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Brainware auf dem Systemhauskongress CHANCEN

Wie Systemhäuser den Lizenz-Dschungel in der Cloud lichten

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
"Sind wir über- oder unterlizenziert?" Bei dieser Frage geraten die meisten Unternehmen ins Straucheln. Droht ein Audit, liegen die Nerven blank. Für IT-Dienstleister könnte Software Asset Management (SAM) und Lizenzberatung deshalb ein lukratives Geschäft sein - doch auch sie scheuen häufig das Thema.

Asset Management, kurz SAM, gilt als hoch komplexes und vor allem heißes Eisen - zumal, wenn Cloud-Software kombiniert mit On-Premise-Lizenzen ins Spiel kommen. Wenn ich als Systemhaus ganz andere Kernkompetenzen habe, und meinen Job gut mache: Warum sollte ich mich dann auch noch mit SAM befassen?

Dirk Andreas Frank: Software-Lizenzmanagement betrifft jeden - übrigens muss auch das Systemhaus selber richtig lizenziert sein. Software Asset Management ist eine Kerndisziplin und ermöglicht dem Systemhaus, seine Kunden breiter zu beraten und an sich zu binden. Durch den Einsatz zertifizierter Lizenzmanagement-Tools, zum Beispiel die Spider Oracle Database Suite, lässt sich die Komplexität deutlich reduzieren. Ein Hersteller-Audit wird so nicht zum Risiko, sondern zu einem Standard-Meeting.

Dirk Andreas Frank, Senior Vice Präsident Strategic Projects, brainwaregroup, will Systemhäusern auf dem Systemhauskongress CHANCEN die Scheu vor dem Thema nehmen und zeigen, wie man SAM erfolgreich anpacken kann.
Dirk Andreas Frank, Senior Vice Präsident Strategic Projects, brainwaregroup, will Systemhäusern auf dem Systemhauskongress CHANCEN die Scheu vor dem Thema nehmen und zeigen, wie man SAM erfolgreich anpacken kann.
Foto: brainwaregroup

Was fasziniert Sie selbst am Lizenzmanagement?

Frank: Die zum Teil großen Unterschiede zwischen Softwareherstellersicht und Kundensicht machen das Thema "Lizenzmanagement" für mich extrem spannend und gleichzeitig anspruchsvoll. Und genau deshalb suche ich immer wieder nach neuen Wegen durch den Lizenz-Dschungel.

Wie hoch ist der Aufwand, bis man sich vom Einsteiger zum kompetenten SAM-Experten entwickelt hat?

Frank: SAM-Experten sind heute sehr gefragt und besitzen eine hochqualifizierte Ausbildung. Ein Großteil der SAM-Berater haben ihr Know-how auf ein bis zwei Hersteller spezialisiert und bilden sich hier kontinuierlich weiter. Je nach Basiswissen und Hersteller würde ich den Aufwand auf zirka zwei bis sechs Monaten pro Hersteller beziffern. Gängige Hybridlösungen sind heute die Kombination aus Lizenzmanagement-Tool, einem - häufig externen - Berater und der eigenen Kernkompetenz des IT-Dienstleisters.

Inwieweit steht man als IT-Dienstleister bei der SAM-Beratung in der Haftung - beispielsweise beim Audit?

Frank: Die Haftung liegt in letzter Konsequenz immer beim Softwarelizenznehmer. Die SAM-Berater schließen darüber hinaus eine Haftung auch vertraglich konsequent aus. Es gibt aktuell nur ein Beratungshaus, das die Haftung bzw. das Nachlizenzierungsrisiko bewusst für den Kunden übernimmt. Also Managend Service zu 100 Prozent.

Auf dem Systemhauskongress erörtern Sie mit den Teilnehmern Methoden und Lösungen, wie sich Systemhäuser am besten durch den Lizenz-Dschungel in der Cloud schlagen können. Was wird in Ihrem Workshop genau passieren?

Frank: Wir haben uns hier bewusst für ein Rollenspiel entschieden. In einer Simulation wird ein typisches SAM-Gespräch nachgestellt und der Teilnehmer wird aktiv eingebunden. Lassen Sie sich überraschen.

Was sind die großen Knackpunkte bei einer Migration des SAM Lifecycles von einer OnPremise Umgebung zu einer Managed-Service Umgebung?

Frank: Technisch betrachtet ist das ein standardisierter Prozess, der in wenigen Tagen durchgeführt werden kann. Die Herausforderung liegt mehr in der Beratung, in der Zielsetzung des Kunden, und letztlich ist es natürlich auch eine Frage der Kosten.
Durch Managed Service kann der Kunde sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und benötigt kein herstellerspezifisches Lizenz-Know-how. Lizenzmanagement aus der Steckdose ist tatsächlich realisierbar oder, um beim Titelthema zu bleiben: Anstatt sich über einen Trampelpfad durch den Dschungel zu kämpfen, bauen wir Ihnen eine Straße durch den Dschungel. Auf Wunsch mit Beleuchtung, Verweilmöglichkeiten und Navigation.

Dienstleister, die für ihre Kunden das SAM als Managed Service übernehmen, brauchen eine Konsole oder eine Plattform zur Bereitstellung, Abrechnung und Reporting der Verträge und Dienste. Wie funktioniert das in der Praxis? Stellt Brainware dieses Dashboard zur Verfügung?

Frank: Ja sicher. Wir sind mit unseren Partnern "ready for Managed Service". Viele unserer Kunden vertrauen seit zwei Jahren auf unsere Partner und auf die dortige Managed Service Plattform. Übersichtliche Dashboard zeigen die Compliance pro Hersteller, pro Produkt oder pro Standort/Region/Land.
Die Abrechnung erfolgt komplett auf Basis der Nutzung. Der Kunde zahlt nur das, was er tatsächlich nutzt, und das sogar dynamisch. Sinkt oder steigt die Nutzung, ändern sich auch die monatlichen Kosten.