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Unified Communications und Collaboration

UCC - mehr Cloud für den Channel

Jan Hickisch ist Vice President Global Solution Management Unify bei Atos Deutschland
Die Zukunft der UCC-Plattformen liegt in der Cloud. Nur dann haben Wissensarbeiter stets die richtigen Werkzeuge zur Hand.
Die Zukunft der UCC-Plattformen liegt in der Cloud. Nur dann haben Wissensarbeiter stets die richtigen Werkzeuge zur Hand.
Die Zukunft der UCC-Plattformen liegt in der Cloud. Nur dann haben Wissensarbeiter stets die richtigen Werkzeuge zur Hand.
Foto: Rawpixel.com - shutterstock.com

Wenn vom vielbeschworenen "Arbeitsplatz der Zukunft" die Rede ist, dann fallen zwangsläufig kurz darauf die Begriffe "Vernetzung" und "Zusammenarbeit", neudeutsch auch "Collaboration". Doch was sind die richtigen Werkzeuge für Unternehmen, um Prozesse und Mitarbeiter in eine Wertschöpfungskette zu integrieren, wie sie der digitale Markt voraussetzt? An dieser Stelle haben sich Unified Communications & Collaboration (UCC)-Plattformen hervorgetan. Und auch hier gilt: Die Zukunft liegt in der Cloud.

Flexibel und persönlich

Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen - und damit ihre IT-Dienstleister - ist es, die steigende Zahl an internen und externen Kommunikationskanälen in sinnvolle und effiziente Bahnen zu lenken. Eine zu große Zersplitterung der Kommunikation bindet Ressourcen der Mitarbeiter und ist eine stete Quelle von Fehlern und Missverständnissen. UCC-Lösungen beugen dem vor: Mit ihren umfangreichen Funktionen ergänzen sie etablierte Messaging-Komponenten wie E-Mail um Echtzeit-Kommunikation.

Digitale Kollaboration ist jedoch viel komplexer als die bloße Kombination von Echtzeit-Kommunikation und bereits vorhandenen Kanälen. Angesichts der Bedeutung von Kommunikation und Kollaboration für die digitale Transformation eines Unternehmens müssen Kollaborationslösungen einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Moderne UCC-Technologie vereint IP-Voice-Funktionen und -Clients, bindet Web-, Audio- und Videokonferenzen ein und unterstützt multimediale sowie mobile Zusammenarbeit. Ersteres gewinnt gerade vor dem Hintergrund der 2018 endenden ISDN-Ära an Bedeutung.

All-IP als Standard

2018 löst bei der Deutschen Telekom "All-IP" die bisherige digitale Standardtechnologie des deutschen Telefonnetzes ab. Für Händler bedeutet das erhöhtes Umsatzpotenzial, denn viele Unternehmen sind aktuell dabei, ihre Kommunikationsinfrastruktur neu zu organisieren und suchen professionelle Unterstützung und kompetente Beratung.

Ratgeber: UCC in 7 Schritten

Cloud-basierte UCC-Lösungen bieten hohe Skalierbarkeit und minimieren den Administrationsaufwand. Durch diesen Bedienkomfort, gekoppelt mit den wachsenden Anforderungen der Kunden nach einer schnellen und individuellen Ansprache, ist UCC aus der Cloud für jede Unternehmensgröße und auch für den öffentlichen Dienst relevant. Wenig verwunderlich also, dass das Marktforschungsunternehmen Marktforschungsunternehmen GMI UCC im Sektor Behörden, Schulen und Gesundheitswesen eine Wachstumsrate von 14,5 Prozent über den Zeitraum 2016 bis 2023 prognostiziert.

Cloud-basierte UCC-Lösungen bieten hohe Skalierbarkeit und minimieren den Administrationsaufwand.
Cloud-basierte UCC-Lösungen bieten hohe Skalierbarkeit und minimieren den Administrationsaufwand.
Foto: Vladgrin - shutterstock.com

Für Fachhändler und Systemhäuser bedeutet die Vielzahl der Branchen und Institutionen mit Interesse an UCC, dass hier vor allem ihre Beratungskompetenz gefragt ist, um die vormals separaten Säulen Telekommunikation und IT erfolgreich in die neue Infrastruktur zu überführen. Die Beratung umfasst dabei sowohl die Wahl der richtigen Lösung als auch deren Integration in das Unternehmensnetzwerk. Denn UCC ist nur als umfassendes Konzept effektiv und zukunftssicher. Dementsprechend kann ganzheitlicher Service und Support die Basis für eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Fachhändler oder Systemhaus sein.

Lesetipp: Moderne UCC-Systeme und die Distribution

Mit den richtigen Kollaborationslösungen lassen sich beispielsweise Übergaben zwischen dem Nacht- und Frühdienst eines Krankenhauses deutlich verkürzen. Patienteninformationen werden in Textkonversationen gebündelt, automatisch mit Datum- und Zeitstempel versehen und zur verbesserten Suche indiziert. Dem diensthabenden Arzt liegen die Informationen synchronisiert vor - langwierige Übergaben über mehrere Medien hinweg entfallen. Auch eine Fernbetreuung ist möglich: Ärzte und Patienten können sich via Sprachanwendung und Videostream austauschen und bei wichtigen Befunden wie Röntgenaufnahmen die Screensharing-Funktion nutzen. Das spart allen Beteiligten Zeit und Kosten.

Querschläger: UCC - wenn man es den braucht

Wechselseitige Integration

Diese Beispiele illustrieren das Potenzial der Kommunikationslösungen für den modernen Arbeitsplatz: Idealerweise als offene Plattform konzipiert, fungiert UCC als Unterbau für lückenlose Zusammenarbeit, im Fachjargon häufig auch als collaborative Platform as a Service (cPaaS) bezeichnet.

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Channel meets Cloud, 28. Februar 2019

Systemhäuser müssen Cloud-fähig werden, um ihren Kunden die passenden Lösungen anzubieten. Auf dem Channel meets Cloud-Kongress am 28. Februar 2019 in München zeigen Service Provider, wie das Cloud- und Managed-Service-Geschäft gelingt.
Rechtsseminar zur DSGVO

Die Cloud-basierten Ökosysteme verfügen über Integrationsmöglichkeiten für branchenspezifische Systeme und Applikationen. Das können wie im oben genannten Beispiel Patientendatenbanken sein oder Informationen aus dem unternehmenseigenen CRM. Diese lassen sich so einbinden, dass Vertriebsmitarbeiter schon auf der UCC-Benutzeroberfläche wichtige Angaben wie Kontaktdaten oder Vertriebsstatus einsehen können. Oder im umgekehrten Fall kann ein Salesforce-Anwender integrierte UCC-Funktionen nutzen, um an Audio- und Videokonferenzen teilzunehmen, ohne die CRM-Oberfläche zu verlassen.

Erste Priorität: (Daten-)Sicherheit

Dieser umfassender Datenaustausch muss einerseits internen Compliance-Richtlinien folgen, andererseits auch strenge juristische Standards wie die EU-DSGVO einhalten. Dafür sorgen moderne Sicherheitstechnologien sowie stets auf die aktuelle Rechtslage abgestimmte Unternehmensprozesse und -richtlinien. Am Anfang steht eine verschlüsselte Datenübertragung. Beim offenen Kommunikationsstandard WebRTC kommt beispielsweise das Verschlüsselungsprotokoll DTLS (Datagram Transport Layer Security)-SRTP (Sicheres Echtzeit-Transportprotokoll) zum Einsatz.

Jeglicher Datentransfer zwischen Anwendern erfolgt über die HTML5-WebSockets-Schnittstelle, deren Verschlüsselung auf https (Hypertext Transfer Protocol Secure)-Basis erfolgt. SIP (Session Initiation Protocol)-Signale werden über die hybriden Verschlüsselungsprotokolle TLS (Transport Layer Security) oder MTLS (Mutual TLS-Authentifizierung) weitergegeben. Falls Nutzerdaten über SIP weitergegeben werden, sind diese mit Security Descriptions for Media Streams für das sichere Echtzeit-Transportprotokoll (SDESC-SRTP) verschlüsselt.

Offenen Lösungen gehört die Zukunft

UCC-Lösungen aus der Cloud sind das Fundament für eine produktive Zusammenarbeit, über Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg. Mit einer offenen cPaaS-Architektur sichern sich Unternehmen eine skalierbare Kommunikationslösung, die gleichzeitig vorhandene Kanäle und Branchenapplikationen integrieren kann. Dank der vergleichsweise geringen Investitionskosten werden immer mehr Unternehmen jeder Größenordnung den Schritt in die Cloud wagen.

Lesetipp: UCC & der Channel

Denn dadurch können sie sich neue, effizientere Workflows erschließen und eine direktere Verbindung mit Partnerunternehmen, Mitarbeitern und Kunden eingehen - Stichwort "digitale Transformation". Fachhändler und IT-Systemhäuser können für Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation der entscheidende Partner sein - mit einer Kombination aus umfassendem IT- und Telekommunikations-Know-how, Verständnis für die Herausforderungen des Kunden und Weitblick. Das macht sie für Unternehmen zum idealen Wegweiser - im UCC-Dickicht sowie bei allen weiteren Projekten rund um die digitale Transformation.