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USB-Stick verschlüsseln und als Passwort-Manager nutzen - so geht´s

Arne Arnold arbeitet seit über 15 Jahren bei der PC-WELT als Redakteur in den Bereichen Software und Internet. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Sicherheit für Endanwender bei PC und Mobil-Geräten.

USB-Stick mit Rohos Mini Drive verschlüsseln

So geht's: Für die Verschlüsselung gibt es mit Rohos Mini Drive eine hilfreiche Gratis-Software. Nach dem Download starten Sie das Tool und haben bereits die ersten Auswahlmöglichkeiten. Im aktuellen Fall möchten Sie den USB-Stick ganz oder teilweise mit einem Passwort schützen. Deshalb wählen Sie jetzt "USB-Laufwerk verschlüsseln". Im nächsten Fenster sehen Sie Ihren Stick und wissen somit, dass er erfolgreich erkannt wurde. Haben Sie eventuell mehrere Sticks oder USB-Geräte an Ihrem Rechner angeschlossen, kann es passieren, dass die Software das falsche Medium gewählt hat. Überprüfen Sie den Laufwerksbuchstaben über den Windows-Explorer. Mithilfe von "Auswählen" können Sie ganz einfach das Laufwerk ändern.

Passen Sie Ihre Verschlüsselung nun nach Ihren Wünschen an. Unter "Disk Einstellungen…" legen Sie unter anderem fest, wie groß der Bereich sein soll, den Sie verschlüsseln wollen. Auch den Formattyp für diesen Bereich legen Sie dort fest. Sind Sie mit den hier gewählten Einstellungen zufrieden, gehen Sie zum nächsten Schritt über. Jetzt sind Sie am entscheidenden Punkt angelangt. Sie vergeben für den eben ausgewählten Bereich ein Passwort. Denken Sie bitte daran, dass dieses idealerweise nicht zu einfach sein sollte. Sonderzeichen, Großbuchstaben sowie eine gewisse Länge machen das Passwort zusätzlich sicherer. Nach der passenden Wahl klicken Sie auf "Disk erzeugen". Während dieses Vorganges kopiert die Software Rohos Mini Drive die "Rohos mini .exe-Datei" auf Ihren Stick. Wenn Sie in der Folge auf Ihren gesicherten Bereich zugreifen wollen, öffnen Sie diese Exe-Datei und geben das Passwort ein. Dann gelangen Sie zu Ihrem Sicherheitsbereich. Die kopierte Exe-Datei auf dem USB-Stick ermöglicht es, dass Sie den sicheren Bereich auf Ihrem Speichermedium auf jedem Rechner öffnen können, um Ihre gespeicherten Daten zu nutzen.

Die Software Raptor verwandelt einen USB-Stick in einen Sicherheits-Stick für die Windows-Anmeldung. Nur wenn der Stick am PC angeschlossen ist, können Sie sich an Ihrem Konto anmelden.
Die Software Raptor verwandelt einen USB-Stick in einen Sicherheits-Stick für die Windows-Anmeldung. Nur wenn der Stick am PC angeschlossen ist, können Sie sich an Ihrem Konto anmelden.

USB Raptor: Windows-Anmeldung per USB-Stick schützen

Darum geht's: Wer seinen Rechner per USB-Stick sperren möchte, kann auf eine ganze Reihe von Freeware-Programmen zurückgreifen. Perfekt sind sie alle nicht, da sich entweder ihr Schutz leicht aushebeln lässt oder sie sich derart tief in Windows einklinken, dass es schon mal zu Problemen kommen kann. In unserem Test hat sich das Tool USB Raptor als recht zuverlässig erwiesen. Zudem bietet es viele Optionen, etwa eine Alarmfunktion, wenn der zugehörige USB-Stick zusammen mit einem falschen Passwort verwendet wird.

Alternative: Als sehr zuverlässig zeigt sich im Test auch die Software Rohos Logon Key. Diese gibt es zum Ausprobieren in einer leicht eingeschränkten Free-Version. Das Tool ersetzt die Windows-Anmeldung und erlaubt eine Anmeldung an Windows ebenfalls nur, wenn der zugehörige USB-Stick am Rechner steckt. Die kostenpflichtige Version von Rohos Logon Key (25 Euro) bietet mehr Schutz. So lässt sich etwa der Stick selber noch mit einer PIN schützen. Ein Log-in bei Windows gelingt dann nur mit dem Stick und der PIN.

Keepass Portable: Einfacher Passwortmanager für den Stick

Darum geht's: Die portable Version des Passwortmanagers Keepass startet auch von Ihrem USB-Stick. Das Tool ist bei vielen Anwendern sehr beliebt, da es anders als das Programm Lastpass die Log-in-Daten nur in einer Datei, aber nicht in der Cloud speichert. Diese Passwortdatei schützen Sie mit einem Masterpasswort. Bei uns finden Sie auch einen Ratgeber zu Keepass inklusive Videoanleitung .

Sardu: Gründlicher Virenscan mit bootfähigem USB-Stick

Darum geht's: Die Software Sardu verwandelt Ihren USB-Stick in einen bootfähigen Multiscanner gegen PC-Viren. Entpacken Sie die Software in ein beliebiges Verzeichnis und starten Sie sie über Sardu_3.exe. Sie werden zu einer kostenlosen Registrierung aufgefordert. Wenn Sie die erledigt haben, lässt sich das Tool auf einen USB-Stick transferieren.

Das Programm Sardu vereint alle wichtigen Antiviren-Livesysteme und macht damit einen USB-Stick bootfähig. Zunächst müssen Sie sich für Sardu einen kostenlosen Lizenzschlüssel holen.
Das Programm Sardu vereint alle wichtigen Antiviren-Livesysteme und macht damit einen USB-Stick bootfähig. Zunächst müssen Sie sich für Sardu einen kostenlosen Lizenzschlüssel holen.

So geht's: Antiviren-Livesysteme können Sie über den Download-Pfeil hinter einem Systemnamen herunterladen. Setzen Sie dann noch einen Haken vor alle Systemen, die Sie nutzen möchten.

Stecken Sie dann einen USB-Stick mit möglichst viel Speicherplatz an, und wählen Sie in Sardu "USB -> Search for USB". Nun können Sie rechts oben den angesteckten USB-Stick auswählen und darunter über das USB-Stick-Icon die bootfähige Software inklusive der ausgewählten Antiviren-Livesysteme auf den Stick bringen. Wenn Sie nun den PC von Ihrem USB-Stick aus starten möchten, müssen Sie beim Einschalten des PCs eine Bootauswahltaste drücken, meist eine der Funktionstasten. Welche das ist, wird in der Regel beim PC-Start angezeigt.