VMware umgarnt Hoster

Virtualisierung aus der Wolke

03.07.2009

Was machen die Aggregatoren?

Als vCloud bezeichnet VMWare seine Plattform für virtuelle Maschine aus der Wolke.
Als vCloud bezeichnet VMWare seine Plattform für virtuelle Maschine aus der Wolke.

Dieses Geschäftsmodell erlaubt es Service-Providern, solche VMware basierten Dienstleistungen schnell auf- und auszubauen, ohne die dafür notwendigen physikalischen Ressourcen aufbauen zu müssen, so die Vorstellung des Herstellers. Es ist ein reines "pay per use"-Software-Nutzungs-Modell. Die Hoster müssen dabei nicht selbst die Lizenzen verwalten und etwa die Mietkosten an VMware überweisen. Diese Aufgaben übernehmen so genannte "Aggregatoren". In Deutschland sind das die Systemhäuser Bechtle, PC-Ware, Insight und SHE. Diese Lizenzspezialisten berechnen jedem einzelnen von ihnen betreuten Service Provider die monatlichen Lizenzkosten. Die Rechnung an den Endkunden erstellt wiederum der Hoster selbst.

Vorstellbar ist aber auch das Szenario, dass die Aggregatoren selbst dem VMware Service Provider-Partnerprogramm (VSPP) beitreten und eigenständig als Hoster am Markt auftreten. PC-Ware könnte das mit dem eigenen Rechenzentrum sicherlich stellen. Ansonsten finden sich in der VSSP-Liste solch prominenten Namen wie T-Systems oder Computacenter.

Auch seine Service Provider teilt VMware in die Klassen "registriert", "Professional" und "Enterprise" ein. Ein Professional-Partner sollte monatlich mindestens zehn virtuelle Maschinen "in der Wolke" betreiben, jeweils einen VMware Sales Professional (VSP) und einen Technical Sales Professional (VTSP) oder einen Certified Professional (VCP) ausgebildet haben. Außerdem müssen sich "professionelle" Partner für mindestens ein Jahr verpflichten, an dem Service Provider-Programm teilzunehmen. Das gleiche gilt übrigens auch für die Enterprise-Partner, nur sollten diese stets mindestens 50 virtuelle Maschinen betreiben sowie je zwei Techniker und Verkäufer in Sachen VMware ausgebildet haben. (rw)

Meinung des Redakteurs

Das Konzept, virtualisierte Server als Service anzubieten, ist höchst innovativ. Für den Endkunden hat es den Charme, dass er seinen Bedarf an Rechenleistung monatlich anpassen kann. Auch kleinere Hoster könnten in dieses Marktsegment einsteigen, denn die Verwaltung der VMware-Lizenen übernehmen die Aggregatoren.

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