IoT-Studie von COMPUTERWOCHE und CIO

Viele Unternehmen sind noch nicht bereit für IoT

Jürgen Mauerer ist Journalist und betreibt ein Redaktionsbüro in München.

IoT-Investitionen steigen in den nächsten Jahren

In 62 Prozent der Unternehmen, die bereits IoT-Projekte umgesetzt haben, kam es in sehr starkem Maße (17 Prozent) oder in starkem Maße (45 Prozent) zu zusätzlichen Investitionen. In sehr starkem Maße investierten vor allem große Unternehmen mit einem IT-Budget über 10 Millionen Euro sowie die Chemie- und Pharma-Industrie und das Produzierende Gewerbe. 28 Prozent erhöhten ihr Budget in kleinerem Maße, während insgesamt nur acht Prozent kaum oder überhaupt nicht zusätzlich finanzielle Mittel für IoT-Projekte bereitstellten.

Das Geld wanderte vor allem in IoT-Hardware wie Sensoren, Aktoren, Gateways, in Cloud Services, Netzwerk-Technologien, Security-Maßnahmen und Analytics-Anwendungen. Ein Drittel der Firmen investierte in neues Personal oder die Weiterbildung der Mitarbeiter.

Da die Relevanz des Internets der Dinge in den nächsten Jahren wächst, rechnet ein Drittel der Unternehmen in den nächsten Jahren mit steigenden oder stark steigenden Investitionen in IoT-Projekte. Sehr stark steigende Investitionen erwarten sechs Prozent der Firmen, stark steigende Investitionen 27 Prozent. Auch hier stehen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und einem IT-Etat über zehn Millionen Euro an der Spitze. Im Branchenvergleich nehmen in den nächsten Jahren vor allem Chemie- und Pharma-Industrie sowie Banken überdurchschnittlich viel Geld in die Hand.

Umsetzung: Eigenentwicklung oder Kooperation mit Partnern?

Do-it-yourself oder Partner? Bei der Umsetzung von IoT-Projekten sind die Optionen gleich verteilt.
Do-it-yourself oder Partner? Bei der Umsetzung von IoT-Projekten sind die Optionen gleich verteilt.

Bei der Umsetzung der IoT-Projekte sind die Optionen gleich verteilt. 51 Prozent der Firmen haben ihre IoT-Lösung eigenständig entwickelt, 49 Prozent gemeinsam mit externen Partnern. Vor allem Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und einem IT-Etat von mehr als 10 Millionen Euro haben genügend interne Ressourcen, um ihre IoT-Lösung selbst zu entwickeln. Bei den Branchen setzen vor allem Chemie- und Pharma-Unternehmen und das Produzierende Gewerbe auf das Know-how ihrer eigenen Mitarbeiter.

Handel, Banken und Versicherungen sowie der Öffentliche Sektor holen sich verstärkt Experten von außen ins Boot. Auch kleinere Unternehmen und die Fachabteilungen entwickelten ihre IoT-Lösung in überdurchschnittlichem Ausmaß gemeinsam mit externen Partnern.

Bei der Wahl eines IoT-Anbieters legen die Unternehmen vor allem Wert auf technisches Know-how, Vertrauen in den Anbieter sowie Branchenkompetenz. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis steht hinter Prozess-Know-how überraschend nur an fünfter Stelle im Anforderungskatalog. Punkten können Partner zudem mit einer gute Zusammenarbeit bei bisherigen IT-Projekten sowie mit bestehenden persönlichen Kontakten.

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