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Die Bremse lösen

Warum SSDs Rechner so stark beschleunigen

15.06.2018
Von Patrick Woods
SSDs sind im Vergleich zu klassischen HDDs viel schneller. Grund dafür ist vor allem, dass sie mit Halbleiter statt Magnetscheiben arbeiten. Neben der höheren Geschwindigkeit hat das aber noch weitere Vorteile.
Die SSD hängt die klassische HDD ab.
Die SSD hängt die klassische HDD ab.
Foto: Samsung

Es gibt viele Gründe, warum spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, von der magnetischen Festplatte in seinem Laptop oder Desktop Abschied zu nehmen:

  • 1. Keine mechanischen Teile

Der offensichtlichste Unterschied und Vorteil: keine mechanisch bewegten Teile mehr. Bei magnetischen Festplatten rotieren Magnetscheiben, auf denen die Nutzerdaten magnetisch vom einem Schreib-/Lesekopf verarbeitet werden. Ein Nachteil dieser schnelldrehenden Scheiben: Wenn sie erst einmal stehen, dauert es Sekunden, bis die Festplatte wieder mit voller Drehzahl einsatzbereit ist.

Das erzeugt lästige Arbeitspausen, wenn die Festplatte in den Ruhemodus gewechselt ist. Der andere Nachteil dieser Mechanik ist die mechanische Robustheit. Ein plötzlicher Schlag kann die Festplatte in Sekundenbruchteilen ruinieren, wenn der Lesekopf die sich schnell rotierenden Scheiben berührt. Bei einer SSD besteht diese Gefahr nicht.

  • 2. Schnelle Zugriffszeiten

Nicht nur, dass bei SSDs kein Lesekopf zeitraubend in Stellung gebracht werden muss: Der Controller weiß auch, wo sich angeforderte Daten befinden und kann diese sofort abrufen - sogar parallel aus mehreren Speicherchips gleichzeitig.

Generell sind die Wartezeiten bei einer magnetischen Festplatte viel größer. Denn hier muss der Kopf, der Daten liest und schreibt, immer zuerst an die richtige Position springen. Sind diese Daten an vielen Orten verteilt gespeichert, werden magnetische Festplatten sehr langsam. Eine eigentlich einfache Aufgabe wie das Starten eines Programms kann dann schon sehr lange dauern. SSDs kennen dieses Problem nicht.

  • 3. Immun gegen Fragmentierung

Eine SSD kann Daten zu jeder Zeit von beliebiger Stelle abrufen. Deshalb ist es hier unerheblich, auf welchem Flash-Chip die jeweiligen Daten abgelegt sind. Die Geschwindigkeit von HDDs leidet dagegen erheblich, wenn der Lesekopf ständig hin- und herspringen muss, um die benötigten Daten einzusammeln. Bei einer SSD kommt dies nicht vor.

Das zusätzliche Phänomen, dass beinahe voll beschriebene HDDs noch langsamer werden, kennen SSDs ebenfalls nicht. Fragmentierung ist bei ihnen irrelevant und abnehmende Geschwindigkeit durch unterschiedlich große Scheibendurchmesser (innen und außen) sind SSDs ebenfalls fremd.

  • 4. Klein und sparsam

Notebooks werden immer kompakter. Daher spielen Platzbedarf und Stromverbrauch der Speichermedien eine immer größere Rolle. Auch hier kann die SSD punkten. Eine moderne NVMe-SSD wie die Samsung 970 EVO sogar noch mehr. Denn im schmalen M.2-Formfaktor passt sie ideal in jedes flache Ultrabook und in kompakte Desktop-Rechner mit dem entsprechenden Slot.

Da hier kein Motor Magnetscheiben in Rotation versetzen muss, schont eine SSD den Akku. Zusätzlich bietet NVMe nahezu die Datenrate von PCI-Express statt von herkömmlichen SATA-Schnittstellen wie bei magnetischen Festplatten.

  • 5. Alles aus einer Hand

Als Entwickler und zugleich Hersteller von zahlreichen Halbleiterbausteinen hat Samsung sowohl Entwicklung und Produktion von Flash-Speicherchips und Speichercontrollern vollständig in eigener Hand. Diese Integration hat kein anderer Hersteller in diesem Segment. Wenn Hardware inklusive des Controllers, Firmware und Nutzersoftware aus einer Hand kommen, kann jeder Kunde sicher sein, ein perfekt abgestimmtes Gesamtpaket auf dem neusten Stand der Technik zu erhalten.