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Aus FuM wird Axians IT Solutions

Vom Systemintegrator zum Digitalisierungspartner

08.12.2016
Dr. Carlo Velten schreibt als Experte zu den Themen Cloud-Platforms und -Developers, Enterprise Cloud Management und Digital Business. Dr. Carlo Velten ist CEO des IT-Research- und Beratungsunternehmens Crisp Research AG. Seit über 15 Jahren berät Carlo Velten als IT-Analyst namhafte Technologieunternehmen in Marketing- und Strategiefragen.
Die Digitalisierung hat die deutschen und europäischen Unternehmen fest in der Hand. So sind diejenigen Entscheider mittlerweile in der Minderheit, die immer noch glauben, dass die Digitalisierung an ihrem Unternehmen vorbei laufen wird.

Ein wesentlicher Grundbaustein für eine erfolgreiche digitale Transformation und Teil der “Digital Foundation” ist auf jeden Fall die richtige IT. Man kann auch “Digital Infrastructure Platform” sagen. Eben jene moderne, flexible und cloud-basierte Infrastruktur, auf der neue digitale Anwendungen entwickelt und betrieben und mit Third-Party-Apps und Daten integriert werden. Der Plattform-Charakter und die Fähigkeit zum Einbinden externer Dienste und Cloud-Services ist dabei elementar. Denn der Trend geht klar hin zu sogenannten “Hybrid” und “Multi-Cloud”-Umgebungen, die aus einer Vielzahl unterschiedlicher Dienste orchestriert werden.

Die Beschäftigung mit der Digitalen Transformation nimmt im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich zu.
Die Beschäftigung mit der Digitalen Transformation nimmt im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich zu.
Foto: Crisp Research AG, 2016

Dabei spielen die großen Public Clouds beziehungsweise Hyperscaler, wie AWS, Microsoft Azure, Google oder IBM Bluemix, eine wichtige Rolle. Sie sind in vielen Fällen die Ziel-Betriebsplattform für die “cloud-native”-Applications und eine Reihe von Enterprise-Workloads, die im Rahmen der Cloud-Transformation auf global skalierungsfähige Cloud-Plattformen überführt werden.
Im Jahr 2016 wurden weltweit schon rund 23 Milliarden Dollar für Infrastruktur- und Plattformdienste von AWS, Azure & Co ausgegeben. Tendenz steigend. Für viele Unternehmen, die in den letzten Jahren keine eigenen Kompetenzen für das Management von komplexen Cloud-Umgebungen aufgebaut haben, stellt sich nun die Frage, wie sie am besten mit ihren Anwendungen in die Cloud kommen und diese dort professionell betreiben können. Ohne eigene Cloud-Architekten, DevOps-Engineers und Cloud Capacity Manager ist eine reine DIY beziehungsweise Self-Service-Strategie zum Scheitern verurteilt. Daher setzt die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland auf die Hilfe professioneller Service Provider, die mittlerweile auch Managed Public Cloud Services erbringen.

Die Public Cloud-Nutzung wird am wenigsten über Self-Services dargestellt.
Die Public Cloud-Nutzung wird am wenigsten über Self-Services dargestellt.
Foto: Crisp Research AG, 2015

Vom Systemhaus zum Managed Public Cloud Provider

Managed Cloud und Managed Public Cloud Services und die Fähigkeit, für seine Kunden einen Großteil der Cloud-Orchestration, der Integration und der Operations zu übernehmen, ist somit eine Kernkompetenz und ein USP für die IT-Dienstleister in der DACH-Region. Hier entwickeln sich derzeit viele Systemhäuser in Richtung “Managed Services” und bauen entsprechende Geschäftsbereiche und Kompetenzen auf. Dies ist auch unverzichtbar, wenn man nicht “nur” IT-Dienstleister, sondern ernsthafter Digitalisierungspartner werden will.

Das folgende Schaubild illustriert die derzeitige Typologie der IT-Dienstleister und den möglichen Entwicklungspfad in Richtung “Cloud Service Provider”. In der Welt der “Economies of Scale” und Mega Data Center der Hyperscaler müssen sich vor allem regionale Player ohne Konzern-Backing die Frage stellen, ob sich Investitionen in eigene Rechenzentren noch lohnen. Wohl eher nicht.

Derzeit wandern viele Racks aus den kleineren Rechenzentren der regionalen und nationalen IT-Dienstleister entweder in Richtung der grooßen Co-Location-Standorte oder direkt in die Public Cloud.
Derzeit wandern viele Racks aus den kleineren Rechenzentren der regionalen und nationalen IT-Dienstleister entweder in Richtung der grooßen Co-Location-Standorte oder direkt in die Public Cloud.
Foto: http://www.fum.de/unternehmen/presse/

Aus FuM wird Axians - Namenswechsel als Zeichen des Aufbruchs

Wie man den aufgezeigten Evolutionspfad erfolgreich beschreiten kann, zeigt beispielsweise die ehemalige FuM, die sich kürzlich in Axians IT Solutions umbenannt hat und nun einheitlich unter dem Dach der Konzern-IT-Marke Axians firmiert. So hat die FuM nicht nur sukzessive eigene Kompetenzen im Multi-Cloud-Management und entsprechende Services aufgebaut, um ihre Kunden auch auf AWS, Azure & Co bedienen zu können. Zudem wurde auch eine Plattform entwickelt, die als “Axians Digitalhub” zukünftig alle verschiedenen Spielarten von IT-as-a-Service einheitlich orchestrieren, bereitstellen, integrieren und abrechnen kann. Ein großes Versprechen, das aber definitiv in die richtige Richtung geht. Denn gerade große Anwender haben mit dem Management der Vielzahl an Cloud-Diensten derzeit noch ihre Last.

Ob die Umsetzung der Axians das Versprechen einlösen kann, wird sich zeigen. Die Chancen, die sich für Axians als IT-Tochter des Bau- und Industrie-Riesen Vinci Energies ergeben, sind vielfältig. So hat Axians IT Solutions nun direkten Zugriff auf ein enormes Erfahrungs- und Know-How-Reservoir im Kontext von industriellen Großprojekten und IoT. Es wird sich zeigen, inwieweit, die Kombination aus Cloud- und Industrieexpertise bei den Kunden verfängt. Eine gute Ausgangssituation für den kommenden Boom der IoT-Lösungen und Industrie 4.0-Projekten ist dies allemal.