Verbesserungsvorschlag: Bank muss 550.000 Euro an Mitarbeiter zahlen

20.01.2004
Nach einem Urteil des Arbeitsgerichts in Frankfurt muss ein Bankinstitut seinem Mitarbeiter jetzt 550.000 Euro für einen Verbesserungsvorschlag zahlen. Der Mann hatte ein Software-Programm zur Optimierung der Devisenhandelsgeschäfte erarbeitet.

Nach einem Urteil des Arbeitsgerichts in Frankfurt muss ein Bankinstitut seinem Mitarbeiter jetzt 550.000 Euro für einen Verbesserungsvorschlag zahlen. Der Mann hatte ein Software-Programm zur Optimierung der Devisenhandelsgeschäfte erarbeitet.

Durch seinen Einsatz spart sich die Bank in Zukunft etwa 1,8 Millionen Euro pro Jahr, der Angestellte bekam als Dank aber nur eine Prämie von 500 Euro. Das Gericht hatte vollstes Verständnis für die Empörung des Mitarbeiters und stellte fest: Prämien für derartige Vorschläge dürfen sich an der Höhe des damit verbundenen finanziellen Vorteils für die Firma orientieren (Az.: 6 Ca 5261/03). Der Gruppenleiter bekam - einmalig - 30 Prozent der jährlichen Einsparung zugesprochen. (mf)