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Windows 10 wird flotter

Update KB4482887 bringt Performance-Schub

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Microsoft liefert für Windows 10 Version 1809 ein neues Update aus, mit dem dank Retpoline auch die Performance erhöht wird.
Windows 10: Neues kumulatives Update erhöht Build-Nummer.
Windows 10: Neues kumulatives Update erhöht Build-Nummer.
Foto: Microsoft

Für Windows 10 Version 1809 (Windows 10 Oktober 2018 Update) hat Microsoft mit KB4482887 ein neues kumulatives Update zum Download freigegeben. Es wird über Windows Update automatisch an die Nutzer ausgeliefert, kann aber auch über den Microsoft Update-Katalog hier zur manuellen Installation heruntergeladen werden. Je nach verwendeter Variante von Windows 10 (x32, x64 oder ARM64) liegt die Download-Größe bei bis zu 177 Megabyte.

Nur Windows 10 Version 1809 erhält Retpoline-Update

Mit dem Update erhöht sich die Build-Nummer von Windows 10 Version 1809 von 17763.316 auf 17763.348. Interessant ist das Update vor allem deshalb, weil Microsoft mit KB4482877 nun auch "Retpoline" in Windows 10 Version 1809 implementiert. Bisher war nur die Integration in Windows 10 19H1 bekannt, also in der nächsten großen Windows-10-Version, die im Frühjahr 2019 erscheinen wird.

Der Hintergrund zu der von Google entwickelten Retpoline-Technik: Nach Bekanntwerden der beiden Intel-CPU-Lücken Spectre und Meltdown vor über einem Jahr hatten Intel und Microsoft lediglich diverse Microcode-Updates in Windows 10 integriert, um die Nutzer vor den entsprechenden Attacken zu schützen. Dadurch sank die Performance unter Windows 10 allerdings, bei einigen Konfigurationen sogar um bis zu 30 Prozent.

Mit der Retpoline-Technik werden die Auswirkungen des Spectre-Updates auf etwa 1 bis 2 Prozent der Performance reduziert. Bei dieser Technik wird die spekulative Ausführung von Befehlen abgesichert, wozu Software - und eben auch Windows 10 und dessen Kernel - vorher neu kompiliert werden muss.

In einem jetzt aktualisierten Blog-Eintrag erklärt Microsoft, dass man sich dazu entschieden habe, die Retpoline-Technik nach den Tests in den 64-Bit-Vorabversionen von Windows 10 19H1 nun auch für ältere Windows-Versionen bereitzustellen. Grund dafür sei gewesen, dass positive Einflüsse auf die Gesamtperformance von Windows 10 festgestellt worden seien. Allerdings: Für ältere Windows-10-Versionen als Windows 10 Version 1809 wird es ein solches Update nicht geben. Begründet wird dies mit der "Komplexität der Implementierung".

Windows-10-Nutzer erhalten damit einen weiteren Grund, um zu Windows 10 Version 1809 nach dem holprigen Start des Oktober-Updates zu wechseln. Mittlerweile wird dieses Update auch "breit" von Microsoft ausgerollt und wer es über Windows Update angeboten kriegt, sollte es auch installieren.

Weitere Updates mit KB4482887

Die Veröffentlichungsnotizen von KB4482887 fallen auffällig umfangreich aus. Quasi als würde Windows 10 Version 1809 eine kleine Generalüberholung erhalten. Deutet sich da etwa eine Verzögerung von Windows 10 19H1 aufgrund der bestehenden Gaming-Probleme an?

Auf jeden Fall werden mit KB4482877 zahlreiche kleinere und auch größere Bugs behoben. So etwa ein Fehler im Action-Center, der dafür sorgte, dass dieses plötzlich auf der falschen Seite eingeblendet wurde. Ein weiterer, behobener Fehler verhinderte das Öffnen mancher PDFs in Microsoft Edge. Im "SCM" (Server Manager for storage class memory) wurde manchmal ein Medientyp als "unbekannt" angezeigt.

Behoben werden auch zahlreiche Fehler in Verbindung mit Virtualisierung und Remote Desktops. Bei Verwendung von Windows Hello scheiterte manchmal die Verwendung von USB-Kameras, weil deren Erkennung nicht richtig funktionierte. Einen weiteren hartnäckigen Bug hat Microsoft ebenfalls nun behoben: Ein Fehler in der Microsoft Jet Database in Verbindung mit bestimmten Microsoft Access 95 Dateien wurde monatelang als "bekannter Fehler" in Windows 10 bei neuen Updates gelistet. Er wurde nun beseitigt.

Dafür gibt es aber nun einen neuen bekannten Fehler, der in Verbindung mit dem Internet Explorer 11 und damit nur unter Windows 10 Pro auftaucht, wo der IE 11 aus Kompatibilitätsgründen noch mitgeliefert wird. Nach dem Update kann es zu Authentifizierungsproblemen im Internet Explorer 11 kommen. Microsoft empfiehlt bis zur Beseitigung des Bugs die Erstellung eines einzigartigen Nutzerkontos für jeden Nutzer.

Eine ziemlich einfache Lösung empfiehlt Microsoft, falls die Meldung "Fehler 1309" nach dem Update bei der Installation oder Deinstallation von MSI- und MSP-Dateien auftreten sollte: Ignorieren Sie die Fehlermeldung einfach. (PC-WELT)