Studie

Wo die ausgedienten Handys landen

04.02.2010
Handy-Nutzer gehen im Allgemeinen umweltbewusst bei der Entsorgung ihres ausgedienten Handys vor. Nur vier Prozent landen im Hausmüll.
Das Mobiltelefon im eigenen Aquarium zu entsorgen schont (vorübergehend) die Umwelt.
Das Mobiltelefon im eigenen Aquarium zu entsorgen schont (vorübergehend) die Umwelt.

Handy-Nutzer gehen im Allgemeinen umweltbewusst bei der Entsorgung ihres ausgedienten Mobiltelefons vor. Nur vier Prozent landen im Hausmüll und 13 Prozent aller Handy-Nutzer geben ihr altes Gerät an den Händler oder den Mobilfunkanbieter zurück. Bei einer Sammelstelle für Elektronikabfälle landen weitere sechs Prozent.

Eine zusätzliche Möglichkeit, ein Altgerät los zu werden, bieten auch die Mobilfunkbetreiber. Sie nehmen Handys und Smartphones entweder per Post oder per Rückgabe in einem Handy-Shop entgegen. Kunden können für eine Rücksendung portofreie Versandumschläge im Internet anfordern oder im Handy-Shop abholen.Für jedes zurückerhaltene Mobiltelefon spenden die Carrier außerdem an Umweltorganisationen, soziale Einrichtungen oder Hilfsprojekte.

Auch immerhin sieben Prozent der Mobiltelefonnutzer spenden ihr altes Gerät für einen guten Zweck und jeder Dritte kann sich nicht von ihm nicht trennen und behält es.

Je älter desto älter

Viele Senioren nutzen ein Handy, mit dem sich ein Teenager nicht mehr aus dem Haus trauen würde. 37 Prozent der über 65-Jährigen nutzen ein Gerät, das älter als vier Jahre ist. Solch betagte Handys haben im Gegensatz dazu nur zwölf Prozent der 14- bis 29-Jährigen in Gebrauch. Über die Neuanschaffung eines Mobiltelefones denkt in diesem Jahr jeder Vierte Mobilfunknutzer nach.

Die oben genannten vier Prozent, der Handy-Nutzer, die ihr Altgerät dann über den Hausmüll entsorgen, sollten dabei vorsichtig sein, oder es - noch besser - künftig fachgerecht entsorgen. Laut Elektrogesetz ist das verboten und kann zu einem Bußgeld führen. "Eine fachgerechte Entsorgung verhindert, dass Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Außerdem können so wertvolle Rohstoffe Reycelt werden", sagt Bitkom Präsidiumsmitglied René Schuster.

Die genannten Ergebnisse stammen aus einer Studie, die von dem Marktforscher Aris im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom unter 1003 repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt wurde. (bw)

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