Mobilfunk

Telekom verbessert LTE-Versorgung für 760.000 Haushalte

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Mit über 500 LTE-Standorten verbessert die Telekom die LTE-Versorgung für mehr als 760.000 Haushalte.

Über 760.000 Haushalte in Deutschland dürfen sich ab sofort über eine bessere LTE-Versorgung freuen. Das kündigt die Telekom am Mittwoch an. Erreicht wird dies dadurch, dass bei etwa 500 Mobilfunk-Standorten entlang der deutschen Außengrenze die bisherige vorgeschriebene "Leistungsbremse" abgeschaltet wurde.

Vodafone hatte bereits Ende Oktober gemeldet, dass es seine Mobilfunk-Standorte entsprechend beschleunigt hatte. Dabei sei auch gleich das bisher "größte LTE-Funkloch Deutschlands" geschlossen worden. Die in der Vergangenheit geltenden rechtlichen Regeln verhinderten den LTE-Ausbau in den Grenzregionen. Das Potenzial der LTE-Antennen durfte nicht voll ausgeschöpft werden, um zu vermeiden, dass deutsche Mobilfunknetze die ausländischen Netze stören. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und die Bundesnetzagentur hatten diese Einschränkung abgeschafft. Dadurch dürfen Vodafone, Telekom & Co. neue LTE-Stationen aktivieren und die Leistung der bestehenden LTE-Stationen erhöhen.

Laut Angaben der Telekom arbeiten nun alle Mobilfunk-Standorte an der deutschen Außengrenze mit den gleichen Leistungsparametern wie an allen anderen Standorten. Die Kunden haben dadurch sowohl einen verbesserten LTE-Empfang als auch eine deutlich höhere Geschwindigkeit bei der mobilen Internet-Nutzung.

"Von dieser Maßnahme profitieren mehr als 760.000 Haushalte. In den vergangenen Jahren war es in etwa so, als würde man mit angezogener Handbremse fahren. Das ist nun endlich vorbei. Dies ist jedoch nur der erste Schritt. Wir werden in den nächsten Monaten die LTE-Versorgung entlang der Grenzen noch weiter verbessern", verspricht Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie bei Telekom Deutschland.

Konkret wirkt sich die Änderung wie folgt in den einzelnen Bundesländern aus:

  • Baden-Württemberg: 90.000 Haushalte

  • Bayern: 50.000 Haushalte

  • Brandenburg: 39.000 Haushalte

  • Mecklenburg-Vorpommern: 82.000 Haushalte

  • Niedersachsen: 88.000 Haushalte

  • Nordrhein-Westfalen: 92.000 Haushalte

  • Rheinland-Pfalz: 61.000 Haushalte

  • Saarland: 33.000 Haushalte

  • Sachsen: 69.000 Haushalte

  • Schleswig-Holstein: 160.000 Haushalte

Über 285.000 Haushalte sollen noch LTE erhalten

In der Mitteilung erklärt die Telekom auch, dass es an der deutschen Außengrenze weiterhin etwa 260 Standorte gibt, in denen kein LTE-Empfang möglich ist. Alle diese Standorte sollten in den nächsten Monaten ebenfalls mit LTE versorgt werden. Außerdem seien auch weitere Mobilfunkstandorte geplant, wodurch über 285.000 zusätzliche Haushalte den Zugang zum LTE-Netz der Telekom erhalten werden.

Bereits seit Sommer bietet die Telekom ihren Kunden unterbrechungsfreie Telefonate innerhalb der Netze der Telekom-Landesgesellschaften an den Grenzen zu Polen, den Niederlanden, Tschechien und Österreich an. Zu diesem Thema laufen derzeit auch noch Gespräche mit Anbietern aus anderen angrenzenden Ländern.

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