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Die CP-Querschläger - Kolumne

WLAN überall – sind Sie sicher?

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Hier warnt der Querschläger vor den Bedrohungen im "smarten" Heim, wo Alexa und Co. fröhlich vor sich hinspionieren.

"Home, smart Home" lockt der Handel mit Geräten, welche sich je nach Bewusstsein mit "intelligent" oder "raffiniert" übersetzen lassen. Jede simple Schaltung wird mit Werbebrimborium zur künstlichen Intelligenz erhoben, weil sie mit einer dahingepfuschten App über Android bedient werden kann.

Wer über WLAN Fenster und Türen öffnet, lädt auch ungebetene Gäste ein.
Wer über WLAN Fenster und Türen öffnet, lädt auch ungebetene Gäste ein.
Foto: BeeBright - shutterstock.com

So wie uns Alexa und Co. ausspionieren, sammeln auch die Apps "smarter" Geräte brauchbare Informationen über die Benutzer. Das Datenmaterial, Fragen, Gespräche, Geräusche geht an die Hersteller, in die Datenbanken der Cloud. So wie ein normaler Internetbrowser, der Informationen für uns sucht aber auch gleichzeitig über uns speichert.

Je mehr wir von diesen Geräten mit Cloud-Anschluss um uns herum drapieren, je öfter wir sie benutzen, desto lückenloser und präziser ist die Informationsbeschaffung über den schon lange nicht mehr anonymen Benutzer. Wann er kommt und geht, wer ihn besucht oder mit ihm telefoniert, skypt oder whatsappt, was er kocht, einkauft, bestellt, fernsieht oder hört.

Lesetipp: Die "smarte" Heimelektronik und ihre Schattenseiten

Wer die totale Vernetzung will, wie es die Cloud-Lobby von unseren Politikern fordert, der muss sich allerdings auch über die Folgen des Missbrauchs klarwerden. Wenn wir unser Kinderzimmer und die Haustür per Smartphone überwachen, können Dritte das auch. Wer über WLAN Fenster und Türen öffnet, lädt auch ungebetene Gäste ein. Wer aus der Ferne Steckdosen schaltet, muss wissen, dass hier auch andere manipulieren können. Kinder mit "smartem" Schlüsselanhänger können nicht nur von den Eltern, sondern auch von kranken Hackern überwacht werden.

Übrigens bringt eine hohe Downloadgeschwindigkeit auch ein hohes Upload-Tempo mit sich. Und je schneller etwas ist, umso weniger bemerken wir es. Muss WLAN unbedingt ins Schlafzimmer oder Bad oder sollten solche Räume besser abgeschirmt werden? Eine wirkliche Sicherheit gibt es nicht - und wenn wir nicht aufpassen bald auch keine Privatsphäre mehr. Alexa - raus hier!

Mein Fazit: Das bayerische Polizeiaufgabengesetz sollte nicht nur Orwell-Kenner beunruhigen, sondern alle Menschen die in ihrer Privatsphäre nicht belauscht, überwacht oder gar manipuliert werden möchten.

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz. Alle Kommentare des CP-"Querschlägers" finden Sie im "Querschläger"-Archiv. (rw)