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Einfache Zustellung

Verbraucher wünschen sich Briefkästen für Pakete

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Der Boom des Online-Handels bringt Probleme beim Empfang der Pakete mit sich. Darunter leiden sowohl Empfänger, als auch Paketboten. Paketboxen könnten Abhilfe schaffen.

Briefe werden einfach in den Briefkasten geworfen, egal ob der Empfänger gerade zuhause ist, oder nicht. Schön, wenn es mit Paketen genauso einfach wäre. Mittlerweile gibt es schon einige Anbieter, die Paketkästen anbieten, die ähnlich wie Briefkästen funktionieren. Auch DHL hat mit dem "DHL Paketkasten" ein entsprechendes Angebot konzipiert. Allerdings ist der Service nur auf DHL-Sendungen beschränkt. Zudem sind die Boxen derzeit nicht bestellbar. Weitere Nachteile sind der hohe Platzbedarf und die Kosten für die Boxen.

Mit dem „DHL Paketkasten“ hat das Logistikunternehmen DHL ein eigenen „Paketbriefkasten“ konzipiert.
Mit dem „DHL Paketkasten“ hat das Logistikunternehmen DHL ein eigenen „Paketbriefkasten“ konzipiert.
Foto: DHL

Trotzdem wünscht sich laut einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom unter über 1.000 Internet-Nutzern ab 14 Jahren jeder dritte, Pakete über einen privaten Paketkasten empfangen zu können. Bei den Jüngeren im Alter von 14 bis 29 Jahren ist es bereits knapp jeder zweite (47 Prozent), der gerne eine Zustellung mit digitaler Benachrichtigung über eine lieferantenunabhängige, persönliche Paketbox neben dem eigenen Briefkasten nutzen würde. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 37 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 20 Prozent und in der Altersgruppe 65 plus ist es immerhin noch mehr als jeder Fünfte (21 Prozent). "Gerade für Berufstätige sind Paketboxen attraktiv, da sie anders als Postfilialen oder kleine Paket-Shops rund um die Uhr zugänglich sind. Auch für Mehrfamilienhäuser und Unternehmen könnten sich Paketkästen lohnen. Außerdem sparen Paketdienste Zeit und Kosten, wenn der Zusteller nicht vergeblich klingeln muss", meint Bitkom-Expertin Julia Miosga. Dabei bevorzugen die Verbraucher laut Miosga anbieterneutrale Lösungen für alle Paketlieferanten.

Skepsis bei Kofferraumzustellung

Kunden wünschen sich zudem bei der Zustellung vor allem Flexibilität, beispielsweise eine Änderung des Zustellorts noch am Tag der Lieferung. Diesen Service würden drei von zehn Befragten (29 Prozent) gerne nutzen, ähnlich viele Befragte (27 Prozent) haben davon schon einmal Gebrauch gemacht. Auch eine Zustellung am Wunschort, zum Beispiel beim Nachbarn, in der Paketstation oder in einem Ladengeschäft kommt gut an: 68 Prozent haben den Service schon einmal genutzt, weitere 17 Prozent können es sich vorstellen.

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Eher zaghaft stehen die Verbraucher der Zustellung des Pakets in die eigene Wohnung oder in das eigene Haus mittels eines Einmalkennworts oder per Gesichtserkennung des Paketboten gegenüber. Das können sich nur 14 Prozent vorstellen. Auch an der Zustellung des Pakets in den Kofferraum des eigenen Autos mittels Digital-Schlüssel für den Zusteller sind nur 12 Prozent der befragten Online-Käufer interessiert.