Converged Infrastructure

VCE, HP, Hitachi und Cisco dominieren den CI-Markt

Bernd Reder ist freier Journalist mit den Schwerpunkten Netzwerke, IT und Telekommunikation in München.

New Kids on the Block: Nutanix und Simplivity

Nutanix zählt zu den zwei amerikanischen Start-ups, die den etablierten Anbietern von Converged-Infrastructure-Produkten Marktanteile abjagen wollen. Das junge Unternehmen packt Rechenleistung und Speicherkapazitäten in eine zentrale Appliance. Damit, so das Unternehmen, sei es nicht notwendig, separate Storage-Arrays einzurichten. Auf jedem Nutanix-Knoten laufen ein Hypervisor und ein virtualisierter Controller, der für die I/O-Prozesse zuständig ist. Speicherressourcen in der Appliance werden über Standardschnittstellen an den Hypervisor angebunden, zu einem Pool zusammengefasst und allen VM zugänglich gemacht. Storage Area Networks (SAN) oder Network-Attached Storage (NAS) seien bei diesem Ansatz überflüssig, so Nutanix. Zudem lassen sich nach Angaben des Herstellers Server- und Speicherkapazitäten erweitern, indem weitere Appliances hinzugefügt werden.

Kommen die Converged-Infrastructure-Appliances von Nutanix zum Einsatz, soll es nach Angaben des Herstellers nicht mehr notwendig sein, separate Storage-Arrays einzurichten.
Kommen die Converged-Infrastructure-Appliances von Nutanix zum Einsatz, soll es nach Angaben des Herstellers nicht mehr notwendig sein, separate Storage-Arrays einzurichten.
Foto: Nutanix

Das Herzstück der Virtual Computing Platform ist ein eigenes File-System, das Nutanix Distributed Filesystem (NDFS). Es verwaltet alle Daten und Meta-Daten und ist das Bindeglied zwischen Speicherressourcen, Server, Controller und Hypervisor. Derzeit bietet Nutanix mit NX-1000 und NX-3000 sowie den Systemen der Reihe NX-6000 und -7000 vier Serien von Appliances an. Beide sind sowohl mit Flash-Speicher (maximal 1,6 TByte) als auch konventionellen Festplatten (bis zu 6 Platten mit 1 oder 4 TByte) ausgestattet. Die Server-Prozessoren stammen von Intel (Xeon E5-26xx). Jede Appliance ist mit zwei CPUs bestückt. Ein typisches Einsatzgebiet von Nutanix sind virtualisierte Desktop-Umgebungen (VDI), etwa auf Basis von XenDesktop. Angeblich lässt sich eine VDI innerhalb von 30 Minuten implementieren und zum Laufen bringen.

Ein Schwachpunkt des Konzepts von Nutanix besteht Vendor Lock-in. Es bedingt eine Bindung an herstellerspezifische Systeme, in diesem Fall an die Appliances. Zu den Vorteilen zählt, dass die Appliances in vorhandene IT-Infrastrukturen integriert werden können, eine hohe Skalierbarkeit bieten und keine Installation eines separaten Storage-Netzes (SAN) erforderlich ist.

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