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Laser-Technik bevorzugt

Xerox gibt Solid-Ink-Drucker auf

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Drucker- und Kopiererspezialist Xerox gibt die Solid-Ink-Technologie für Office-Drucker auf. Für den Büroeinsatz setzt der Konzern künftig ausschließlich auf Laserdrucker.

Über viele Jahre hinweg hat der US-Druckerhersteller Xerox mit den Festtintendruckern "Solid Ink" eine technische Alternative zu den auch im eigenen Haus vertriebenen Lasersystemen unterhalten.

Bei der Xerox-Festtintentechnologie ''Solid Ink'' werden Sticks aus harzbasiertem Polymer geschmolzen und auf das Papier aufgebracht.
Bei der Xerox-Festtintentechnologie ''Solid Ink'' werden Sticks aus harzbasiertem Polymer geschmolzen und auf das Papier aufgebracht.
Foto: Xerox

Entwickelt wurde das Druckverfahren von der Firma Tektronix. 1999 übernahm Xerox Tektronix und damit auch die Patente auf das Solid-Ink-Verfahren. Dabei werden wachsähnliche Farb-Sticks geschmolzen und auf das Papier aufgebracht. Einer der großen Vorteile des Druckverfahrens ist, dass weder Patronen, noch Kartuschen benötigt werden. Somit fällt vergleichsweise wenig Abfall und Verpackungsmüll an. Es reichen die Wachsklötzchen aus einem Polymer auf Harz-Basis, die an Klötze bei Steckspielen für Kinder erinnern. Die unterschiedliche Formgebung soll dabei die Fehlbestückung des Druckers verhindern. Die Drucke sind farbintensiv und glänzen. Solid Ink-Drucker erzielen auch auf qualitativ minderwertigem Papier noch gute Farbausdrucke.

Allerdings sind die Ausdrucke nicht immer abriebfest. In Klarsichthüllen kommt es zudem zu Ablösungen und Verklebungen. Da im Standby-Betrieb die Tinte warmgehalten werden muss, ist der Energieverbrauch recht hoch. Zudem haben Festtintendrucker eine relativ hohe Aufwärmzeit.

Kein Solid Ink für Büroanwendungen

Nun will sich Xerox zumindest bei Druckern für den Büroeinsatz von dieser Technologie verabschieden. "Wir werden unsere Forschung und Entwicklung im Bereich der Büroausstattung auf Lasertechnik anstelle Solid Ink konzentrieren", heißt es in einem Statement des Unternehmens auf Anfrage von ChannelPartner.

Die Solid-Ink.-Drucker der Xerox-ColorQube-Reihe 8700/8900 sollen laut Xerox noch bis mindestens 2022 unterstützt werden.
Die Solid-Ink.-Drucker der Xerox-ColorQube-Reihe 8700/8900 sollen laut Xerox noch bis mindestens 2022 unterstützt werden.
Foto: Xerox

Ganz aufgeben will Xerox die Technik aber nicht. Man werde in voraussehbarer Zukunft weiterhin Tinten und Druckköpfe auf Basis der Solid-Ink-Technologie entwickeln, allerdings für andere Anwendungszwecke als den Office-Druck.

Prominente Geräte auf Solid-Ink-Basis waren die Multifunktionssysteme der ColorQube 8700- und 8900-Reihe. Diese sollen laut Xerox noch bis mindestens 2022 mit Supplies, Service und Support unterstützt werden.