Virtualisierung auf dem Desktop

VMware Workstation 8 im Test

06.10.2011
Von Eric Tierling

Die Konkurrenten: Windows Virtual PC und VirtualBox

VMware Workstation 8 ist nicht allein auf weiter Flur. Eines der bekanntesten Konkurrenzprodukte stellt das kostenlose „Windows Virtual PC“ von Microsoft dar. Gleichzeitig bildet dieses die technische Basis für den Windows XP-Modus von Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate.
Ebenso hat Oracle eine kostenlose Alternative in petto. „VirtualBox 4.1“ weist einen beachtlichen Funktionsumfang auf, der teilweise nahe an den Workstation 8-Konkurrenten von VMware heranreicht. Darüber hinaus lässt sich die Oracle-Virtualisierungslösung nicht nur unter Windows und Linux, sondern auch auf Mac- und Solaris-Hosts betreiben. Außerdem ist VirtualBox auf PCs einsetzbar, die noch mit einem älteren, nicht 64-Bit-fähigen x86-Prozessor arbeiten. VMware Workstation 8 hingegen setzt einen Windows- oder Linux-Host voraus, in dem eine 64-Bit-CPU werkelt, und läuft unter anderen Host-Betriebssystemen genauso wenig wie auf reinrassigen 32-Bit-Prozessoren.

Aus dem kommerziellen Lager stammt die potenzielle Alternative „Workstation 6 Extreme“. Hersteller Parallels versucht, sein Produkt als Speziallösung zu positionieren und mit Merkmalen zu punkten, die Konkurrent VMware in dieser Form nicht bietet. Dazu zählen der direkte I/O-Zugriff von virtuellen Maschinen auf die Netzwerkadapter sowie die Grafikkarten des physischen Host (sofern dieser mit bestimmten Intel-CPU sowie AMD FirePro- oder NVIDIA Quadro-Grafikkarten ausgestattet ist). Des Weiteren findet sich im Apple-Appstore ein Mobilclient für iPad, iPhone und iPod Touch, den sich Parallels jedoch extra bezahlen lässt. Dabei ist das Produkt selbst bereits alles andere als preiswert: Inklusive einjährigem Wartungsvertrag müssen Käufer von Parallels Workstation 6 Extreme ganze 399 Euro auf den Ladentisch legen.

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