Von der Couch aus einkaufen

31.01.2002

T-Commerce, wird sich zu einer Killerapplikation des interaktiven Fernsehens (ITV) entwickeln. Einer Analyse der Diebold GmbH zufolge müssen dabei Kundenbedürfnisse besser befriedigt werden, als dies bisher beim PC-basierten E-Commerce der Fall ist.

Seit 1999 ist interaktives Fernsehen in Europa auf dem Vormarsch. "Entscheidend für den Erfolg sind dabei die Aspekte Bequemlichkeit, Einfachheit der Bedienung und geringe Kosten", weiß Diebold-Berater Christoph Hüning. Durch T-Commerce könne der Zuschauer Kaufwünsche spontan verwirklichen. So bieten beispielsweise interaktive Musikprogramme die Möglichkeit, das neueste Album einer Band zu ordern, deren Video gerade läuft.

Bisher besitzen in Deutschland 9,5 Millionen Haushalte einen Internetzugang. Breitbandige Anschlüsse als Voraussetzung für ITV werden bis 2005 laut Diebold auf zehn Millionen steigen. Auch für die TV-Sender sind eigene Onlineangebote ein wesentlicher Faktor zur Zuschauerbindung. Für den Erfolg von ITV sei es entscheidend, dass entsprechende interaktive Dienste bereitstehen und diese auch auf Akzeptanz stoßen. Denn "die bisher bekannten Angebote des Internets können nicht 1:1 auf das TV-Gerät übertragen werden", meint Jürgen Morath, Berater bei Siebold.

Dass jedoch ITV dem PC die Führung abnehmen wird, ist in absehbarer Zeit nicht zu erkennen. Vielmehr wird es auf eine Koexistenz beider Medien hinauslaufen, so Diebold. (kat)

www.diebold.de

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