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Moiré-Effekt

Unerwünschte Muster beim Drucken vermeiden

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Bei regelmäßigen Mustern kann es beim Ausdrucken zu unliebsamen optischen Interferenzen kommen. Mit einigen Tricks lassen sich diese Effekte vermindern oder sogar vermeiden.

Ein kariertes Hemd, die Gardine oder ein Zaun, werden regelmäßig gerasterte Motive fotografiert, kann es schon bei der Speicherung des Bildes zu unerwünschten Bildverfälschungen, sogenannten Moiré-Effekten, kommen. Benannt ist dieses Phänomen nach einem Gewebe, das bei unterschiedlichen Blickwinkel eine marmorähnliche Musterung aufweist (französisch moirer: marmorieren).

Sich überlagernde Muster wie hier bei diesem feingestreiften Hemd kann es auf dem Foto und beim Ausdruck zu unerwünschten Moiré-Effekten kommen.
Sich überlagernde Muster wie hier bei diesem feingestreiften Hemd kann es auf dem Foto und beim Ausdruck zu unerwünschten Moiré-Effekten kommen.

Was beim edlen Stoff gewünscht, ist bei Fotografien und Drucken ein Ärgernis. Der Online-Druckerspezialist Printer Care hat einige Informationen zum Moiré-Effekt und Tipps, wie man ihm vorbeugen kann, zusammengestellt.

Der Moiré-Effekt besteht aus einem Raster, das relativ grob erscheint und häufig auf Fotografien oder Ausdrucken zu sehen ist. Dieser Effekt entsteht, wenn sich mehrere Raster überlagern, die relativ fein ausgeführt sind. Es handelt sich um eine Art optische Interferenz, durch die bestimmte Muster entstehen können, die in der Regel recht grob in ihrer Ausführung wirken. Der Moiré-Effekt ist vergleichbar mit einer optischen Täuschung.

Wie und wo der Moiré-Effekt entstehen kann

Prinzipiell entsteht der Moiré-Effekt immer dann, wenn sich zwei Raster überlagern. Es gibt zahlreiche Beispiele hierfür. Fotografen beispielsweise kennen den Effekt, der vor allem dann auftritt, wenn Motive mit einer regelmäßigen Struktur aufgenommen werden sollen. Hier entsteht der Moiré-Effekt als Wechselwirkung zwischen den auf dem Motiv befindlichen Strukturen und der Struktur, die der Bildsensor der Digitalkamera besitzt. Eine Digitalkamera bzw. deren Bildsensor zeichnet einzelne Bildpunkte ebenfalls anhand eines bestimmten Rasters auf. Wird nun ein Motiv mit einem feinen Muster aufgenommen, beispielsweise ein fein gewebter Stoff oder eine Gardine, so beeinträchtigen sich die Raster des Bildsensors in der Kamera und das durch das feine Muster der Gardine entstehende Raster gegenseitig. Außerdem kann der Moiré-Effekt auch beim Ausdrucken von Bildern auftreten. Handelt es sich um ein Ausdrucken des Motivs mit eigenem Raster, das durch besagte Kleidungsstücke oder bestimmte Muster einer Tapete entstehen kann, so kommt es hier ebenfalls zu einer Wechselwirkung eines Rasters mit dem Motiv, das durch die Druckerauflösung selbst bedingt ist. Selbstverständlich erfolgt der Druck eines Motivs ebenfalls in einem Raster, der entsprechenden Auflösung des verwendeten Druckers. Zu einem wahren Chaos durch den Moiré-Effekt kann es wiederum kommen, wenn Bilder ausgedruckt werden sollen, die bereits einen durch die Aufnahme bedingten Moiré-Effekt aufweisen.

Wie sich der unerwünschte Moiré-Effekt vermeiden lässt

Es gibt tatsächlich Möglichkeiten, dem in der Regel unerwünschten Moiré-Effekt zu vermeiden und zwar entweder bei der Aufnahme des Bildes mithilfe der Kamera oder beim Ausdruck des Motivs, sofern vorher im Bild noch kein Moiré-Effekt zu sehen war. Der Effekt kann bei der Aufnahme vermieden werden, wenn die entsprechenden Motive groß genug gedruckt werden und dadurch keine so feinen Rasterüberlagerungen mehr auftreten können. Ist beispielsweise ein Raster in Form eines Gitters auf dem Bild in einer ausreichenden Größe wiedergegeben worden, so kann der Ausdruck durch das feine Druckraster so präzise erfolgen, dass kein Moiré mehr entstehen kann. Andersherum findet ebenfalls keine unerwünschte Rasterüberlagerung und der damit verbundene Moiré-Effekt mehr statt, wenn Motive mit einem Raster (beispielsweise ein Karomuster) so klein abgebildet ist, dass das Muster auf dem Bild nicht mehr erkennbar ist. Eine andere Möglichkeit, dem unerwünschten Effekt entgegenzuwirken, besteht darin, eine Änderung des Kammerwinkels zum Objekt vorzunehmen. Bereits durch eine so einfache Maßnahme kann es zu einer deutlich sichtbaren Schwächung des Effekts kommen. Außerdem ist es möglich, die Kamera leicht zu defokussieren. Eine leichte Bildunschärfe, die sich ansonsten kaum auf das Motiv bzw. die Bildqualität auswirkt, kann ebenfalls zu einer deutlichen Schwächung des Moiré-Effektes beitragen.

Den Moiré-Effekt mit frequenzmoduliertem Raster verhindern

Vom Motiv her heikle Druckvorlagen werden gerne mithilfe des sogenannten frequenzmodulierten Rasters, kurz FM-Rasters, ausgedruckt. Handelt es sich um ein solches FM-Raster, so sind die Abbildungen aus wesentlich kleineren und fein verteilten Bildpunkten aufgebaut. In diesen Verfahren werden die auftretenden Raster willkürlich über die der Ausdrucke der jeweiligen Seite verteilt, wodurch wiederum die Chance einer eventuellen Überlagerung deutlich minimiert werden kann. Kommt es dennoch zu einer Zunahme der Zahl geschwärzter Bildpunkte, so berühren sich diese bei zunehmender Dichte bzw. Flächendeckung gegenseitig und wachsen quasi zusammen. Auf diese Weise entstehen dann relativ ruhige Farbverläufe und Ausdrucke ohne Moiré. Am einfachsten ist es jedoch, bereits bei der Motivwahl die Bildung des Moiré-Effektes zu umgehen, indem sich wiederholende Muster ganz bewusst vermieden werden. Karierte Kleidung beispielsweise stellt eine häufige Ursache dar.