Günstige und sparsame Server-CPUs

Test - AMD Opteron 4122, 4162 EE und 4170 HE

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.

Sparsam durch C1e und Cool Speed

AMD stuft seine Opteron-4100-Prozessoren mit einer ACP von 32, 50 und 75 Watt ein. Die bisherigen Hexa-Core-Modelle der Opteron-2400-Serie bietet AMD mit 40, 55, 75 und 105 Watt ACP an. Statt dem von Intel verwendeten TDP (Thermal Design Power), einem theoretischen Maximalwert, bei dem alle Transistoren der CPU gleichzeitig schalten, verwendet AMD bei der Energieeinstufung den ACP-Wert (Average CPU Power). Hier handelt es sich nach Ansicht des Herstellers um einen realistischen Maximalwert. Der ACP liegt jeweils unterhalb des TDP-Wertes, den es weiterhin für Entwickler gibt.

Wie beim Opteron 6100 kommt bei den 4100er Modellen der neue Energiesparmodus C1e zum Einsatz. Sind alle Prozessoren im Idle-Modus (C1-Status) und AMDs Smart Fetch Technologie hat die L1- und L2-Cache-Inhalte in den L3-Cache geladen (Kerne sind dann abgeschalten), dann kann der C1e-Schlafmodus aktiv werden. C1e reduziert vom L3-Cache und vom Speicher-Controller die Taktfrequenz und die HyperTransport-Links können in einen Energiesparmodus LS2 gehen. Zusätzlich werden die DRAM-DLLs ausgeschalten und der Chipsatz kann durch den LS2-Mode der HT-Links ebenfalls seine Energieaufnahme reduzieren. Laut AMD benötigt eine 2-Sockel-Plattform mit zwei Opteron 4164 EE im Leerlauf 63 Watt und bei 100 Prozent Last 133 Watt. Als Vergleich nennt AMD eine vergleichbare Plattform mit zwei Opteron 2419 EE: Hier sind 83 (Leerlauf) und 171 Watt (Last) angegeben.

Neben den bereits bekannten Energiesparmaßnahmen "PowerNow!" zum dynamischen Anpassen der Taktfrequenz und Core-Spannung sowie "Smart Fetch" unterstützt der Opteron 4100 zusätzlich noch die Technologie "Cool Speed". AMDs Cool Speed reduziert die P-States (Betriebszustand mit definierter Taktfrequenz und Core-Spannung), wenn ein Temperaturlimit erreicht wird. Damit wird die Betriebssicherheit erhöht.