Mehr Support für Container

VMware stellt Fusion 12 und Workstation 16 vor



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Mit den neuen Versionen seiner Desktop-Flaggschiffe verstärkt VMware die Unterstützung der Container-Technologie. Dazu kommen zahlreiche kleinere und größere Verbesserungen.
Die neuen Versionen von VMware Fusion und Workstation unterstützen Container sowie eine Orchestrierung per Kubernetes.
Die neuen Versionen von VMware Fusion und Workstation unterstützen Container sowie eine Orchestrierung per Kubernetes.
Foto: Ralf Gosch - shutterstock.com

Auch der Virtualisierungsanbieter VMware kommt nicht mehr an der Container-Technologie vorbei. Das amerikanische Unternehmen hat die Orchestrierungslösung Kubernetes in die neuen Versionen seiner Desktop-Flaggschiffe Fusion und Workstation integriert. Damit will VMware die Anforderungen von Entwicklern besser erfüllen, die zunehmend Container und nicht mehr voll ausgestattete Virtuelle Maschinen (VMs) für ihre Projekte einsetzen.

Mit den neuen Lösungen können "Entwickler Kubernetes-Anwendungen auf direktem Weg von der Test- und Development-Phase in Produktion bringen", erläutert Lee Caswell, Vice President, Marketing und Cloud Platform Business Unit bei VMware. Nach seinen Angaben verfügt VMware mit den neuen Versionen jetzt über ein "konsistentes CI/CD-Betriebsmodell" (Continous Integration/Continous Delivery), das zusammen mit der kostenlosen Version des Fusion Players für alle Entwickler verfügbar sei.

„Wir haben ein konsistentes CI/CD-Betriebsmodell entwickelt, das für alle Entwickler verfügbar ist.“ Lee Caswell, Vice President, Marketing und Cloud Platform Business Unit bei VMware
„Wir haben ein konsistentes CI/CD-Betriebsmodell entwickelt, das für alle Entwickler verfügbar ist.“ Lee Caswell, Vice President, Marketing und Cloud Platform Business Unit bei VMware
Foto: VMware

Project Nautilus

Mit dem "Project Nautilus" hat VMware die Fähigkeiten von Fusion deutlich erweitert. So ist es nun nicht nur möglich, Container zu nutzen und neu anzulegen, sondern sie auch gleichzeitig mit Kubernetes und virtuellen Maschinen zu betreiben. Nach Angaben des Unternehmens können Entwickler ihre Apps damit unter nahezu allen Desktop-Betriebssystemen und Browser-Umgebungen testen, ohne dazu extra die Cloud mit einbeziehen zu müssen. Zur Steuerung dient das neue Kommandozeilen-Interface "vctl".

VMware Fusion 12 auf einem MacBook.
VMware Fusion 12 auf einem MacBook.
Foto: VMware

Einmal erstellte Container lassen sich zudem auch in Tanzu-basierte Produktions-Cluster übertragen. Außerdem unterstützt VMware jetzt mit "kind" ein Tool zur Ausführung lokaler Kubernetes-Cluster. Verbindungen zu vSphere 7 lassen sich über ESXi oder vCenter herstellen.

Interessant ist, dass VMware nach eigenen Angaben jetzt ein schon länger bestehendes Problem behoben hat. Bislang war es nicht möglich, VMware Workstation auf PCs zu nutzen, die gleichzeitig Hyper-V von Microsoft aktiviert hatten. Dieses Problem wurde nun behoben. Eine weitere Neuigkeit ist ein Dark Mode, der nun auch in der Workstation und im Player enthalten ist. Darüber hinaus unterstützen Fusion 12 und Workstation 16 jetzt DirectX 11 sowie OpenGL 4.1.

VMware Fusion 12 und VMware Workstation 16 sollen bis Ende Oktober dieses Jahres auf den Markt kommen. Upgrades kosten 99 US-Dollar und neue Lizenzen 199 US-Dollar.

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