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USB 4: Das müssen Sie wissen

Birgit Götz hat in den über 30 Jahren bei der PC-WELT überwiegend für die unterschiedlichen Rubriken im Software-Bereich gearbeitet - testend, schreibend, überarbeitend. Heute arbeitet sie für pcwelt.de und betreut hier vor allem das Experten-Netzwerk.
USB 4 wird auf dem Thunderbolt-3-Protokoll basieren und - verglichen mit seinen Vorgängern - schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten, eine bessere Stromversorgung und besseres Datenstrom-Management aufweisen. Ab 2020 soll USB 4 verfügbar sein.

Die USB Promoter Group hat kürzlich die Spezifikationen für USB 4 angekündigt, die eine Reihe von Verbesserungen an USB 3.2 und USB 2 bringen werden. USB 4 basiert auf der Thunderbolt-Architektur, die die Bandbreite der aktuellen USB-Technologie verdoppelt und mehrere Daten- und Anzeigeprotokolle gleichzeitig verarbeiten kann. USB 4 wird aussehen wie USB-C, aber mit Datenübertragungsgeschwindigkeiten, die der Intel Thunderbolt-3-Version von USB-C entsprechen.

Um USB-A-Geräte an USB-C-Ports anzuschließen, verwenden die meisten Leute immer noch Adapter. Dass eine weitere Version von USB verfügbar sein wird, schreckt also erst einmal ab. Das müssen Sie daher über USB 4 wissen.

Welche USB-C-Versionen gibt es?

Es gibt eine Reihe von USB-Typen, jede mit ein paar Namen und Datenübertragungsgeschwindigkeiten:

USB 4 und Thunderbolt-3-Kompatibilität

Intel, der Entwickler und Eigentümer des Thunderbolt 3-Protokolls, hat es der USB Promoter Group zur Verfügung gestellt, damit USB 4 mit Thunderbolt 3-Geräten kompatibel ist. Das ist eine gute Nachricht für die Verbraucher, aber die Hersteller sind nicht verpflichtet, die Thunderbolt-3-Funktionalität in ihre USB-4-Spezifikationen zu integrieren. So könnten Sie am Ende ein USB-4-fähiges Gerät haben, das aber nicht mit Thunderbolt 3 kompatibel ist. Es ist also wichtig, dass Sie die Spezifikationen eines Gerätes vor dem Kauf genau prüfen.

Obwohl die versprochenen 40 Gbit/s Übertragungsgeschwindigkeit auf dem Papier großartig aussehen, wird nicht jedes USB-Gerät in der Lage sein, diese Geschwindigkeit zu erreichen. USB-4-Geräte werden daher möglicherweise ihre Geschwindigkeit senken müssen, um sich an die Hardware, mit der sie verbunden sind, anzupassen. USB 4 wird mit drei Geschwindigkeiten verfügbar sein - 10 Gbps, 20 Gbps und 40 Gbps - und man kann davon ausgehen, dass für kleinere und kostengünstigere Geräte die niedrigeren Übertragungsgeschwindigkeiten gelten.

Intelligente Bandbreitenfreigabe über USB 4

USB-C hat eine Funktion namens "alternativer Modus" eingeführt, die die Eingabe von Displayport und HDMI über einen USB-C-Anschluss ermöglicht. Die derzeitige Technologie ermöglicht jedoch keine effiziente Aufteilung der Ressourcen, wenn Sie Daten und Videos gleichzeitig übertragen - die Bandbreite wird zu jeweils 50 Prozent den beiden Datenströme zugeteilt.

USB 4 weist Video- und Datenströmen je nach Bedarf intelligent Ressourcen zu. Wenn Sie also 4k-Video streamen und gleichzeitig Dateien übertragen, wird die Technologie die Anforderungen so ausgleichen, dass beide Datenströme reibungslos funktionieren.

USB 4 unterstützt die USB-Stromversorgung

Nur bestimmte USB-C-Ports unterstützen USB Power Delivery (USB-PD), was Voraussetzung für das Laden einiger Geräte einschließlich Laptops ist.

USB-4-Geräte und -Ports unterstützen USB-PD standardmäßig mit bis zu 100 Watt, obwohl noch kein Ladegerät annähernd so viel Strom liefern kann.

USB 4 ist zudem rückwärtskompatibel mit USB-3- und -2-Geräten, wobei die Geschwindigkeit dabei auf die älteren Versionen beschränkt ist. Ein externes USB-4-Laufwerk wird keine USB-4-Geschwindigkeit erreichen, wenn es über einen USB-2- oder -3-Port mit einem Gerät verbunden ist.

Wann kommt USB 4?

USB 4 wird wohl noch Ende 2019 vorgestellt, doch wird es sicher noch mindestens ein Jahr dauern, bis es in Geräten verfügbar sein wird.

Dieser Beitrag kommt von unseren englischen Kollegen von techadvisor.co.uk