DACH-Region als Vorbild

Virtuelle Also-Hausmesse CTV nun in 20 Ländern

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Also zieht ein positives Fazit aus der, wegen des Coronavirus ersten, komplett virtuell durchgeführten Hausmesse. Nun soll die Channel Trends & Visions (CTV) Ende April 2020 in 20 weiteren Staaten an den Start gehen. Wie es aber mit dem ursprünglichen CTV-Format weitergeht, ist ungewiss.

Die Also-Führung äußert sich zufrieden mit dem Schritt, die Hausmesse Channel Trends & Visions virtuell stattfinden zu lassen. Der Schritt war nötig geworden, da die reguläre CTV, die am 27. März 2020 in Düsseldorf geplant war, wegen der Bedrohungslage durch das Coronavirus nicht durchführbar war (ChannelPartner berichtete). "Mit der virtuellen CTV haben wir in kürzester Zeit eine absolute Innovation in dieser Größenordnung geschaffen. Durch die wirklich überwältigende Resonanz fühlen wir uns in unserer Entscheidung bestätigt, uns nicht durch ein Virus aufhalten zu lassen", äußert sich Simone Blome-Schwitzki, Chief Customer Officer bei Also Deutschland, gegenüber ChannelPartner.

Simone Blome-Schwitzki, Chief Customer Officer bei Also Deutschland, sieht sich in der Entscheidung, die Hausmesse CTV 2020 virtuell stattfinden zu lassen, bestätigt.
Simone Blome-Schwitzki, Chief Customer Officer bei Also Deutschland, sieht sich in der Entscheidung, die Hausmesse CTV 2020 virtuell stattfinden zu lassen, bestätigt.

Warum die virtuelle CTV dabei aber weitgehend auf Live-Elemente verzichten musste, erklärt Blome-Schwitzki mit der aktuellen Situation, in der sich die Rahmenbedingungen während der Planungsphase teils stündlich verändert hatten. "Darauf haben wir jeweils flexibel reagiert. Hätten wir ausschließlich live gesendet, hätten wir die Besucher darauf festlegen müssen, für einen bestimmten Vortrag zu einer bestimmten Zeit vor dem Rechner zu sitzen", erläutert die Also-Managerin. Die Aufzeichnung bot demnach den Vorteil, alle Vorträge den kompletten Tag über zugänglich zu haben. Dies sei auf der Pinnwand, auf der sich die Besucher direkt äußern konnten, ausdrücklich positiv erwähnt worden.

6.000 Besucher generierten 100.000 Klicks

Blome-Schwitzki verweist neben Webinaren und der Pinnwand zudem auf die weiteren Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme via "Meet the Experts" sowie an den einzelnen Messeständen. "Diese wurden auch zahlreich genutzt, allein im 'Consumptional Business' lag die Zahl der Interessenten im vierstelligen Bereich", berichtet sie. In weiteren Schritten sollen nun alle diese Kontaktpunkte aufgenommen und gemeinsam mit den Partnern nachverfolgt werden, sodass die scheinbar geringere Interaktivität nun in einen sehr intensiven und zielgerichteten Austausch zwischen Also und den Partnern münden kann.

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Nach rund 4.800 anwesenden Besuchern bei der CTV 2019 auf dem Areal Böhler in Düsseldorf hat Also nun bei der Variante im Netz 6.000 Besucher gezählt. Laut Also hörten diese im Schnitt rund fünf Vorträge oder Webinare an. Insgesamt wurden demnach weit über 100.000 Klicks getätigt.

Keine Äußerung zur Zukunft der CTV

Nun soll das virtuelle Messekonzept in den weiteren Ländern, in denen Also aktiv ist, ausgerollt werden. Am 28. April 2020 wird das Event in allen 20 Also-Ländern stattfinden: den vier skandinavischen Ländern, Polen, den baltischen Staaten mit der Ukraine und Weißrussland, Bulgarien, Rumänien, Kroatien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn, Frankreich sowie den Niederlanden und Belgien.

Nachdem Tech Data und Ingram Micro sich vom Konzept einer großen Hausmesse verabschiedet haben, war Also eigentlich der letzte Broadliner, der an seiner Messe festgehalten hat. Wie es aber nach der Corona-Dedrohung mit dem ursprünglichen Eventkonzept weitergehen soll, dazu wollte sich Also nicht äußern.