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Vier Szenarien

Wie sich deutsche Unternehmen bis 2030 entwickeln

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Weltweit führend als Plattform Provider oder als "Copycat" auf den hinteren Plätzen. Deloitte stellt vier mögliche Entwicklungen für deutsche Unternehmen bis 2030 vor.
 
  • Die vier Varianten bewegen sich auf zwei Achsen: der technologischen Adaption und der Wettbewerbsfähigkeit

Mit Blick auf technologische Entwicklungen wie auch sozio-ökonomische Veränderungen und den aktuellen Wahlen in den USA, Frankreich und Deutschland skizzieren die Analysten von Deloitte mögliche Szenarien für deutsche Unternehmen im Jahr 2030. In dem Papier "Enterprises in Germany in 2030" spielen sie vier Varianten durch.

Die Analysten von Deloitte halten mit Blick auf deutsche Unternehmen im Jahr 2030 vier Szenarien für möglich.
Die Analysten von Deloitte halten mit Blick auf deutsche Unternehmen im Jahr 2030 vier Szenarien für möglich.
Foto: Deloitte

Diese vier Szenarien bewegen sich auf zwei Achsen: der technologischen Adaption, die von Vorreiter bis Nachzügler reicht, und der Wettbewerbsfähigkeit mit den Polen integrierte Lösungen versus Stand-alone-Produkten.

Szenario 1: Deutschland als Integrierter Plattform-Provider

Deloitte traut deutschen Unternehmen aufgrund des guten Bildungssystems, der Forschung und auch der bis dahin erreichten digitalen Infrastruktur eine Rolle als Integrierter Plattform-Provider zu. Das heißt, dass die Firmen State-of-the-art-Technologie, Ingenieurswissen und Kundenzentriertheit kombinieren. Sie bedienen damit komplette Wertschöpfungsketten für Kunden weltweit und zählen zu den Global Leadern. Die Analysten betonen jedoch, dass kleinere Unternehmen dafür einiges investieren müssen.

Szenario 2: Deutsche Unternehmen als weltweit anerkannte Spezialisten

Dieses Szenario basiert auf der Annahme, dass es deutschen Unternehmen nicht gelingt, integrierte Lösungen anzubieten. Sie haben genug Beispiele von Firmen gesehen, die an der Komplexität und den Kosten dessen gescheitert sind. Daher positionieren sie sich als Spezialisten für hochentwickelte, weltweit anerkannte Stand-Alone-Produkte oder Services, gerne in Nischen.

Die Firmen bilden untereinander Allianzen. Die deutsche Forschung ist anerkannt. Auch in diesem Szenario spielt Deutschland eine führende Rolle auf dem Weltmarkt, doch seine fragmentierten Märkte bremsen das Land.

Szenario 3: Deutsche Firmen als "Copycats"

In diesem Szenario verfügen kleinere Unternehmen den Konzernen gegenüber einen Vorteil - sie können schneller reagieren. Konkret: sie können bestehende Produkte und Services von Global Playern schneller kopieren. Laut Szenario drei ist Deutschland von Innovationen ebenso weit entfernt wie von einer bedeutenden Rolle auf dem Weltmarkt. Auch in puncto Forschung fällt die Bundesrepublik zurück.

Die Unternehmen konzentrieren sich auf den heimischen Markt. Mit fortschreitender Automatisation verlieren mehr Menschen ihren Arbeitsplatz.

Szenario 4: Deutschland als geschickter Kombinierer

Dieses Szenario schildert deutsche Unternehmen als geschickte Kombinierer bestehender Technologien mit bewährten Praktiken der Kundenzentriertheit. Das Land sieht sich in der Mitte eines "Globalisierungssturms" und behauptet sich durch Skills in den Punkten Konfiguration und Trend Scouting. Als "Fast Follower" adaptieren die Firmen Bewährtes schnell, während sie innovative, neue Technologien nur zögerlich annehmen. Sie gehen pragmatisch vor und zielen auf Effizienzsteigerung ab.

Eine Prognose, welches Szenario am wahrscheinlichsten eintritt, gibt Deloitte leider nicht ab.