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Pilot-Projekt startet

Urin lädt Smartphones auf

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Britische Forscher haben eine Methode vorgestellt, mit der Urin zur Erzeugung von Energie genutzt werden kann.
Pipi rein - Strom raus
Pipi rein - Strom raus
Foto: BBC

Britische Forscher des Bristol Robotics Lab haben eine Methode entwickelt, mit der Strom durch Urin erzeugt werden kann. Wie die BBC am Montag berichtet, besteht das Gerät aus Zylindern, in denen sich elektro-aktive Mikroorganismen befinden. Diese ernähren sich über den zugeführten Urin. Bei der Verarbeitung des Urins entstehen quasi als "Abfallprodukt" Elektronen, die dann in Energie umgewandelt werden. Dieser Strom kann dann zum Aufladen eines Smartphones oder für das Erleuchten von Lampen genutzt werden.

Das Verfahren an sich ist nicht neu, denn die Forscher hatten es bereits vor vier Jahren vorgestellt (wir berichteten).Neu ist der Prototyp eines Geräts, welches diese Verfahren verwendet. Demnach können die Mikroorganismen aus etwa zwei Liter Urin etwa 30 bis 40 Milliwatt an Energie erzeugen. Dies reiche, so heißt es, für ein langsames Aufladen eines Smartphones aus. Auf dem Glastonbury Festival (21. - 25. Juni) wollen die Forscher das System in der Praxis testen.

Die Technologie könnte beispielsweise für den Einsatz in Entwicklungsländern als zusätzliche Quelle zur Stromerzeugung interessant sein. Alternativ könnte sie auch zur Beleuchtung von Badezimmern verwendet sein. (PC-Welt)