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Multi-Cloud-Management

VMware will die Komplexität der Cloud eindämmen

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Big Data / Analytics und Digitale Transformation.
Mit neuen Tools und Services von VMware sollen Unternehmen gemischte Umgebungen aus Public-Cloud- und On-Premise-Komponenten besser im Griff behalten. Das Hybrid-Cloud-Angebot VMware Cloud on AWS können Kunden künftig auch aus einem AWS-Rechenzentrum in Frankfurt am Main heraus nutzen.

Mit dem Einsatzgrad von Cloud-Services steigt in vielen Unternehmen auch die Komplexität. Zum einen nutzen sie sowohl eigene IT-Systeme als auch Services aus der Cloud in Kombination. Zum anderen beziehen nach VMware-Schätzungen fast zwei Drittel der Firmen Cloud-Services von mehr als zwei Anbietern. Schon seit längerem baut der Softwareanbieter deshalb sein Portfolio um diverse Softwarewerkzeuge und Services aus, die das Management solcher gemischten Umgebungen erleichtern sollen. Mit den Tools können IT-Verantwortliche eine Reihe von Parametern im Blick behalten, beispielsweise die Nutzung einzelner Cloud-Services, Infrastrukturkosten und die Netzwerkleistung. Auch klassisches Application Monitoring ist im Cloud-Umfeld besonders gefragt.

VMware hat sein Portfolio zum Management hybrider Cloud-Umgebungen weiter ausgebaut.
VMware hat sein Portfolio zum Management hybrider Cloud-Umgebungen weiter ausgebaut.
Foto: NicoElNino - shutterstock.com

Der neue Service "VMware Hybrid Cloud Extension for Private Cloud" etwa zielt auf große Projekte zur Migration von Anwendungen zwischen vSphere-Umgebungen, klassischen On-Premises-Systemen und Private-Cloud-Plattformen. Schon zuvor hatte VMware ähnliche Services für die IBM-Cloud und für VMware Cloud on AWS angekündigt. Sie sind für Unternehmen gedacht, die ihre VMware-basierten Umgebungen in die Public Cloud verlängern wollen.

Machine Learning-Funktionen zeigen Anomalien im IT-Betrieb

Hinter "VMware Log Intelligence" verbirgt sich ein neuer Log-Analyse-Service, der sich über mehrere private Rechenzentren und Cloud-Plattformen hinweg einsetzen lässt, darunter auch VMware Cloud on AWS. Das System nutzt neben der klassischen Log-Analyse auch Machine-Learning-Algorithmen, um in den diversen internen und externen IT-Systemen nach Anomalien zu suchen. IT-Teams können damit auch das Verhalten einzelner Applikationen scannen und den Zustand der IT-Infrastruktur überwachen.

Das Monitoring- und Analyse-Tool "Wavefront by VMware" hat der Anbieter überarbeitet. Es bietet nun zahlreiche Erweiterungen für Systeme wie GCP, Chef, GitHub, Spark, Nginx+ und Mesos. VMware hatte den auf das Monitoring komplexer Anwendungsumgebungen spezialisierten Anbieter Wavefront im Mai 2017 übernommen. Solche Umgebungen können aus hunderten von Microservices bestehen, die über Private- und Public-Cloud-Plattformen verstreut sind. Wavefront by VMware unterstützt nun beispielsweise auch Kubernetes im Pivotal Container Service und Plattformdienste wie Pivotal Cloud Foundry. Neu ist auch die Integration mit VMwares Monitoring-Tool "vRealize Operations", das Unternehmen bei der Verwaltung von virtualisierten Umgebungen hilft.

Kostenkontrolle für Private und Public Clouds

Erweiterte Funktionen bietet das Kosten-Monitoring-Tool "VMware Cost Insight". Schon bisher konnten Unternehmen damit Kosten kontrollieren, die in AWS -, Azure und VMware-Private-Cloud-Umgebungen entstehen. In der neuen Version unterstützt das System auch VMware Cloud on AWS. Unternehmen, die etwa Workloads auf VMware Cloud on AWS transferieren wollen, können damit herausfinden, welche Kosten eine Migration mit sich bringen würde. Eine enge Integration gibt es zudem mit "VMware Network Insight", sodass Anwender die Auswirkungen einer Migration auf die Netzwerkkosten kalkulieren können.

VMware Cloud on AWS kommt nach Europa

Neben diversen neuen Cloud-Management-Tools kündigte VMware auch eine Ausweitung von VMware on AWS auf europäische RZ-Standorte an. Unternehmen können damit ihren kompletten VMware-Software-Stack auch in der Amazon-Cloud betreiben. Der Service ist ab sofort in der AWS-Region London verfügbar und soll künftig auch aus dem AWS-Rechenzentrum in Frankfurt am Main angeboten werden.

Ähnlich wie Microsoft mit Azure und Azure Stack bewirbt VWware den Service mit dem Argument, dass sich Anwendungen relativ einfach zwischen Private- und Public-Cloud-Umgebungen verschieben ließen. VMware kooperiert in diesem Kontext unter anderem auch mit IBM (siehe auch: VMware zieht es in die IBM-Cloud). Dahinter steht die Erkenntnis, dass die meisten größeren Unternehmen weder ausschließlich On-Premise-Systeme nutzen noch komplett auf eine Public-Cloud setzen wollen. Auf absehbare Zeit wird in den meisten Fällen eine Mischung aus beiden Betriebsmodellen anzutreffen sein.