müssen Straßen und Wege nicht komplett aufgegraben werden. Es spart so Zeit, ist günstiger und reduziert Belastungen für die Anwohner.

Die Deutsche Telekom hat den Zuschlag für den Glasfaserausbau im Landkreis Nordsachsen erhalten.
Die Deutsche Telekom hat den Zuschlag für den Glasfaserausbau im Landkreis Nordsachsen erhalten.
Foto: Deutsche Telekom

Der Ausbau ist voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen. Dann können im Landkreis Nordsachsen über 43.000 Haushalte und Unternehmen in 28 Kommunen FTTH-Anschlüsse der Telekom mit bis zu 1 GBit/s beim Download und bis zu 500 MBit/s beim Upload nutzen. "Der flächendeckende Zugang zum schnellen Internet ist Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines attraktiven ländlichen Raumes", so Landrat Kai Emanuel.

Vorgehen der Telekom beim FTTH-Ausbau

Damit der Ausbau des Glasfasernetzes im Landkreis funktioniert, ruft die Telekom Immobilieneigentümer zur Mitwirkung auf. Sie müssen den erforderlichen Umbauarbeiten am und im Haus im Ausbaugebiet ausdrücklich schriftlich zustimmen. Bei FTTH (Fiber-to-the-Home) wird die Leitung bis in die Wohnung oder Geschäftsräume der potenziellen Nutzer verlegt. Daher sind im Gegensatz zu Fiber-to-the-Building (FTTB), wo die schnelle Glasfaserleitung im Keller endet, auch Arbeiten im Gebäude notwendig.

Lesetipp: Landkreise fordern Glasfaser-Breitbandausbau bis ins Haus

Die Hausbesitzer im Ausbaugebiet werden daher in den nächsten Wochen und Monaten angeschrieben und darüber informiert, wie sie ihre Immobilie ans Glasfasernetz anschließen lassen können. Damit mit der Planung für die aufwändigen Arbeiten erstellt werden kann, sind dabei bestimmte Fristen zu beachten.

FTTH-Ausbau im Vogtlandkreis begonnen

Mit dem Ausbau begonnen wird bereits im Vogtlandkreis. Dort sind die Planungen für rund 550 Kilometer Glasfaser und mehr als 350 Verteiler abgeschlossen. Über 23.000 Haushalte und Firmen in 13 Gewerbegebieten können dort ab Anfang 2020 mit den höheren Bandbreiten rechnen.

Im Vogtlandkreis erschließt die Telekom zwei Ausbaugebiete. Eines umfasst neben der Stadt Plauen die nördlich und östlich davon gelegenen Kommunen, darunter Auerbach, Elsterberg, Falkenstein, Heinsdorfergrund, Neustadt im Vogtland, Reichenbach und Rosenbach. Das zweite erstreckt sich nach Süden in Richtung der tschechischen Grenze und deckt unter anderem Oelsnitz, Mühlental, Schöneck, Markneukirchen, Klingenthal und Muldenhammer ab.

Lesetipp: Woran es beim Breitbandausbau in Deutschland hapert

Im Frühjahr hatte die Telekom mit einem Pilotprojekt in Bad Staffelstein in Franken das Vorgehen beim FTTH-Ausbau in Gemeinden erprobt. Dabei wurde die Ausbauzusage an eine sogenannte "Vorvermarktungsquote" von 30 Prozent der Haushalte geknüpft. Die wurde auch fristgerecht erreicht. Derzeit werden die Baumaßnahmen konkret vorbereitet und die einzelnen Hausanschlüsse geplant. Der Glasfaserausbau in Bad Staffelstein soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Auch in der fränkischen Gemeinde setzt die Telekom zum Großteil auf das Trenching-Verfahren. Ob sie das tun kann, hängt jeweils von den zuständigen Bauaufsichtsbehörden ab.