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Gartner Energieeffizienz

Unternehmen halten an Green IT fest

Jan-Bernd Meyer betreute als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" war Meyer zuständig. Inhaltlich betreute er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.

Experton fordert ganzheitliche Öko-Sicht

Wolfgang Schwab, Senior Advisor der Experton Group, fordert von Unternehmen, die Green IT ernsthaft verfolgen, einen ganzheitlichen Ansatz.
Wolfgang Schwab, Senior Advisor der Experton Group, fordert von Unternehmen, die Green IT ernsthaft verfolgen, einen ganzheitlichen Ansatz.

Solch eine ganzheitliche Sicht fordert auch Experton-Analyst Wolfgang Schwab. Er sagt, zukunftsweisend sei die Frage, wie viel Energie in den Geschäftsprozessen durch den richtigen Einsatz von IT gespart werden könne. Schwab weiter: "Sinnvollerweise sollten sich CIOs mit den einzelnen Fachabteilungen auseinandersetzen und versuchen, die Business-Prozesse dahingehend zu optimieren, dass durch den optimalen Einsatz von IT-Lösungen in den einzelnen Geschäftsprozessen möglichst wenig Energie verbraucht wird".

Unternehmen, die Green IT ernst nehmen wollten, kämen an einem ganzheitlichen Ansatz nicht vorbei, sagt der Senior Advisor der Experton Group. Dieser mache nicht Halt bei Energieeffizienzüberlegungen zum Rechenzentrum. Vielmehr schließe er die Bereiche Office-IT und IT-Unterstützung der Geschäftsprozesse mit ein.

Öko-Potenziale

Ähnlich den Untersuchungsergebnissen von Gartner konzediert auch Experton-Mann Schwab, dass IT-Projekte in aller Regel nicht von ökologischen Gesichtpunkten getrieben, sondern aus ökonomischen Gründen befeuert werden. Insbesondere in Krisenzeiten komme aber Green IT eine besondere Stellung zu. Begründung von Schwab: "Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass teilweise massive nachhaltige Einsparungen durch Green-IT-Projekte möglich sind:"

So beziffert der Experton-Analyst beispielsweise das Reduzierungspotenzial der Energiekosten in Rechenzentren auf zehn bis 35 Prozent. Durch den öko-intelligenten IT-Betrieb der Arbeitsplätze (ein Stichwort: Desktop-Virtualisierung) ließen sich 20 bis 50 Prozent der Energiekosten einsparen.

Genug geredet - her mit den Öko-Lösungen

Nicht umsonst schreibt denn auch Gartner-Analyst Mingay den IT-Verantwortlichen ins Stammbuch: Zu deren Aufgaben werde es zunehmend gehören, IT-Techniken so einzusetzen, dass Unternehmen energieeffizient operieren. Sie seien auch für eine Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes verantwortlich. Ein solches Vorhaben dürfe nicht nur das Geschäftsmodell im engeren Sinn betrachten. Vielmehr müssten auch Wertschöpfungsketten sowie eingesetzte Produkte und Dienstleistungen auf ihre die Umwelt beeinflussenden Eigenschaften hin überprüft werden. Bislang habe die Industrie nur viel geredet über solche Konzepte. In den nächsten zwei Jahren sei es an der Zeit, vorzeigbare Lösungen zu präsentieren. (jm)

RZ-Abwärme beheizt Wohngebiet

In Großbritannien gibt es Pläne für ein interessantes Green-IT-Projekt. Im Jahr 2010 soll das Data-Center Telehouse West des RZ-Betreibers Telehouse Europe die in seinem Rechenzentrum anfallende Abwärme nutzen, um damit als Energiequelle für Wohnhäuser in der näheren Umgebung zu fungieren. Ausgedacht hat sich das Konzept der international tätige Technik- und Managementberatungskonzern WSP Group. Dieser steckte hierzu mit der Telehouse Europe die Köpfe zusammen. Die beiden Firmen versprechen vollmundig, das Datenzentrum werde in punkto Nachhaltigkeit und Umweltschutz neue Maßstäbe setzen. So sollen durch das neuartige Konzept nicht nur die CO2-Emmissionen des neunstöckigen Gebäudes um rund 1.100 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Vielmehr würden gleichzeitig rund neun Megawatt an Energie für das umliegende Wohnviertel produziert. Zum Vergleich: Deutsche Kernkraftwerke produzieren bis zu 1.300 Megawatt Energie.

Ganz neu ist die Idee aus Großbritannien zwar nicht. Ähnliche Konzepte gab es bereits in Österreich. Diese wurden aber nicht realisiert.

In der Schweizer Gemeinde Uitikon wiederum nutzt das dortige Rechenzentrum ein ähnliches Energie-Konzept. Mit der Abwärme seiner Server und Switches beheizt es das örtliche Hallenbad.