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macOS im Business

Was Unternehmen mit High Sierra bekommen

19.06.2017
In diesem Artikel geben wir einen Einblick in die wesentlichen unternehmensrelevanten Verbesserungen von Apples kommendem Betriebssystem, macOS 10.13 High Sierra.
Ein großer Pluspunkt von High Sierra ist die tiefgreifende Unterstützung für bestehende Mac-Systeme.
Ein großer Pluspunkt von High Sierra ist die tiefgreifende Unterstützung für bestehende Mac-Systeme.
Foto: Apple

Was ist High Sierra?

Die vierzehnte macOS-Hauptversion, High Sierra, befindet sich aktuell in der Betaphase und wird im Herbst 2017 veröffentlicht. Das Mac-Betriebssystem mit der Versionsnummer 10.13 bietet eine Reihe von Technologieverbesserungen, inklusive dem völlig neuem 64-Bit-Dateisystem APFS. Für kommerzielle Nutzer bedeutet das willkommene Fortschritte in Sachen Geschwindigkeit, Performance und Sicherheit.

Erleichterte Konfiguration

Dieses Jahr werden erneut mehrere zehntausend Macs Einzug in Firmennetzwerke halten. Apple hat einige große Schritte unternommen, um den IT-Abteilungen der Unternehmen die Verwaltung großer Mac-Strukturen zu erleichtern und eine Reihe von Verbesserungen hinsichtlich Management und Konfiguration umgesetzt. Das Handling wurde beispielsweise durch die Einführung des 802.1X-Ethernet-Standards, Firmware-Passwort und Tools zur Verwaltung von Benutzerkonten deutlich erleichtert. Außerdem ist es möglich, Softwareupdates 90 Tage zurückzuhalten, damit die IT-Abteilungen ausreichend Zeit zum Testen haben.

Datensicherheit

Apples Plattformen bleiben die sichersten auf dem Markt. Der große Erfolg der Firma bedeutet aber gleichzeitig, dass immer mehr Angreifer auf den Plan gerufen werden. Da die Systeme kaum fragmentiert sind (da die meisten Anwender die jeweils aktuelle Systemversion benutzen), sind Phishing und Passwortklau die gängigsten Methoden, um die Sicherheit des Mac zu unterminieren. Der beste Weg zum Schutz gegen diese Gefahren ist zunächst, die Mitarbeiter zu sensibilisieren, wo die Gefahren lauern und strenge Sicherheitsprotokolle zu implementieren. Aber auch das Betriebssystem arbeitet mit: High Sierra kommt mit einer FileVault-Schlüsselhinterlegung und mit Tools für mobile Endgeräte, um macOS per Remote-Zugriff beenden oder neu starten zu können. Außerdem ist eine Datenverschlüsselung an Bord, was grundsätzlich erst einmal beruhigen sollte.

Cloud-Services

Apple hat erkannt, dass Cloud-Speicher zur Speicherung von geschäftlichen Daten nicht immer empfehlenswert sind. Deswegen bietet High Sierra Tools an, mit denen sich die Nutzung von iCloud für Desktopinhalte oder Dokumente reglementieren lässt.

Safari-Erweiterungen

Abgesehen von der deutlich gesteigerten Geschwindigkeit des hauseigenen Webbrowsers werden kommerzielle Nutzer besonders die neue „intelligente Tracking-Verhinderung“ („Intelligent Tracking Prevention feature“) zu schätzen wissen. Diese Funktion soll Unternehmen helfen, Sicherheitsprotokolle zu entwickeln und Web-Tracking von Mitarbeitern online zu managen. Eine weitere praktische Funktion ermöglicht es Geschäftsreisenden, via Spotlight Flugstatus-Informationen einschließlich Abflugs- und Ankunftszeiten, Verspätungen, Gates, Terminals und sogar eine Karte der Flugstrecke abzufragen.

ARKit und AR

Immer mehr Unternehmen wollen Macs zur Entwicklung und Umsetzung von maßgeschneiderten Augmented-Reality-Lösungen für ihr Business und ihre Marke einsetzen. Metal 2, AlKit, Unity, Epic und die Integration von SteamVR zementieren einmal mehr Apples Platz in der Kreativabteilung. Ebenso sinnvoll erscheint die Unterstützung von HEVC (H.265), da sich die Unternehmenskommunikation mehr und mehr in Richtung UC („Unified Communications“) und Video entwickelt.

Entwicklung

Es gibt eine Reihe von nützlichen Erweiterungen für Entwickler. IT-Profis werden insbesondere die Möglichkeit der drahtlosen Entwicklung für iOS-Geräte unter Einsatz von Xcode auf dem Mac begrüßen. Die Zusammenarbeit von Cisco und Apple, um die Performance von iOS-Geräten durch die Einbindung in die Cisco-Netzwerke zu beschleunigen, kann für Unternehmen ebenfalls von Vorteil sein.

Apple File System

Apple hat sein File System (APFS) plattformübergreifend implementiert. Das bedeutet, dass alle Anwendungen mit 64 Bit laufen. Das neue Dateisystem verspricht erhebliche Produktivitätsgewinne und erledigt banale Aufgaben wie das Duplizieren einer Datei im Handumdrehen. Außerdem bietet APFS eine integrierte Verschlüsselung, Crash-Safe-Schutz und vereinfachte Datensicherung.

Microsoft Office

Apple und Microsoft scheinen beim neuen macOS im Gleichschritt zu marschieren. Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote (Versionen 15.35 oder höher) lassen sich bereits auf der Beta-Version von High Sierra problemlos installieren und nutzen, auch wenn Microsoft vorsichtshalber noch warnt, dass es Stabilitätsprobleme geben könnte.

Apple Business Chat

Nicht zwingend als macOS-Funktion bekannt, eröffnet Apple Business Chat durchaus neue Möglichkeiten für die plattformgestütze Bot-Entwicklung innerhalb von Nachrichten.

Kompatibilität

Vielleicht einer der größten Pluspunkte von High Sierra ist die tiefgreifende Unterstützung für bestehende Mac-Systeme. Läuft auf einem Mac beispielsweise das aktuelle macOS 10.12 Sierra, ist bereits jetzt sichergestellt, dass auch das im Herbst erscheinende macOS 10.13 High Sierra laufen wird. Anders ausgedrückt bedeutet das, dass High Sierra jeden Mac seit 2010 und sogar einige noch ältere Modelle unterstützt. Für optimale Ergebnisse sollten sicherlich aktuelle, leistungsfähige Macs nachgerüstet werden, aber kompatibel ist jeder Mac ab 2010.

Dieser Artikel ist im Original bei unsere US-Kollegen der Computerworld erschienen. Übersetzung: Markus Ulbrich