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Co-Working und Kollaboration

Vom Großraum zum Open-Space

23.04.2018
Von Hubertus Schleuter und


Hubertus Schleuter verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im IT Business und im Management von Großprojekten. Er unterstützt Unternehmen bei der Planung und Durchführung ihrer Digital Business Transformation. Im speziellen werden Themen der Digitalisierung und Big Data, Internet of Things (M2M), Mobile und Social, sowie Wertschöpfung und Monetarisierung behandelt. Umfassende und tiefgreifende Kenntnisse der ITK Industrie - und hier insbesondere der Telekommunikationsanbieter - bestimmen den Schwerpunkt seiner Aktivitäten.
Paiman Minavi ist Co-Founder und Managing Director der migosens GmbH. Seit der Gründung im Jahr 2005 beschäftigt er sich mit unterschiedlichen Aspekten und Herausforderungen von "New Work" und "Arbeitsplatz der Zukunft" und den Einflüssen dieser Konzepte auf der digitalen Transformation.
Co-Working und Kollaboration werden die Basis für einen funktionierenden Arbeitsplatz der Zukunft sein. Dabei steht immer wieder auch das Großraumbüro im Mittelpunkt der Diskussion. Lässt sich diese Form des Arbeitsplatzes mit den Anforderungen an die digitale Zukunft verknüpfen?

Das Großraumbüro ist nicht erst seit heute immer wieder in der Diskussion. Kaum etwas ist in der Geschäftswelt - sei es beim Management oder bei den Mitarbeitern - so umstritten wie diese spezielle Form des Arbeitsplatzes. Zudem gibt es umfangreiche Literatur zum Thema, die sich mit Kosten, Effizienzen, Stressfaktoren und baulichen Maßnahmen beschäftigen.

Wie lässt sich das Großraumbüro mit den Anforderungen mit den Arbeitsplatz der Zukunft verknüpfen?
Wie lässt sich das Großraumbüro mit den Anforderungen mit den Arbeitsplatz der Zukunft verknüpfen?
Foto: Monkey Business Images - shutterstock.com

Dieser Artikel will das Großraumbüro unter dem Blickwinkel Arbeitsplatz der Zukunft, Arbeit 4.0 und Digitalisierung betrachten, denn hier stecken Potentiale, die in der Vergangenheit entweder technisch noch nicht vorhanden waren oder aber aus unterschiedlichen Gründen nicht im Gesamtkonzept genutzt wurden. Im Rahmen der Digitalisierung wandelt sich der klassische Arbeitsplatz fundamental. Weniger Mitarbeiter erledigen mehr Aufgaben, die Altersstrukturen sowie die Anforderungen an einen Arbeitgeber und die Arbeitsumgebung ändern sich ebenfalls. Arbeitsplätze werden mobil, das Homeoffice ist wieder ein wichtiges Thema. Warum also nicht Lösungen im Bereich "Gebäude - Großraum" suchen und optimieren?

Herausforderungen und Anforderungen

Unsere These: "Digitalisierung der Arbeitswelten und intelligente Open Space Arbeitsplatzgestaltung ergänzen sich hervorragend"

Nur wer sich wohlfühlt, kann auch Leistung erbringen! Das ist im Prinzip nicht neu, doch wurde und wird dies nur in wenigen Fällen wirklich berücksichtigt. Die neuen Herausforderungen, die durch die Digitalisierung unserer Welt entsteht, müssen durch entsprechende Maßnahmen, gerade auch am Arbeitsplatz, abgefedert werden.

Kosten spielen gerade auch in der Digitalisierung und in digitalen Transformationen eine große Rolle. Klassische Formen des Arbeitsplatzes - also das Einzel- oder Doppelbüro, separate Räume für Gespräche und größere Meetings, Kaffeeküchen - sind weder in der Auslastung noch in der produktiven Nutzung digitaler Kollaborations-Tools für die Zukunft gerüstet und konkurrenzfähig.

Kreativität und Innovation werden im digitalen Zeitalter immer mehr in den Vordergrund treten und sind jetzt schon der entscheidende Wettbewerbsvorteil für Unternehmen jeder Größenordnung. Dieser Herausforderung in der klassischen Struktur der Arbeitsplätze zu begegnen, ist schlicht nicht möglich. Hier bedarf es des Zusammenwachsens mobiler und stationärer Strukturen, der Einbettung moderner (smarter) Technologien und Tools und der effizienten Nutzung von Raum und Technologie. Und gerade bei der Bewältigung dieser Herausforderungen kann ein Open-Space-Konzept sehr viel leisten!

Mit viel Phantasie an die Lösung

Unsere These: "Produktivität und Motivation der Mitarbeiter werden durch flexible und kollaborative Strukturen erheblich gesteigert"

Smart Office und Open-Space-Konzepte können optimal kombiniert werden, um jedem Mitarbeiter seine persönliche Arbeitsumgebung zu ermöglichen und ihn gleichzeitig in einem lebendigen Kollaborationsumfeld anzusiedeln.

Fünf Kernpunkte der Gestaltung eines Arbeitsplatzes der Zukunft in einem Open-Space-Konzept:

  1. Der Mitarbeiter steht im Fokus der Arbeitsplatzgestaltung - nicht die Anzahl der ihm persönlich zur Verfügung stehenden Quadratmeter sind entscheidend, sondern die Qualität der Arbeitsmittel. Somit soll und muss der Mitarbeiter auch entscheidend an Details der Gestaltung direkt mitwirken.

  2. Das Open Space Konzept ermöglicht die Gestaltung unterschiedlicher Arbeitsplätze - besser noch Arbeitsorte oder -inseln - im Raum. Diese Orte sind der jeweiligen Arbeitssituation und dann Arbeitsanforderung entsprechend gestaltet. Multifunktionalität ist hier der entscheidende Faktor, der auch Ruhezonen und Gesprächszonen berücksichtigt.Der Arbeitsraum als Angebot zur produktiven und kollaborativen Arbeit!

  3. Gesundheit der Mitarbeiter sollte auch im Büro ein Thema sein! Motivierte Mitarbeiter sind zufriedener und damit auch weniger anfällig für stressbedingte Krankheiten. Farb- und Lichtgestaltung können in einem durchdachten Open Space Konzept viel innovativer und erfolgreicher angepackt werden als in einzelnen, kleinen Büros. Die Mitarbeiter werden durch das kollaborative Konzept im wahrsten Sinne des Wortes "in Bewegung" gebracht.

  4. Zukunft gestalten heißt auch, Themen wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit richtig zu steuern. In einem Open Space Konzept ist es bei entsprechender Planung ein Leichtes, zum Beispiel Licht und Heizung abhängig von der Belegung der verschiedenen "Inseln" zu steuern und zu adaptieren. Konsequente Planung ermöglicht eine Vernetzung der Systeme und Anlagen zu einem Smart Office - der Arbeitsplatz wird digital und flexible aus der Cloud unterstützt.

  5. Das Open Space Konzept sollte immer mit den mobilen Arbeitskonzepten des Unternehmens verschmolzen sein. So ergibt sich für den einzelnen Mitarbeiter ein hoher Grad an Unabhängigkeit, bei gleichzeitiger durchgängiger Unterstützung durch die Tools, die er zur Erledigung seiner Aufgaben und zur Kommunikation mit dem Team und dem Unternehmen benötigt.

Ausblick

Unsere These: "In einem schlüssigen Gesamtkonzept unterschiedlicher Arbeitsplatzlösungen wird das Konzept eines die Kommunikation und Kooperation unterstützenden flexiblen und digital unterstützen Großraumes eine entscheidende Rolle spielen!"

Jedes Unternehmen steht vor einer digitalen Transformation, die sowohl die Gestaltung von Produkten und Services, aber auch die interne Organisation vor große Herausforderungen stellt. Diese Herausforderungen können nur mit innovativen, produktiven und motivierten Mitarbeitern und Teams gemeistert werden.

Heutige Generationen von Mitarbeiter, besonders aber die kommende Generation Z erwarten ein flexibles und technologisch am digitalen Zeitalter orientiertes Arbeitsumfeld. Ein gestiegenes Bewusstsein für eine ausgeglichene Work-Life-Integration, ausreichend Raum und Möglichkeiten zur Kommunikation, eine hohe Bereitschaft zur Kollaboration zeichnen die Zukunft der Arbeitswelt aus.

Mit dem Shift des "Großraumbüros" in das "Smart-Open-Space-Konzept" gelingt dieser Schritt in die Zukunft! (mb)